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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Das Volk der Sinti und Roma und auch die Muslime unter ihnen feiern den heiligen Georg, der als Märtyrer starb, um die Kirche zu befreien.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Johannes 15,1-8

Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer.

Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.

Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe.

Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt.

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.

Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen, und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen.

Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten.

Mein Vater wird dadurch verherrlicht, daß ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Mit dem heutigen Evangelium beginnt der zweite Teil der Abschiedsrede Jesu an die Jünger. Er hat schon von der Kommunion mit den Seinen gesprochen, die sich durch die Liebe und den Heiligen Geist verwirklicht. Mit dem Bild vom Vater als Winzer, dem Sohn als Weinstock und den Jüngern als Reben will er jetzt den Kreislauf der Liebe beschreiben, der die Jünger mit ihm und dem Vater verbindet. In der Schrift wird mehrfach das Bild des Weinstocks und des Weinberges verwendet, um die Beziehung zwischen dem Herrn und seinem Volk zu beschreiben. Dieses Mal ist der Weinstock nicht das Volk Israel, sondern Jesus selbst. Er ist der wahre Weinstock, der gute Früchte hervorbringt und das Leben gibt. Die Kommunion zwischen ihm und dem Vater ist die Quelle seines Lebens und der Ursprung seines Wirkens. Er ist vom Himmel auf die Erde herabgestiegen, um den Willen des Vaters zu erfüllen. Es ist der Wille des Vaters, dass Jesus die Jünger mit sich verbindet und sie so an der Liebe zwischen ihm und dem Vater teilhaben lässt. Er beginnt damit, dass er sagt: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“ Er möchte, dass sie mit diesem Bild die Verbindung zu ihm verstehen. Die Beziehung ist so eng, dass sie eins sind mit ihm. Tatsächlich lebt eine Rebe nur und gibt Frucht, wenn sie mit dem Weinstock verbunden bleibt. Wenn sie einmal abgeschnitten wird, wird sie trocken und stirbt. Mit dem Rebstock verbunden zu bleiben, ist lebensnotwendig für die Reben. Deshalb fährt Jesus fort: „Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.“ Es gibt keinen anderen Weg für den Jünger als die feste Kommunion mit dem Meister. Den Weg, diese Kommunion zu erhalten, erklärt Jesus, indem er sagt: „Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten.“ Dem Begriff „bleiben“, der elfmal in dem heutigen Abschnitt des Evangeliums vorkommt, folgt der Ausdruck „Frucht bringen“, der achtmal verwendet wird. Frucht bringen ist den Jüngern vorbehalten, die das Wort Gottes mit aufmerksamem Herzen hören. Das ist der Weg, Gott zu verherrlichen, wie Jesus selbst betont: „Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.“ Der Jünger ist nicht der, der eine Doktrin annimmt, sondern der, der mit Liebe an Jesus gebunden bleibt wie die Rebe an den Weinstock.


06/05/2015
Gedenken an die Heiligen und die Propheten


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