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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Weihetag der Basilika Santa Maria in Trastevere, in der die Gemeinschaft Sant’Egidio jeden Abend betet.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Lukas 18,1-8

Jesus sagte ihnen durch ein Gleichnis, daß sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten:

In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm.

In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Feind!

Lange wollte er nichts davon wissen. Dann aber sagte er sich: Ich fürchte zwar Gott nicht und nehme auch auf keinen Menschen Rücksicht;

trotzdem will ich dieser Witwe zu ihrem Recht verhelfen, denn sie läßt mich nicht in Ruhe. Sonst kommt sie am Ende noch und schlägt mich ins Gesicht.

Und der Herr fügte hinzu: Bedenkt, was der ungerechte Richter sagt.

Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern?

Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen. Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde (noch) Glauben vorfinden?

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das heutige Evangelium nimmt ein Thema auf, das Lukas sehr wichtig ist: das Gebet. Das Gebet nahm auch wirklich einen breiten Raum ein im Leben und im Tag eines frommen Juden. Auch Jesus verbrachte viel Zeit damit zu beten. Für ihn war dies eine einmalige, sehr persönliche Erfahrung. Aber wie jeder geistliche Lehrer musste er auch die Jünger darin unterweisen zu beten. Das erste Mal, als der Evangelist davon berichtet, wie Jesu zu beten lehrt, ist der Moment, in dem er sie das Vater Unser lehrt (11,11–13). Jetzt – es ist das zweite Mal, dass er zu den Jüngern darüber spricht – betont er die Notwendigkeit, „dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen“ sollen. Er sagt nicht nur, dass sie immer beten, sondern auch nicht nachlassen sollen. Die Gefahr, den Mut zu verlieren, zu verzagen angesichts von Forderungen, die nicht erfüllt werden, ist eine häufige, vielen gemeine Erfahrung. Jesus will nicht, dass die Jünger das Vertrauen auf Gott und seine Bereitschaft zur Barmherzigkeit verlieren. Er erlebt selbst die Kraft und Wirksamkeit des Gebets: Er weiß, dass der Vater ihn hört. Er sagt es ausdrücklich am Grab seines Freundes Lazarus: „Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich wusste, dass du mich immer erhörst“ (Joh 11,41–42). Jesus will, dass auch die Jünger diese Sicherheit, dieses Vertrauen ins Gebet haben. Der Vater erhört auch die Jünger, so wie er ihn erhört. Das Gebet ist immer wirksam, so scheint Jesus zu sagen, daran muss man nicht zweifeln. Um diese Aussage zu bekräftigen, erzählt er das Gleichnis von einer armen Witwe, die bei einem Richter ihr Recht verlangt. Diese Witwe, die die Ohnmacht der Schwachen in der Gesellschaft zur Zeit Jesu versinnbildlicht, wird durch ihre Beharrlichkeit vor dem unehrlichen und hartherzigen Richter schließlich erhört und erhält ihr Recht. Der Realismus dieser Szene macht betroffen. Außergewöhnlich ist aber ihre Bedeutung, wenn man sie anwendet auf unser Gebet zum Vater, der im Himmel ist. Jesus scheint zu sagen: Wenn dieser so hartherzige Richter die arme Witwe erhört hat, um „wie viel mehr wird euch euer Vater erhören, der nicht nur gerecht ist, sondern auch ein großes Herz voller Erbarmen hat.“ Das Evangelium möchte uns mit allen Mitteln von der Kraft und der Macht des Gebets überzeugen. Wenn es beständig ist, wird Gott gleichsam dazu verpflichtet einzuschreiten. Deshalb ist das Gebet das erste Werk, zu dem der Jünger aufgerufen ist. Es ist seine erste Aufgabe, weil mit dem Gebet das Eingreifen Gottes in das Leben und in die Geschichte verwirklicht wird. Wie jede Arbeit verlangt auch das Gebet Beständigkeit und Ausdauer. Ja, das Gebet ist keine unvorbereitete Arbeit, eine Praktik, die ab und zu auszuführen ist. Seine Beständigkeit sichert das Eingreifen Gottes. In der Tat liegt die größte Kraft des Christentums im Gebet. Angesichts der Kraft des inständigen Gebets, von der er gesprochen hatte, stellt Jesus die ernste Frage: „Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde Glauben vorfinden?“ Es ist eine Frage, die die einzelnen Jünger und die Gemeinden und Gemeinschaften ernsthaft prüft. Der Menschensohn kommt weiter auf die Erde, auch heute. Was ist mit unserem Gebet? Selig sind wir, wenn uns der Herr wachsam und ausdauernd im Gebet vorfindet.


15/11/2014
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