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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Lukas 21,1-4

Er blickte auf und sah, wie die Reichen ihre Gaben in den Opferkasten legten.

Dabei sah er auch eine arme Witwe, die zwei kleine Münzen hineinwarf.

Da sagte er: Wahrhaftig, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr hineingeworfen als alle anderen.

Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluß geopfert; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat ihren ganzen Lebensunterhalt hergegeben.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jesus befindet sich noch im Tempel, er hat gerade den Zuhörern das Verhalten der Schriftgelehrten vor Augen geführt, die mit Gebeten prahlen, aber die Schwachen und Witwen unterdrücken. Während er spricht, beobachtet er einige Reiche, die ihre beträchtliche Opfergabe darbringen und damit auf sich aufmerksam machen. Dann kommt eine arme Witwe, die klammheimlich zwei kleine Münzen in das Opferkästchen wirft. Diese Geste und die kleine Geldsumme, die diese arme Frau opfert, scheinen völlig unbedeutend angesichts der Gaben der Reichen. Doch das Tun der Witwe, das in der Mentalität der Welt als unbedeutend gilt, wird vom Herrn auf ewig wertgeschätzt. Diese Frau hat Gott alles gegeben, sie hat nichts für sich behalten. Ihre Geste entsteht nicht aus wirtschaftlicher Berechnung, sondern nur aus Liebe zu ihrem Gott. Diese Witwe liebt Gott wirklich aus voller Seele, mit all ihren Kräften und mit ihrem ganzen Wesen, und sie gibt alles, was sie zum Leben hat. Die Liebe hat ihre Geste unsterblich gemacht, so wie die Liebe jedes Wort und jede gute Tat für die Schwachen und Armen unsterblich macht. Was den Menschen unbedeutend erscheint, wird von Gott wertvoll gemacht. Das Evangelium merkt an, dass die Almosen, die in die Opferkästen des Tempels geworfen wurden, für die Kulthandlungen, für den Unterhalt der Priester und als Hilfe für die Armen verwendet wurden. Diese arme Witwe fühlte sich also auch verantwortlich dafür, den Tempelkult und die Armen zu unterstützen. Es ist wichtig, dies hervorzuheben, um eine falsche Sichtweise zu vermeiden, die den Geber von dem trennt, der etwas empfängt. Auch die arme Witwe fühlt sich verantwortlich dafür, denen zu helfen, die vielleicht noch ärmer sind als sie. Man könnte sagen, dass auch die Armen, wie wir alle, dazu erzogen werden müssen, denen zu helfen, die noch ärmer sind. Keiner ist so arm, dass er nicht einem anderen helfen könnte, der noch ärmer ist. Es gibt also einen Kreislauf der Hilfe zwischen denen, die mehr und denen, die weniger haben. Die Liebe teilt uns nicht ein in Kategorien, im Gegenteil, sie eint uns in einer Solidarität, in der man nicht mehr unterscheiden kann, wer hilft und wem geholfen wird. Das wird sichtbar an den Orten der Nächstenliebe, an denen der, der mehr besitzt, dem etwas gibt, der weniger hat. Hier geben alle und empfangen alle. In dieser Szene des Evangeliums liegt eine große Wahrheit: Indem Jesus diese arme Witwe als Beispiel für alle hinstellt, betont er, dass die Armen uns das Evangelium nahe bringen. Sie lassen uns, die wir uns oft als stark und gesund einschätzen, unsere Schwachheit, unsere Kleinheit verstehen und sie lassen uns vor allem verstehen, wer wir vor Gott sind. Wir sind arme Bettler, die um Liebe bitten. Die Armen erinnern uns daran. So sind auch sie es, die uns die Tore zum Himmel öffnen. Gregor der Große erinnert uns daran, und mit ihm die ganze Überlieferung der Kirche, dass die Armen, denen wir geholfen haben, unsere bedeutendsten Fürsprecher bei Gott sind.


24/11/2014
Gedenken an die Armen


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