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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Matthäus 5,1-12

Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm.

Dann begann er zu reden und lehrte sie.

Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.

Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.

Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.

Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.

Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.

Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Matthäus verleiht der Bergpredigt eine ganz besondere Wichtigkeit. Er lässt Jesus auf einen Berg steigen, den Ort schlechthin, von dem herab Gott seine Lehre weitergibt. Es ist, als möchte Matthäus eine Parallele zwischen dem Alten und dem Neuen Bund aufzeigen. Der erste Bund wurde auf dem Berg Sinai geschlossen, und der zweite Bund wird auf diesem Berg besiegelt. Jesus hat eine Menschenmenge vor sich, die ihm seit mehreren Tagen folgt. Wir können uns vorstellen, wie Jesus beim Betrachten dieser Männer und Frauen bereits deren Geschichten oder zumindest deren Fragen und Nöte kennt. Er hat Mitleid mit ihnen. Gerade dieses starke Gefühl des Mitleids ist für diese Szene des Evangeliums grundlegend. Seine ersten Worte sprechen vom Glück, oder besser gesagt von dem, der glücklich ist. Jesus möchte seine Vorstellung von Glück und Seligkeit vorschlagen. Bereits die Psalmen haben die Gläubigen Israels an den Sinn des Seligseins herangeführt: Wohl dem Mann, der auf den Herrn sein Vertrauen setzt; wohl dem, der sich des Schwachen annimmt; wohl dem Mann, der Freude hat an der Weisung des Herrn. Dieser Mensch konnte sich glücklich schätzen. Jesus führt diesen Weg weiter und betont, dass jene Männer und Frauen selig sind, die arm sind vor Gott, und meint damit die Demütigen, das heißt, jene, die nicht reich und somit nicht fern von Gott sind. Selig sind weiter die Barmherzigen, die Trauernden, jene, die keine Gewalt anwenden, jene, die nach der Gerechtigkeit hungern, die ein reines Herz haben, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden und auch jene, die aufgrund seines Namens beschimpft und verfolgt werden. Niemand zuvor hat jemals solche Worte ausgesprochen. Bis zu diesem Moment haben die Jünger niemals solche Worte vernommen. Uns, die wir diese Worte heute hören, scheinen sie wirklich sehr fern. Sie muten völlig unwirklich an. Wir können wohl zugeben, dass es schöne Worte sind, halten es aber für unmöglich, sie in die Tat umzusetzen. Für Jesus ist es aber nicht so. Er möchte für uns ein wahres, erfülltes und beständiges Glück. Uns hingegen ist meist nur daran gelegen, ein bisschen besser und ein bisschen ruhiger zu leben. Weiter nichts. Wir wollen nicht wirklich „selig“ sein. Das Seligsein wurde zu einem Wort, das zu fremd ist, zu voll, zu übertrieben. Es ist ein so starkes und gehaltvolles Wort, dass es sich von unseren oft unbedeutenden Befriedigungen zu sehr unterscheidet. Dieser Abschnitt ist ein wahres Evangelium für uns, eine wahrhaft „gute Nachricht“, denn sie entreißt uns einem immer banaler werdenden Leben und drängt uns zu einer Existenz voller Sinn, zu einer Freude, die weit tiefer ist als jene, die wir uns auch nur vorstellen können. Die Seligpreisungen sind für uns zu hoch, so wie sie für jene Menschenmenge zu hoch war, die sie zum ersten Mal hörte. Die Seligpreisungen tragen ein wahrhaft menschliches Gesicht: das Gesicht Jesu. Er ist der Mensch der Seligpreisungen, der Arme, der Sanftmütige, der nach Gerechtigkeit hungert, der leidenschaftliche und barmherzige Mensch, der Verfolgte und Getötete. Blicken wir auf ihn und folgen wir ihm nach, und auch wir werden selig sein.


09/06/2014
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