Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

change language
sie sind in: home - gebet - das tägliche gebet kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

Das tägliche Gebet


 
druckversion

Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Johannes 6,60-69

Viele seiner Jünger, die ihm zuhörten, sagten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören?

Jesus erkannte, daß seine Jünger darüber murrten, und fragte sie: Daran nehmt ihr Anstoß?

Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war?

Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben.

Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wußte nämlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde.

Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist.

Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher.

Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen?

Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.

Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das heutige Evangelium bildet den Abschluss der Brotrede, die Jesus in der Synagoge von Kafarnaum hält. Der gesamte Text des Evangelisten möchte die grundlegende Wahrheit darlegen, dass Jesus das Brot ist. Er ist das Brot, er hat es nicht nur, wie die Menschen beim Wunder der Brotvermehrung geglaubt hatten. Die Aussage Jesu, er selbst sei das Brot des Lebens, halten selbst viele Jünger für übertrieben. „Was er sagt, ist unerträglich“, sagen sie. Zu Recht verstehen sie, dass das Essen des Fleisches Jesu und das Trinken seines Blutes eine so große Liebe zum Ausdruck bringt, dass sie das ganze Leben vollkommen ergreift. Das ist zu viel für sie. Eine so große und vereinnahmende Liebe können sie nicht akzeptieren. Sie möchten lieber frei von allen Bindungen sein. Das ist eine Versuchung, die sich heutzutage immer mehr auszubreiten scheint. Es zeigt sich eine unglaubliche Zunahme des Individualismus, der wiederum gepaart ist mit der Abneigung vor jeder Art von Bindung, welche die eigenen Wünsche und den eigenen Horizont begrenzen könnte. Lieber ist man mit sich selbst allein. Wenn das also die Perspektive ist, in der wir leben, wie sollte es dann möglich sein, in eine Bindung wie die an Jesus einzuwilligen, der von uns erwartet, Teil seines eigenen Fleisches zu sein? Besser also, man hält sich von Jesus fern. Sich an einen nahen Gott zu binden hätten die Jünger von damals vielleicht noch akzeptiert, aber dass er so tief in ihr Leben eindringen würde, das ging zu weit. Eine Freundschaft auf eine gewisse Distanz hätten sie hingenommen, doch nur bis zu einem gewissen Grad. Für Jesus gibt es jedoch nur eine radikale Verbundenheit, die das ganze Leben umfasst. Dieses Evangelium will er den Menschen verkünden, das eine radikale Liebe enthält, die sich keine Grenzen setzt und sogar bereit ist, für die anderen das eigene Leben zu geben. Diese Art der Liebe nennen die Autoren des Neuen Testamentes „Agape“; sie ist stärker als der Tod. Jesus kann auf die Verkündigung dieser Liebe nicht verzichten. Als die Jünger daran Anstoß nehmen, sagt Jesus, dass sie noch größeren Anstoß nehmen werden, wenn sie ihn hinaufsteigen sehen, „dorthin, wo er vorher war“. Nur mit den Augen des Glaubens kann man Jesus verstehen und ihm nachfolgen. In diesem Bewusstsein sagt er: „Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist.“ So bekräftigt er, dass man das Wort des Evangeliums nur aufnehmen und leben kann, wenn man die eigene Schwäche erkennt und die Demut besitzt, sich von ihm helfen zu lassen. Schmerzlich bewegt davon, dass so viele Jünger ihn verlassen, wendet er sich an „die Zwölf“, die hier zum ersten Mal mit diesem Begriff bezeichnet werden, und fragt sie: „Wollt auch ihr weggehen?“ In dieser dramatischen Stunde hätte er auch allein bleiben können, doch sogar diese Gefahr geht Jesus ein, um sein Evangelium nicht zu verleugnen. Die Liebe nach dem Evangelium ist entweder eine ganzheitliche, grenzenlose, oder sie ist nicht diese Liebe. Petrus, der vielleicht den leidenschaftlichen aber auch festen Blick Jesu wahrgenommen hatte, lässt sich im Herzen anrühren und ergreift das Wort. Er antwortet Jesus: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ Er sagt nicht, „wohin“ sollen wir gehen, sondern „zu wem“ sollen wir gehen. Jesus ist tatsächlich der einzige Retter unseres Lebens.


10/05/2014
Vorabend des Sonntags


Veranstaltungen der woche
DEZ
4
Sonntag 4 Dezember
Liturgie des Sonntags
DEZ
5
Montag 5 Dezember
Gebet für die Kranken
DEZ
6
Dienstag 6 Dezember
Gedenken an die Mutter des Herrn
DEZ
7
Mittwoch 7 Dezember
Gedenken an die Heiligen und die Propheten
DEZ
8
Donnerstag 8 Dezember
Fest der unbefleckten Empfängnis Mariens
DEZ
9
Freitag 9 Dezember
Gedenken an den gekreuzigten Jesus
DEZ
10
Samstag 10 Dezember
Vorabend des Sonntags
DEZ
11
Sonntag 11 Dezember
Liturgie des Sonntags

Per Natale, regala il Natale! Aiutaci a preparare un vero pranzo in famiglia per i nostri amici più poveri