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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Hebräer 13,1-8

Die Bruderliebe soll bleiben.

Vergeßt die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.

Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Mißhandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib.

Die Ehe soll von allen in Ehren gehalten werden, und das Ehebett bleibe unbefleckt; denn Unzüchtige und Ehebrecher wird Gott richten.

Euer Leben sei frei von Habgier; seid zufrieden mit dem, was ihr habt; denn Gott hat versprochen: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.

Darum dürfen wir zuversichtlich sagen: Der Herr ist mein Helfer, ich fürchte mich nicht. Was können Menschen mir antun?

Denkt an eure Vorsteher, die euch das Wort Gottes verkündet haben; schaut auf das Ende ihres Lebens, und ahmt ihren Glauben nach!

Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das letzte Kapitel des Briefes beginnt mit einem Aufruf zur Liebe: „Die Bruderliebe soll bleiben.“ Die Christen sollen nicht nur wie früher an Werken der Liebe erkennbar sein (vgl. 6,10; 10,33), sie sollen auch in der Liebe stark bleiben. Auch Jesus sagt: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt“ (Joh 13,35). Die gegenseitige Liebe ist das Kennzeichen der christlichen Gemeinde und macht sie zu einer glaubwürdigen Zeugin für das Evangelium. Wesentlicher Bestandteil dieser Geschwisterlichkeit ist die Gastfreundschaft. Der rote Faden der Gastfreundschaft durchzieht die ganze biblische Tradition. Der Verfasser erinnert daran, dass einige, die Gastfreundschaft gewährten, „ohne es zu ahnen, Engel beherbergt“ haben. Der Bezug zu Abraham, der bei den Eichen von Mamre drei des Weges kommende Männer aufnahm, ist offensichtlich (vgl. Gen 18). Auch die gesamte Geschichte des Christentums ist vom Streben nach Gastfreundschaft geprägt. Bei Matthäus sagt Jesus beim Endgericht: „Ich war fremd … und ihr habt mich aufgenommen“ (Mt 25,35). Die geschwisterliche Liebe ist nicht auf den Kreis der eigenen Gemeinde beschränkt, sie weitet sich notwendigerweise auf die anderen aus, auf Gefangene und Leidende und alle, die Hilfe brauchen. Wie voll von Zärtlichkeit ist diese Einladung: „Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib.“ Dies ist eine Einladung nicht nur zur Solidarität, sondern auch zur Aufmerksamkeit für den anderen, als wäre er Mitglied der eigenen Familie. Denn das ist die Kirche, die Familie Gottes, die die Armen mit einschließt. Auch die Ehe wird im Horizont der Liebe verstanden. Der Verfasser möchte sie vor dem Verrat bewahren, der durch die Befriedigung eigener Instinkte und Begierden verursacht wird. Denn die Ehe ist mehr als nur sexuelle Vereinigung, sie ist darauf ausgerichtet, eine Familie aufzubauen, die der Gesellschaft und auch der Kirche ein harmonisches Dasein in allen Lebensphasen und unter allen Lebensumständen ermöglicht. Die Christen sollen sich um einen einfachen Lebensstil bemühen und sich nicht einem mühsamen Wettlauf nach persönlichem Wohlstand unterwerfen, der das Leben aller anderen unberücksichtigt lässt. Deshalb warnt der Brief vor allem vor der Habgier und vor dem Anhäufen von Reichtum für sich selbst, ohne die Verantwortung für die Armen und Schwachen wahrzunehmen. Die Aufforderung, mit dem zufrieden zu sein, was man hat, ist kein Aufruf dazu, sich einfach damit abzufinden, sondern eine Ermunterung, auf die Barmherzigkeit Gottes zu vertrauen, der uns nie verlässt. Diese Lebensweise nach dem Evangelium hat Jesus selbst vorgelebt und seinen Jüngern vermittelt. Schließlich fordert der Brief – im Bewusstsein, dass die Einheit einer Gemeinde auch von demjenigen abhängt, der ihr vorsteht und sie leitet – die Christen auch dazu auf, an die zu denken, die die Aufgabe haben, das Wort Gottes zu verkünden. Der Apostel Paulus schreibt, dass der Glaube vom Hören abhängt. Deshalb sind die Christen aufgerufen, dem Prediger zuzuhören und seine Worte im Herzen aufzunehmen. Wenn derjenige, der predigt, sich vor Gott verantwortet in der Art, wie er seine Aufgabe erfüllt, so verantwortet sich der Gläubige vor Gott in der Art, wie er zuhört. Daher ist die Aufforderung, an die Verantwortlichen in der Gemeinde zu denken, mehr als angebracht. Es geht darum, ihre Predigt zu beherzigen, denn „Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit“, aber auch darum, ihren Glauben nachzuahmen und sie zu begleiten im Gebet, mit Hilfe und Unterstützung, damit sie mit Sorgfalt ihr Amt ausüben können.


06/02/2015
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