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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Rut 2,1-3.8-11.13-17

Noomi hatte einen Verwandten von ihrem Mann her, einen Grundbesitzer; er war aus dem Geschlecht Elimelechs und hieß Boas.

Eines Tages sagte die Moabiterin Rut zu Noomi: Ich möchte aufs Feld gehen und Ähren lesen, wo es mir jemand erlaubt. Sie antwortete ihr: Geh, Tochter!

Rut ging hin und las auf dem Feld hinter den Schnittern her. Dabei war sie auf ein Grundstück des Boas aus dem Geschlecht Elimelechs geraten.

Boas sagte zu Rut: Höre wohl, meine Tochter, geh auf kein anderes Feld, um zu lesen; entfern dich nicht von hier, sondern halte dich an meine Mägde;

behalte das Feld im Auge, wo sie ernten, und geh hinter ihnen her! Ich werde meinen Knechten befehlen, dich nicht anzurühren. Hast du Durst, so darfst du zu den Gefäßen gehen und von dem trinken, was die Knechte schöpfen.

Sie sank vor ihm nieder, beugte sich zur Erde und sagte: Wie habe ich es verdient, daß du mich so achtest, da ich doch eine Fremde bin?

Boas antwortete ihr: Mir wurde alles berichtet, was du nach dem Tod deines Mannes für deine Schwiegermutter getan hast, wie du deinen Vater und deine Mutter, dein Land und deine Verwandtschaft verlassen hast und zu einem Volk gegangen bist, das dir zuvor unbekannt war.

So nahm Boas Rut zur Frau und ging zu ihr. Der Herr ließ sie schwanger werden, und sie gebar einen Sohn.

Da sagten die Frauen zu Noomi: Gepriesen sei der Herr, der es dir heute nicht an einem Löser hat fehlen lassen. Sein Name soll in Israel gerühmt werden.

Du wirst jemand haben, der dein Herz erfreut und dich im Alter versorgt; denn deine Schwiegertochter, die dich liebt, hat ihn geboren, sie, die mehr wert ist als sieben Söhne.

Noomi nahm das Kind, drückte es an ihre Brust und wurde seine Wärterin.

Die Nachbarinnen wollten ihm einen Namen geben und sagten: Der Noomi ist ein Sohn geboren. Und sie gaben ihm den Namen Obed. Er ist der Vater Isais, des Vaters Davids.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Kapitel beginnt und endet jeweils mit einem Gespräch zwischen Rut und Noomi im Haus. Dazwischen steht das Gespräch zwischen Rut und Boas. Die Freundschaft zwischen Noomi und Rut ist der Stoff, mit dem der Herr seinen Heilsplan verwirklicht. Das Feld der persönlichen Beziehungen, der Freundschaft und Solidarität ist gleichsam der bevorzugte Ort des göttlichen Handelns. Obwohl eine Frau und zudem eine Fremde, verhält sich Rut auf dem Acker des Boas wie ein unermüdlicher Arbeiter und legt zudem eine ganz außergewöhnliche Kühnheit an den Tag. Das kommt nicht von ungefähr, vielmehr erwächst ihre Entschlossenheit aus der Freundschaft. Die Bindung an Noomi ist so stark, dass sie sie die Initiative ergreifen lässt. Boas, einem reichen und angesehenen Mann, entgeht diese fremde Frau nicht, die sich bei der Arbeit auf seinen Ländereien so ungewöhnlich verhält. Während sonst der Mann auszieht, um sich eine Frau zu suchen, oder zumindest die Absicht hat, eine Braut für sich zu finden, geschieht bei Rut genau das Gegenteil: Boas sagt ihr, dass seine Diener ihr zu trinken geben werden, dass sie von dem Wasser trinken darf, das sie schöpfen. Er sagt ihr auch, was man sich über sie und über das Gute erzählt, das sie für Noomi getan hat. Boas behandelt sie von Anfang an anders: Er befiehlt seinen Knechten, sie zu respektieren, und behandelt sie, als ob sie bereits seine Frau wäre. Und nachdem er sie zum Bleiben aufgefordert hat, wundert sich Rut ihrerseits über das Interesse, aber vor allem über die Worte des Boas. „Wie du deinen Vater und deine Mutter, dein Land und deine Verwandtschaft verlassen hast“, sagt Boas zu ihr und greift damit die Worte von der Berufung Abrahams auf: „Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus“ (Gen 12,1). Weiter spricht er vom Trost der Liebe Gottes: „Der Herr, der Gott Israels, zu dem du gekommen bist, um dich unter seinen Flügeln zu bergen …“ Danach kehrt Rut in das Haus Noomis zurück, denn Noomi ist nach wie vor die Erste, der ihre Zuneigung und Sorge gilt. Noch ehe Rut ihr alles erzählt, segnet Noomi den, der auf sie Acht hatte, und bedient sich dabei einer religiösen Sprache, die indirekt auf Gott anspielt. Rut aber berichtigt sie und stellt klar, dass es um Boas geht. Noomi tut, als ob sie Ruts eher irdische Sichtweise nicht verstünde, und bezieht das Glück, das Rut zuteilgeworden ist, weiterhin auf den Herrn. Erst danach weist sie auf die Position, die Boas in der Familie einnimmt, und auf seine Funktion als „Goel“ oder „Ausgleicher“ hin. Als Noomi von der Gunst spricht, die Gott den Lebenden und den Toten erweist, hat sie neben sich selbst und Rut, die noch am Leben sind, ihrer beider verstorbene Ehemänner Elimelech und Kiljon im Sinn.


22/08/2015
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