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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Die byzantinische Kirche verehrt heute den heiligen Sabas (†532), der „Archimandrit aller Eremiten Palästinas“ genannt wird.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Matthäus 7,21.24-27

Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.

Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.

Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.

Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute.

Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium überliefert uns heute die abschließenden Worte der Bergpredigt, der ersten großen Rede Jesu im Matthäusevangelium. Jesus macht seine Zuhörer darauf aufmerksam, dass Worte nicht reichen und Formeln nicht genug sind – seien sie auch noch so richtig –, um wirklich sein Jünger zu sein und so sein Leben zu retten. „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt“ (V.21). Was zählt und rettet, sind nicht die Worte, die man ausspricht, sondern wirklich Jünger zu sein, nämlich das Evangelium, das man gehört hat, in die Tat umzusetzen. Deshalb beendet Jesus die ganze Berg-predigt mit dem Gleichnis vom Haus: „Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute … Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute.“ Das Beispiel geht weiter: Es kam ein Wolkenbruch, die Flüsse traten über die Ufer und die Winde tobten und rüttelten an diesen bei-den Häusern. Es ist offensichtlich, dass Jesus von den Stürmen des Lebens spricht: den Versuchun-gen, in die wir geraten, den Schwierigkeiten, die auf uns einstürzen, und den Problemen, die uns plagen. Doch das Haus, das auf Fels gebaut ist, das heißt ein Leben, das durch Treue zum Evangeli-um und durch Liebe gekennzeichnet ist, bleibt stehen. Das andere Haus, das auf Sand gebaut ist, stürzt dagegen ein. Was ist der Sand anderes als die unzähligen Laster und egozentrischen Instinkte, die das Leben oft leer, banal, haltlos und oft auch böse und gewalttätig machen? Nur wenn wir es verstehen, das Wort des Evangeliums gläubig aufzunehmen, das beständig ist und so anders als un-sere schwankenden und unbeständigen Gefühle, können wir unser Leben und das der Brüder und Schwestern auf einem festen und stabilen Grund aufbauen. Jeden Tag lädt uns der Herr ein, uns von den Worten des Evangeliums zu nähren. So können wir unser Leben nicht auf uns selbst und unsere Gefühle gründen, die haltlos und unbeständig wie der Sand sind, sondern auf das Wort Gottes, das der wahre Fels und das Fundament unseres persönlichen wie gemeinsamen Lebens ist.


05/12/2013
Gedenken an die Kirche


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