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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den Propheten Elija, der in den Himmel entrückt wurde und Elischa seinen Mantel überließ.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Exodus 14,15-18

Der Herr sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Sag den Israeliten, sie sollen aufbrechen.

Und du heb deinen Stab hoch, streck deine Hand über das Meer, und spalte es, damit die Israeliten auf trockenem Boden in das Meer hineinziehen können.

Ich aber will das Herz der Ägypter verhärten, damit sie hinter ihnen hineinziehen. So will ich am Pharao und an seiner ganzen Streitmacht, an seinen Streitwagen und Reitern meine Herrlichkeit erweisen.

Die Ägypter sollen erkennen, daß ich der Herr bin, wenn ich am Pharao, an seinen Streitwagen und Reitern meine Herrlichkeit erweise.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Exodus 14 erzählt vom Durchzug durch das Meer, dem Beginn der langen Reise in das Gelobte Land, der ersten Etappe in der Freiheit. Der Pharao zürnt, weil er Sklaven verliert und eine solche Demütigung nicht ertragen kann. Das Böse will, dass wir Sklaven sind, weil es einzig und allein daran interessiert ist, den Menschen auszubeuten. Das Böse fängt uns im Netz seiner eigenen Konsequenzen. Es lässt die Angst wachsen, die lähmt, lässt das ägyptische Heer, das in all seiner Macht beschrieben wird, groß erscheinen, will den Weg in die Freiheit verstellen. Das kleine Volk Israel ist verängstigt, als es das ägyptische Heer nahen sieht, und schreit zum Herrn, klagt an, protestiert. Die Angst macht schwach. Israel verliert das Vertrauen auf die Kraft Gottes, es fühlt sich verloren und sehnt sich sogar zurück nach der Sklaverei in Ägypten. Gott auf dem Weg in die Freiheit zu folgen, ist, wie alle wahren Dinge, immer ein Kampf. Wie oft kapitulieren wir gleich bei der ersten Schwierigkeit, wie oft geben wir dem nach, was die Allgemeinheit denkt, und glauben nicht an die Gegenwart und die Obhut Gottes, der uns nicht verlässt! Das Volk wendet sich gegen Mose, es schreit ihn an: „Was hast du uns da angetan? Warum hast du uns aus Ägypten herausgeführt? Haben wir dir in Ägypten nicht gleich gesagt: Lass uns in Ruhe! Wir wollen Sklaven der Ägypter bleiben; denn es ist für uns immer noch besser, Sklaven der Ägypter zu sein, als in der Wüste zu sterben.“ Der Gottesmann Mose fordert das Volk Israel auf, zu glauben und Ruhe zu bewahren: Gott wird sein Volk in der Not nicht verlassen, sondern durch seine Macht erretten. „Fürchtet euch nicht!“ - Dieser Appell erklingt in der Bibel immer wieder, wenn Männer oder Frauen verängstigt sind. Auch Jesus fordert seine Jünger immer wieder dazu auf. Die Angst wird durch den Glauben überwunden. Im Glauben kann man gegen das Böse kämpfen – selbst dann, wenn dies unmöglich scheint.


20/07/2015
Gebet für den Frieden


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