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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den heiligen Pankratius, der mit 14 Jahren aus Liebe zum Evangelium zum Märtyrer wurde. Gebet für die Jugendlichen, dass sie dem Evangelium und dem Herrn begegnen mögen.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Geist des Herren ruht auf dir,
der von dir geboren wird, wird heilig sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Johannes 16,5-11

Jetzt aber gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: Wohin gehst du?

Vielmehr ist euer Herz von Trauer erfüllt, weil ich euch das gesagt habe.

Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, daß ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden.

Und wenn er kommt, wird er die Welt überführen (und aufdecken), was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist;

Sünde: daß sie nicht an mich glauben;

Gerechtigkeit: daß ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht;

Gericht: daß der Herrscher dieser Welt gerichtet ist.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Hier sind, Herr, deine Diener,
uns geschehe nach deinem Wort.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Herr hat die Jünger vor dem Hass der Welt und den Verfolgungen gewarnt, denen sie ausgesetzt werden. Er fügt hinzu: „Vielmehr ist euer Herz von Trauer erfüllt, weil ich euch das gesagt habe. Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden.“ Der Heilige Augustinus kommentierte diesen Abschnitt der Rede Jesu, indem er ihn sagen ließ: „Es ist gut für euch, dass diese Knechtsgestalt von euch weggenommen wird; zwar wohne ich als das Fleisch gewordene Wort unter euch, aber ich will nicht, dass ihr mich immer noch fleischlich liebet und, mit dieser Milch zufrieden, immer Kinder zu sein verlanget. Wenn ich euch die zarten Speisen, mit denen ich euch genährt habe, nicht entziehe, werdet ihr keinen Hunger haben nach der festen Speise; wenn ihr an dem Fleische fleischlich hängt, werdet ihr für den Geist nicht empfänglich sein.“ Jesus eröffnet die Zeit des Glaubens. Wir müssen uns vor der Versuchung hüten zu denken, dass unsere Zeit ärmer ist als die der Apostel. Jesus überlässt die Jünger nicht ihrem Schicksal. Mit der Ausgießung des Heiligen Geistes in ihre Herzen beginnt die Zeit der Kirche. Der Heilige Geist stützt die Jünger, er tröstet und stärkt sie, er wacht über sie, erleuchtet sie und macht sie fähig, das Evangelium der Liebe zu verkünden, um die Welt zu verändern. Der Geist macht die Worte des Evangeliums, die Jesus in den drei Jahren, in denen sie bei ihm waren, zu ihnen gesprochen hat, lebendig und wirksam. Die Jünger werden auf die tatkräftige Hilfe des Geistes zählen können, auch in den schwierigen Momenten, denen sie begegnen werden. Das Werk des Heiligen Geistes wird es sein, das Böse zu entlarven. Der Geist „wird der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht“. Der Evangelist zeichnet das Bild eines großen Schwurgerichtes, wo das Böse, das auf die Zerstörung der Welt hinwirkt, entlarvt und demaskiert wird. Die Jünger sollen sich in ihrem Leben der Führung des Geistes überlassen. Man muss bei der Erforschung der Schrift genau hinsehen, um mithilfe des Geistes das Böse, das in der Welt wirkt, zu erkennen und mit der Liebe zu besiegen. Die schwere und faszinierende Aufgabe der Christen ist es auch heute noch, Propheten zu sein, die das Böse entlarven und vor allem mit ihrem Beispiel den Weg des Guten aufzeigen.


12/05/2015
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