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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Tobit 1,3; 2,1-9

Ich, Tobit, habe mich mein ganzes Leben lang an den Weg der Wahrheit und Gerechtigkeit gehalten, und ich habe den Brüdern aus meinem Stamm und meinem Volk, die mit mir zusammen in das Land der Assyrer nach Ninive gekommen waren, aus Barmherzigkeit viel geholfen.

Als ich heimkehrte und meine Frau Hanna und mein Sohn Tobias mir wiedergeschenkt waren, veranstaltete man mir zu Ehren am Pfingsttag - dem Fest der Sieben Wochen - ein Festmahl.

Ich setzte mich zu Tisch; als ich aber die vielen Speisen sah, sagte ich zu meinem Sohn: Geh zu unseren Brüdern, und wenn du einen Armen findest, der dem Herrn treugeblieben ist, bring ihn her; ich warte auf dich.

Er kam zurück und sagte: Auf dem Marktplatz liegt einer von unserem Volk, den man erdrosselt hat.

Ich sprang auf, noch ehe ich etwas gegessen hatte, und verbarg den Toten bis zum Sonnenuntergang in einer Hütte.

Nach meiner Rückkehr wusch ich mich und aß voll Trauer mein Mahl.

Ich erinnerte mich an das Wort des Propheten Amos: Eure Feste sollen sich in Trauer verwandeln und alle eure Freudenlieder in Totenklage. Und ich begann zu weinen.

Nach Sonnenuntergang ging ich hinaus, um ein Grab zu schaufeln, und begrub den Toten.

Meine Nachbarn aber sagten hämisch: Er hat schon gar keine Angst mehr, wegen dieser Tat hingerichtet zu werden. Eben erst hat er fliehen müssen, und schon begräbt er wieder die Toten.

Als ich ihn begraben hatte und in der Nacht nach Hause kam, legte ich mich an der Hofmauer zum Schlafen nieder, weil ich unrein geworden war. Mein Gesicht ließ ich unbedeckt,

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Gegenüber dem vorherigen Bericht führt uns dieser Abschnitt in die Vergangenheit zurück. Der Erzähler möchte Tobit als einen zweiten Hiob beschreiben: Nach dem schon erfahrenen Unglück kommt noch Schlimmeres hinzu. Am Pfingsttag, an dem die Israeliten an die Gabe des Gesetzes erinnern, bittet Tobit seinen Sohn Tobias, einige Arme zum Essen einzuladen, wie es das mosaische Gesetz vorsieht (vgl. Dtn 16,11). Nach seiner Rückkehr berichtet der Sohn von einer weiteren Hinrichtung; der Mann wurde erdrosselt und liegt nun mitten auf der Straße. Ohne Zögern erhebt sich Tobit vom Tisch, verlässt das Mahl und geht zum Ort, wo dieser Jude liegt, um ihn zu bestatten. Nach dem Begräbnis darf er nicht ins Haus zurückkehren, weil er die vom Gesetz vorgegebenen Reinigungsvorschriften einhalten muss (vgl. Num 19,14–16). Diese Geste der Liebe wird jedoch zur Ursache für das Unglück Tobits. Um die Ereignisse zu deuten, zitiert er einen Abschnitt des Propheten Amos gegen Bet-El, der seine Lage auch wirklich beschreibt: „Eure Feste sollen sich in Trauer verwandeln und alle eure Freudenlieder in Totenklage“ (Am 8,10). Der Text verwendet das Verb „sich verwandeln“ im Passiv, das bei Amos aktiv gebraucht („ich verwandle“) und Gott in den Mund gelegt wird. Doch Tobit weiß genau, dass nicht Gott das Böse schickt, wie es auch in der Haltung des Hiob zum Ausdruck kommt. Trotzdem bleibt ihm nicht das bittere Bewusstsein erspart, dass er trotz seiner Hilfe für die Armen ins Unglück geraten ist. Statt ihm zu helfen, verspotten ihn seine Nachbarn wegen seines zu hilfsbereiten Verhaltens. Diese Reaktion (in V. 8) ist typisch. Sie meinen, Tobit sollte schlau sein, mehr auf sich selbst achten und keine Zeit mit der Bestattung von Toten verlieren. Es ist eine zynische und ichbezogene Haltung, die leider verbreitet ist und letztlich den verachtet, der Barmherzigkeit zeigt.


01/06/2015
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