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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Genesis 2,4-9.15-17

(a) Das ist die Entstehungsgeschichte von Himmel und Erde, als sie erschaffen wurden. (b) Zur Zeit, als Gott, der Herr, Erde und Himmel machte,

gab es auf der Erde noch keine Feldsträucher und wuchsen noch keine Feldpflanzen; denn Gott, der Herr, hatte es auf die Erde noch nicht regnen lassen, und es gab noch keinen Menschen, der den Ackerboden bestellte;

aber Feuchtigkeit stieg aus der Erde auf und tränkte die ganze Fläche des Ackerbodens.

Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen.

Dann legte Gott, der Herr, in Eden, im Osten, einen Garten an und setzte dorthin den Menschen, den er geformt hatte.

Gott, der Herr, ließ aus dem Ackerboden allerlei Bäume wachsen, verlockend anzusehen und mit köstlichen Früchten, in der Mitte des Gartens aber den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.

Gott, der Herr, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte.

Dann gebot Gott, der Herr, dem Menschen: Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen,

doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn sobald du davon ißt, wirst du sterben.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Heilige Schrift erzählt ein zweites Mal von der Schöpfung, als wolle sie die ursprüngliche Verbindung zwischen dem Menschen und allem Geschaffenen und Gott bekräftigen. Dem Verfasser dieses heiligen Textes geht es nicht darum, eine wissenschaftliche Wahrheit über die Herkunft der Spezies Mensch oder der Welt darzulegen, er will vielmehr festhalten, dass das Leben heilig ist, weil es Werk Gottes ist und ihm gehört. Der Mensch, jeder Mensch, ist gerufen, diesem Leben seine Würde zukommen zu lassen, es zu respektieren und zu verteidigen. Nur Gott ist der Herr über das Leben. Dieser Abschnitt scheint die Sorge Gottes für den Menschen in den Mittelpunkt der Erzählung zu stellen: Er formt den Menschen aus Erde, haucht ihm Leben ein und bringt ihn in den Garten. Das Leben kommt von Gott, wie der „Lebensatem“ zeigt, den Gott ihm einhaucht. Er vertraut dem Menschen die Aufgabe an, den Garten zu pflegen und ihn in seiner Schönheit zu bewahren. Gott hat den Menschen dazu bestellt, über die Erde und über die Geschöpfe zu wachen, nicht dazu, sich als Herr aufzuspielen oder – schlimmer noch – sie zu verunstalten. Wie wertvoll und zukunftsweisend ist diese zweifache Aufgabe, die Gott dem Menschen anvertraut! Der Mensch muss vor allem die Schöpfung „bebauen und hüten“. Das hebräische Verb bedeutet sowohl „einer Sache dienen“ als auch „arbeiten“. Der Mensch ist zum Dienst an diesem Garten gerufen, der die Welt, das Weltall ist, der Ort, an den Gott den Menschen gestellt hat. Der Mensch muss sich um die Welt kümmern, er muss sie bebauen, damit sie Frucht bringt, damit sie zum Segen für die ganze Menschheit gereicht. Dann muss er die Erde auch „hüten“. Wir sind nicht die absoluten Herren über die Schöpfung und wir können sie nicht unseren Launen unterwerfen. Unsere Aufgabe ist es nicht sie zu beherrschen, zu besitzen, sondern sie eben zu „hüten“, das heißt die Erde mit Aufmerksamkeit zu begleiten und mit Liebe für sie zu sorgen. Dieser Garten findet seinen Platz auch in der Aussicht auf das gelobte Land, das Gott seinem Volk schenken wird. Nur wenn Israel für den Garten sorgen und ihn hüten wird, wird dieser weiterhin Geschenk Gottes sein, sonst besteht die Gefahr, es zu verlieren, wie es im Babylonischen Exil dann geschehen wird. Es gibt einen Baum im Garten. Dieser Baum steht einerseits für eine Grenze, die nicht zu überschreiten ist, aber andererseits steht er auch für die Möglichkeit der Freundschaft mit Gott. Dieser Baum ist ein Bild für die Neigung des Menschen, hochmütig zu sein, zu werden wie Gott, Herr über sich selbst und über andere. In Wahrheit ist nur Gott der Herr, und das Sein aller Menschen hat Grenzen. Ohne dieses Bewusstsein der Grenzen besteht das Risiko, den Garten zu verlieren, Gott von sich zu entfernen. Es ist nicht der Herr, der uns entfernt, es sind wir, die wir entscheiden, ihn von uns zu entfernen, als ob wir seinen Platz einnehmen wollten. Ohne Gehorsam gegenüber dem Herrn setzen wir unser Leben und die Existenz der Welt aufs Spiel. Ohne ein Wort, das uns dabei hilft, zu entschlüsseln, was gut und böse ist, riskieren wir, dass wir uns zu den absoluten Herren unseres Schicksals machen. Der Gläubige weiß: Wenn er auf Gott hört, nur wenn er mit ihm geht, wie es am Anfang Adam und Eva taten, ist es möglich, seine Liebe zu erfahren und das Leben in Fülle zu leben.


11/02/2015
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