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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an Onesimus, der ein Sklave Philemons war, doch gleichzeitig auch ein Bruder des Apostels Paulus im Glauben.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Genesis 4,1.15-25

Adam erkannte Eva, seine Frau; sie wurde schwanger und gebar Kain. Da sagte sie: Ich habe einen Mann vom Herrn erworben.

Der Herr aber sprach zu ihm: Darum soll jeder, der Kain erschlägt, siebenfacher Rache verfallen. Darauf machte der Herr dem Kain ein Zeichen, damit ihn keiner erschlage, der ihn finde.

Dann ging Kain vom Herrn weg und ließ sich im Land Nod nieder, östlich von Eden.

Kain erkannte seine Frau; sie wurde schwanger und gebar Henoch. Kain wurde Gründer einer Stadt und benannte sie nach seinem Sohn Henoch.

Dem Henoch wurde Irad geboren; Irad zeugte Mehujaël, Mehujaël zeugte Metuschaël, und Metuschaël zeugte Lamech.

Lamech nahm sich zwei Frauen; die eine hieß Ada, die andere Zilla.

Ada gebar Jabal; er wurde der Stammvater derer, die in Zelten und beim Vieh wohnen.

Sein Bruder hieß Jubal; er wurde der Stammvater aller Zither- und Flötenspieler.

Auch Zilla gebar, und zwar Tubal-Kajin, der die Geräte aller Erz- und Eisenhandwerker schmiedete. Die Schwester Tubal-Kajins war Naama.

Lamech sagte zu seinen Frauen: Ada und Zilla, hört auf meine Stimme, ihr Frauen Lamechs, lauscht meiner Rede! Ja, einen Mann erschlage ich für eine Wunde und einen Knaben für eine Strieme.

Wird Kain siebenfach gerächt, dann Lamech siebenundsiebzigfach.

Adam erkannte noch einmal seine Frau. Sie gebar einen Sohn und nannte ihn Set (Setzling); denn sie sagte: Gott setzte mir anderen Nachwuchs ein für Abel, weil ihn Kain erschlug.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Menschheitsgeschichte ist von Anfang an von Kampf und Brudermord gezeichnet. Es ist die Geschichte von Kain und Abel. Kain ist der starke Mann, mit dem man das städtische Leben verbindet, Abel ist sein Bruder, ein Mann, der gleichsam ohne Namen ist. Denn Abel bedeutet im Hebräischen „Hauch“, „Nichts“. Sein Name und seine Existenz bestehen also darin, Bruder eines anderen, nämlich von Kain zu sein. Kein Mensch kann existieren, wenn er nicht akzeptiert, dass er als Gegenüber einen Bruder hat, mit dem er lebt und die Welt aufbaut und dessen Andersartigkeit er akzeptiert. Ohne andere können wir unser Menschsein nicht verwirklichen. Abel war ein Hirte, ein Nomade, er war kein Ackerbauer wie Kain. Die Sünde des Kain beginnt mit der Ablehnung der Andersartigkeit Abels. Hieraus resultieren Neid, Wut und Groll, die schnell zum gewaltsamen Tod führen. Im hebräischen Text spricht Kain zu seinem Bruder, jedoch ohne Worte. Als er beginnt, Gefühle von Neid und Zorn zu entwickeln, und als Groll in ihm aufsteigt, kommt es schnell so weit, dass er nicht mehr in der Lage ist zu sprechen, ja dass er nicht mehr sprechen will. Die Feindschaft wächst und führt schließlich dazu, den anderen auszulöschen. Und noch einmal greift Gott selbst ein und erhebt seine Stimme angesichts der Angst und des Schweigens von Kain. „Wo ist dein Bruder?“, fragt Gott den Kain, wie er Adam gefragt hatte: „Wo bist du?“. Gott stellt Fragen. Seine Stimme hat immer einen fragenden Ton und sie fordert uns auf, über unseren Bruder Rechenschaft abzulegen. Es ist der Aufschrei Gottes, an uns alle und diese Welt gerichtet, gegen jede Gewalt und gegen jede Ablehnung des anderen. „Wo ist dein Bruder?“, ist die sorgenvolle Frage Gottes an eine Welt, die Gewalt hinnimmt, ohne sich darüber aufzuregen, die Krieg als unvermeidlich und Trennung als etwas Normales im Leben betrachtet. Ja, die Stimme des Blutes vieler unschuldiger Männer und Frauen, wie es Abel ist, schreit zu Gott von der Erde aus, denn von ihr stammen wir alle. Die Bibel betont von Anfang an, dass wir als Brüder und Schwestern geschaffen sind. Mann und Frau, Volk und Ethnie existieren nicht ohne ein Gegenüber, das anders ist als sie. Wenn man daran gewöhnt ist, für sich selbst und ohne andere zu leben, stellt man sich leicht gegen sie. Das kann so weit führen, dass man sogar zu Feinden wird. Die Ablehnung des Andersartigen führt zum Aufbau einer Welt, die von Gewalt beherrscht wird. In Jesus verstehen wir mit größerer Klarheit, dass jeder Mensch unser Bruder oder unsere Schwester ist, da er Kind Gottes ist und nach seinem Ebenbild und ihm ähnlich geschaffen wurde. Die Kirche und jede Gemeinschaft in ihr müssen Zeugnis ablegen von dieser Universalität, die so schwer zu akzeptieren und in der Welt umzusetzen ist.


16/02/2015
Gebet für den Frieden


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