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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an Yaguine und Fodé, zwei Jugendliche aus Guinea Conakry, die im Jahr 1999 im Alter von 15 und 14 Jahren im Fahrwerk eines Flugzeugs versteckt erfroren. Sie hatten versucht, nach Europa zu kommen und dort eine Ausbildung zu machen. Gedenken an den seligen Zeffirino Gimènez Malla, einen Märtyrer aus dem Volk der Roma.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Matthäus 14,1-12

Zu dieser Zeit hörte der Tetrarch Herodes, was man von Jesus erzählte.

Er sagte zu seinem Gefolge: Das ist Johannes der Täufer. Er ist von den Toten auferstanden; deshalb wirken solche Kräfte in ihm.

Herodes hatte nämlich Johannes festnehmen und in Ketten ins Gefängnis werfen lassen. Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus.

Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Du hattest nicht das Recht, sie zur Frau zu nehmen.

Der König wollte ihn deswegen töten lassen, fürchtete sich aber vor dem Volk; denn man hielt Johannes für einen Propheten.

Als aber der Geburtstag des Herodes gefeiert wurde, tanzte die Tochter der Herodias vor den Gästen. Und sie gefiel Herodes so sehr,

daß er schwor, ihr alles zu geben, was sie sich wünschte.

Da sagte sie auf Drängen ihrer Mutter: Laß mir auf einer Schale den Kopf des Täufers Johannes herbringen.

Der König wurde traurig; aber weil er einen Schwur geleistet hatte - noch dazu vor allen Gästen -, befahl er, ihr den Kopf zu bringen.

Und er ließ Johannes im Gefängnis enthaupten.

Man brachte den Kopf auf einer Schale und gab ihn dem Mädchen, und sie brachte ihn ihrer Mutter.

Die Jünger des Johannes aber holten den Leichnam und begruben ihn. Dann gingen sie zu Jesus und berichteten ihm alles.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.


Der Tetrarch Herodes gehört zur Dynastie der königlichen Familie, von der auch in den Kindheitserzählungen der Evangelien die Rede ist. Er fürchtet, dass Jesus der wiedererstandene Täufer ist. Ein weiteres Mal hat ein gerade herrschender Herodes Angst, seine Macht zu verlieren. Sein Vorgänger hatte Angst vor der Nachricht, die ihm von den Weisen gemeldet und von den Schriften bestätigt worden war. Denn das Wort Gottes lässt die Dinge nie, wie sie sind. Es beunruhigt unser Besitzstandsdenken und das Vertrauen auf unsere Kraft, und es verlangt von allen die Veränderung ihres Lebens, ihrer Einstellungen und der Gedanken ihres Herzens. Nur um seine Macht zu behalten, befahl der Herodes aus Jesu Kindheit das grausame Massaker an den unschuldigen Kindern. So bringt uns die Tatsache, dass wir uns selbst verteidigen, selbst schnell dazu, den zu beseitigen, den wir für den Gegner halten. Deshalb fordert Jesus, jeden Bösen Gedanken mit der Wurzel auszureißen, denn wenn man ihn erst einmal hat wachsen lassen, führt er zur Vernichtung des anderen. Auch dieser Herodes hat sich in den Strudel der Gewalt hineinreißen lassen. Sicher war er betroffen von der Klarheit der Worte des Johannes, der ihn wegen seines schlechten Verhaltens getadelt hatte. Johannes ist wirklich ein Prophet, denn er beugt sich nicht der Logik dieser Welt und fordert alle auf, sich zu bekehren. Deshalb ließ Herodes ihn ins Gefängnis werfen, weil er dachte, so müsse er dessen Stimme nicht mehr hören. Töten wollte er ihn aber nicht. Doch das Drängen seiner Tochter und sein Stolz trieben ihn dazu, etwas zu tun, was er eigentlich gar nicht wollte. Das ist die traurige Geschichte unserer Kraft, die am Ende das tut, was sie gar nicht möchte, die das Ansehen der Wahrheit vorzieht, die, um das Gesicht zu wahren, zum Opfer der Launenhaftigkeit und Arroganz einer Frau wird. So lässt er den Propheten enthaupten. So reicht eine Laune, um das prophetische Wort zum Schweigen zu bringen, das vielen half und Trost schenkte. Doch geschieht das nicht genauso heute, wenn wir uns von unseren Launen überrumpeln lassen und dann nicht mehr zuhören? Der Tod des Täufers war eine bittere Nachricht für Jesus. Es war auch eine Vorwarnung, was geschehen würde, wenn er auf dem Weg der Prophetie weiterging. Aber Jesus blieb nicht stehen, auch wenn ihn diese Verkündigung der Liebe ans Kreuz brachte. Das ist der Weg des Zeugnisses bis zum Ende. Die Millionen von Märtyrern des 20. Jahrhunderts haben Zeugnis für das Evangelium gegeben. Sie haben sich nicht der Macht der Welt gebeugt und haben nicht aufgehört zu sprechen. An uns ist es, dieses Zeugnis mit Sorgfalt und Bewunderung zu bewahren, damit sie uns helfen zu verstehen, was die wahre Kraft der Männer und Frauen Gottes ist.


02/08/2014
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