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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Gedenken an den heiligen Abt Antonius. Er folgte dem Herrn in die Wüste Ägyptens und wurde zum Vater vieler Mönche. Tag der Reflexion über die Beziehungen zwischen Judentum und Christentum.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Markus 2,1-12

Als er einige Tage später nach Kafarnaum zurückkam, wurde bekannt, daß er (wieder) zu Hause war.

Und es versammelten sich so viele Menschen, daß nicht einmal mehr vor der Tür Platz war; und er verkündete ihnen das Wort.

Da brachte man einen Gelähmten zu ihm; er wurde von vier Männern getragen.

Weil sie ihn aber wegen der vielen Leute nicht bis zu Jesus bringen konnten, deckten sie dort, wo Jesus war, das Dach ab, schlugen (die Decke) durch und ließen den Gelähmten auf seiner Tragbahre durch die Öffnung hinab.

Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!

Einige Schriftgelehrte aber, die dort saßen, dachten im stillen:

Wie kann dieser Mensch so reden? Er lästert Gott. Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott?

Jesus erkannte sofort, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Was für Gedanken habt ihr im Herzen?

Ist es leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh umher?

Ihr sollt aber erkennen, daß der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Und er sagte zu dem Gelähmten:

Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause!

Der Mann stand sofort auf, nahm seine Tragbahre und ging vor aller Augen weg. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten: So etwas haben wir noch nie gesehen.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Lesung des Markusevangeliums geht weiter. Nach einigen Tagen, in denen Jesus in der Umgebung das Evangelium gepredigt hat, kommt er wieder nach Kafarnaum und geht in das Haus des Petrus, das nun zur Wohnung der kleinen Gemeinschaft geworden ist. Wie immer kommen viele und klopfen an die Tür. Das Klima der Euphorie und des Festes, das überall bei Jesu Kommen entstand, setzt sich fort. Die Menschen schöpften immer mehr Hoffnung, und auf ihren Gesichtern konnte man erkennen, wie sehr sie wollten, dass es ihnen gut ginge, wie sie sich nach einem froheren Leben und einer weniger beängstigenden Zukunft sehnten. Viele glaubten nun, dass endlich die Zeit gekommen war, in der man glücklich sein konnte. Hoffnung auf Heilung gab es nun auch für einen Gelähmten, der von einigen Freunden zu Jesus getragen wurde. Als sie vor der Tür ankommen, können sie wegen der großen Menschenmenge nicht eintreten. Doch sie geben nicht auf, steigen mit dem Kranken auf das Dach des Hauses und lassen ihn vor Jesus hinab. Die hingebungsvolle Liebe der Freunde zu diesem Kranken ist wirklich erstaunlich. Sie geben vor den Schwierigkeiten, denen sie begegnen, nicht auf, wie es oft bei uns geschieht. Bei den ersten Schwierigkeiten, auf die wir stoßen, geben wir klein bei. Sie dagegen denken sich sogar Unmögliches aus und tragen den Kranken zu diesem Propheten. Eine hingebungsvolle Liebe lässt alle Hindernisse überwinden. Zweifellos zeigt sich in der Strategie, die die Männer gefunden haben, die Kraft der Liebe zu ihrem kranken Freund wie auch das völlige Vertrauen zu Jesus. Ihre Beharrlichkeit und ihre Liebe werden wesentlich mehr belohnt, als sie gedacht hätten. Als Jesus den Kranken sieht, heilt er ihn; am Herzen, indem er ihm seine Sünden vergibt, und anschließend lässt er ihn von der Tragbahre aufstehen und heilt ihn so auch am Leib. Wie alle Armen brauchte dieser Gelähmte die Heilung des Leibes und des Herzens. Ausgehend von einem Wort des Evangeliums könnten wir sagen: Nicht nur vom Brot leben die Armen, sondern auch von Liebe und Vergebung. Jedes Mal, wenn dies geschieht – und es geschieht, wenn die Jünger ihr Leben hingeben, um den Leidenden zu helfen – wiederholt sich das Wunder einer umfassenden Heilung. Zusammen mit allen anderen müssen auch wir wieder staunen über die Macht der Liebe des Herrn, der weiterhin unter uns Wunder vollbringt.


17/01/2014
Gedenken an den gekreuzigten Jesus


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