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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den heiligen Karl Lwanga, der zusammen mit zwölf Gefährten in Uganda den Märtyrertod erlitt (1886).


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Tobit 3,1-11.16-17

Da wurde ich traurig und begann zu weinen. In meinem Schmerz betete ich:

Herr, du bist gerecht, alle deine Wege und Taten zeugen von deiner Barmherzigkeit und Wahrheit; wahr und gerecht ist dein Gericht in Ewigkeit.

Denk an mich, und blick auf mich herab! Straf mich nicht für die Sünden und Fehler, die ich und meine Väter dir gegenüber begangen haben.

Sie haben nicht auf deine Gebote gehört. Darum hast du uns der Plünderung, der Gefangenschaft und dem Tod preisgegeben; bei allen Völkern, unter die wir zerstreut worden sind, hast du uns zum Gespött gemacht.

Auch jetzt treffen mich zu Recht deine harten Strafen, die du über mich kommen läßt wegen meiner und meiner Väter Sünden. Denn wir haben deine Gebote nicht gehalten und haben den Weg deiner Wahrheit verlassen.

Tu also mit mir, was dir gefällt. Laß meinen Geist von mir scheiden; laß mich sterben und zu Staub werden! Es ist besser für mich, tot zu sein als zu leben. Denn ungerechte Vorwürfe mußte ich anhören, und ich bin sehr betrübt. Laß mich jetzt aus meiner Not zur ewigen Ruhestatt gelangen! Wende deine Augen nicht von mir ab!

Am gleichen Tag geschah es, daß in Ekbatana in Medien Sara, die Tochter Raguëls, von den Mägden ihres Vaters ebenfalls beschimpft wurde.

Sie war mit sieben Männern verheiratet gewesen; doch der böse Dämon Aschmodai hatte sie alle getötet, bevor sie mit ihr geschlafen hatten. Die Mägde sagten zu ihr: Begreifst du denn nicht, daß du deine eigenen Männer erwürgst? Sieben hast du gehabt, doch kein einziger ist dir geblieben.

Mit welchem Recht also behandelst du uns so hart? Wenn sie schon sterben mußten, dann verschwinde du doch mit ihnen! Hoffentlich bekommen wir nie einen Sohn oder eine Tochter von dir zu sehen.

Als Sara das hörte, wurde sie so traurig, daß sie sich erhängen wollte. Aber sie dachte: Ich bin die einzige Tochter meines Vaters. Wenn ich das täte, wäre es eine große Schande für ihn, und ich wäre schuld daran, daß der alte Mann vor Kummer ins Grab sinkt.

Darum trat sie ans Fenster und betete: Gepriesen seist du, Herr, mein Gott. Gepriesen sei dein heiliger und ehrwürdiger Name in Ewigkeit. Alle deine Werke sollen dich ewig preisen.

Das Gebet beider, Tobits und Saras, fand Gehör bei der Majestät des großen Rafael.

Er wurde gesandt, um beide zu heilen: um Tobit von den weißen Flecken auf seinen Augen zu befreien und um Sara, die Tochter Raguëls, mit Tobits Sohn Tobias zu vermählen und den bösen Dämon Aschmodai zu fesseln. Denn Tobias sollte Sara zur Frau haben. Und Tobit kehrte zur gleichen Zeit in sein Haus zurück, als Sara, die Tochter Raguëls, aus ihrem Zimmer herabkam.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Tobit wird vom Schmerz erdrückt, doch er verschließt sich nicht in sich selbst, sondern erhebt seine Stimme in einem herzzerreißenden Gebet zu Gott. Es ist das erste von fünf Gebeten im Buch Tobit. Die Worte Tobits sind zunächst ein Lob auf den Herrn, auf seine Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Tobit dabei stellt die Gerechtigkeit Gottes nicht infrage, er preist sie sogar. Dann bittet er Gott, auf ihn zu blicken und Mitleid zu haben angesichts seiner Sünden und der Sünden der Väter, die zu vielen Tragödien und viel Leid geführt haben. In den strengen Worten Tobits erkennt man das Echo vieler Seiten der Schrift. Dies ist ein Beispiel dafür, wie hilfreich die Worte der Schrift für unser Gebet zum Herrn sein können. Wichtig ist auch, dass Tobit während des Gebets vom „ich“ zum „wir“ wechselt und sich so mit dem Schicksal seines ganzen Volkes identifiziert. Dieser Horizont sollte im Gebet des Gläubigen immer durchscheinen. Denn er steht niemals nur allein vor Gott, sondern immer in Verbindung mit einem Volk und einer Gemeinschaft, zu der er gehört und für die er immer die Hilfe und den Schutz des Herrn anrufen soll. Der Blick des Glaubens führt die traurige Lage Tobits und die des Volkes Gottes auf den Abfall von Gott und seinen Gesetzen zurück. Von Verzweiflung erschüttert bittet Tobit Gott wie es schon Moses (Num 11,15), Elija (1 Kön 19,41) und Jona (Jona 4,3.8) taten ihn besser sterben als in einer solchen Lage zu lassen: „Denn ungerechte Vorwürfe musste ich anhören, und ich bin sehr betrübt.“ Dagegen bittet Jesus in Getsemani, dass der Vater den bitteren Kelch des Todes an ihm vorübergehen lasse, vertraut sich jedoch ganz seinem Willen an. Die Bitte Tobits, „zur ewigen Ruhestatt“ zu gelangen, bedeutet schlicht und einfach, für immer begraben zu sein. Doch Tobit bittet den Herrn auch: „Wende deine Augen nicht von mir ab!“ Diese Bitte wird in Fülle durch die Offenbarung der Auferstehung erfüllt, die uns Jesus zunächst mit Worten und dann durch das Osterereignis verkünden wird.


03/06/2015
Gedenken an die Heiligen und die Propheten


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