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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Exodus 32,15-24.30-34

Mose kehrte um und stieg den Berg hinab, die zwei Tafeln der Bundesurkunde in der Hand, die Tafeln, die auf beiden Seiten beschrieben waren. Auf der einen wie auf der andern Seite waren sie beschrieben.

Die Tafeln hatte Gott selbst gemacht, und die Schrift, die auf den Tafeln eingegraben war, war Gottes Schrift.

Josua hörte das Lärmen und Schreien des Volkes und sagte zu Mose: Horch, Krieg ist im Lager.

Mose antwortete: Nicht Siegesgeschrei, auch nicht Geschrei nach Niederlage ist das Geschrei, das ich höre.

Als Mose dem Lager näher kam und das Kalb und den Tanz sah, entbrannte sein Zorn. Er schleuderte die Tafeln fort und zerschmetterte sie am Fuß des Berges.

Dann packte er das Kalb, das sie gemacht hatten, verbrannte es im Feuer und zerstampfte es zu Staub. Den Staub streute er in Wasser und gab es den Israeliten zu trinken.

Zu Aaron sagte Mose: Was hat dir dieses Volk getan, daß du ihm eine so große Schuld aufgeladen hast?

Aaron erwiderte: Mein Herr möge sich doch nicht vom Zorn hinreißen lassen. Du weißt doch, wie böse das Volk ist.

Sie haben zu mir gesagt: Mach uns Götter, die uns vorangehen. Denn dieser Mose, der Mann, der uns aus Ägypten heraufgeführt hat - wir wissen nicht, was mit ihm geschehen ist.

Da habe ich zu ihnen gesagt: Wer Goldschmuck trägt, soll ihn ablegen. Sie haben mir das Gold übergeben, ich habe es ins Feuer geworfen, und herausgekommen ist dieses Kalb.

Am folgenden Morgen sprach Mose zum Volk: Ihr habt eine große Sünde begangen. Jetzt will ich zum Herrn hinaufsteigen; vielleicht kann ich für eure Sünde Sühne erwirken.

Mose kehrte zum Herrn zurück und sagte: Ach, dieses Volk hat eine große Sünde begangen. Götter aus Gold haben sie sich gemacht.

Doch jetzt nimm ihre Sünde von ihnen! Wenn nicht, dann streich mich aus dem Buch, das du angelegt hast.

Der Herr antwortete Mose: Nur den, der gegen mich gesündigt hat, streiche ich aus meinem Buch.

Aber jetzt geh, führe das Volk, wohin ich dir gesagt habe. Mein Engel wird vor dir hergehen. Am Tag aber, an dem ich Rechenschaft verlange, werde ich über ihre Sünde mit ihnen abrechnen.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Gottes Zorn über die Sünde Israels überträgt sich auf Mose. In diesem Sinne hat der Prophet Teil an den Gefühlen Gottes selbst. Wie kann er dem Volk das Gesetz des Lebens geben, das er auf dem Berg Sinai empfangen hat? Der Herr spricht, und die Menschen hören nicht auf ihn, sondern suchen Sicherheit in einem Götzenbild. Jene Tafeln – Worte, die eigentlich in die Herzen eingemeißelt bleiben sollten – zerbrechen angesichts des Unglaubens und der Herzenshärte der Israeliten. Gegenüber dem Unglauben der Seinen ist Mose nicht zu Kompromissen bereit. Doch in Aaron, der selbst nicht ganz unschuldig ist an Israels Verrat, begegnet er einem Fürsprecher. Aaron findet Worte der Reue, als er seine Schuld eingesteht: die heimtückische Versuchung, den Ängsten nachzugeben, die Sehnsucht nach Sicherheit um jeden Preis, den praktischen Unglauben. Es gibt eine Solidarität im Bösen, die oft auch die Gläubigen oder sogar ein ganzes Volk erfasst wie Israel in der Wüste. Sie wird so überzeugend, dass sie bereit sind, ihr Gold herzugeben, nur um einen Götzen zu haben, der ihnen ein Gefühl der Sicherheit vermittelt. Die Götzenbilder stehlen das Herz und betrügen die Menschen um ihr Vertrauen. Auch deshalb brauchen wir immer einen Menschen wie Mose. Auch deshalb brauchen wir immer das Wort Gottes, um unsere Verstrickung in das Böse zu erkennen. Denn dann wächst eine Solidarität in der Fürbitte und im Gebet, wie Mose und Aaron beweisen. Jesus selbst wird zur Eintracht im Gebet mahnen, denn, so versichert er, wer einträchtig betet, erhält, worum er bittet: „Alles, was zwei von euch gemeinsam auf Erden erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18,19-20). Diese Kraft des Gebetes besitzt jede Gemeinschaft – auch wenn sie klein ist und nur aus zwei oder drei Personen besteht -, solange sie nur im Namen des Herrn zusammenkommt.


27/07/2015
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