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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an Pater Aleksandr Men, einen orthodoxen Priester aus Moskau, der 1990 grausam ermordet wurde.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Kolosser 3,1-11

Ihr seid mit Christus auferweckt; darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt.

Richtet euren Sinn auf das Himmlische und nicht auf das Irdische!

Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott.

Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.

Darum tötet, was irdisch an euch ist: die Unzucht, die Schamlosigkeit, die Leidenschaft, die bösen Begierden und die Habsucht, die ein Götzendienst ist.

All das zieht den Zorn Gottes nach sich.

Früher seid auch ihr darin gefangen gewesen und habt euer Leben davon beherrschen lassen.

Jetzt aber sollt ihr das alles ablegen: Zorn, Wut und Bosheit; auch Lästerungen und Zoten sollen nicht mehr über eure Lippen kommen.

Belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Taten abgelegt

und seid zu einem neuen Menschen geworden, der nach dem Bild seines Schöpfers erneuert wird, um ihn zu erkennen.

Wo das geschieht, gibt es nicht mehr Griechen oder Juden, Beschnittene oder Unbeschnittene, Fremde, Skythen, Sklaven oder Freie, sondern Christus ist alles und in allen.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Apostel erinnert die Christen von Kolossä daran, dass sie schon jetzt mit Christus auferweckt und daher von der Knechtschaft des Bösen und des Todes befreit wurden. Paulus weiß jedoch genau, dass der Kampf gegen Angst und Sünde noch nicht vorüber ist. Daher muss man mit Christus verbunden bleiben und nach dem streben, „was im Himmel ist“. Das ist kein unmögliches Unterfangen, denn das Ziel ist nicht weit entfernt und nicht unbekannt. Vom Jünger wird gefordert, bei Christus zu bleiben und das neue Leben zu stärken, das er uns geschenkt hat. Es geht wirklich darum, in uns die Kraft der Auferstehung wirksam werden zu lassen, an der wir Anteil erhalten haben. Deshalb ruft der Apostel dazu auf, unseren Sinn nicht auf das Irdische zu richten, dieses also nicht als endgültig anzusehen, damit wir unser Leben nicht auf seinem Altar opfern. Das Irdische ist flüchtig und vergänglich. Der Christ, der mit Jesus lebt, hat schon jetzt Anteil am Himmelreich. Als Glied des Leibes Christi ist er daher berufen, in seinem Alltag nach dem Evangelium zu leben und dadurch eine neue Schöpfung zu werden. In ihm ist bereits das Heil lebendig, wie Jesus selbst gesagt hat: „Amen, amen, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen“ (Joh 5,24). Wir wissen jedoch, dass das neue, von Christus geschenkte Leben noch verborgen ist und in Fülle erst am Ende der Zeiten offenbar wird. Von uns wird verlangt, es zu bewahren und zu pflegen, damit die Ankunft des Jüngsten Tages schnell herbeigeführt wird.


09/09/2015
Gedenken an die Heiligen und die Propheten


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