Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

change language
sie sind in: home - gebet - das tägliche gebet kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

Das tägliche Gebet


 
druckversion

Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an die Terroranschläge von 2001 in den USA. Gedenken an die Opfer von Terrorismus und Gewalt und Gebet für den Frieden.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der erste Brief an Timotheus 1,1-2.12-14

Paulus, Apostel Christi Jesu durch den Auftrag Gottes, unseres Retters, und Christi Jesu, unserer Hoffnung,

an Timotheus, seinen echten Sohn durch den Glauben. Gnade, Erbarmen und Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserem Herrn.

Ich danke dem, der mir Kraft gegeben hat: Christus Jesus, unserem Herrn. Er hat mich für treu gehalten und in seinen Dienst genommen,

obwohl ich ihn früher lästerte, verfolgte und verhöhnte. Aber ich habe Erbarmen gefunden, denn ich wußte in meinem Unglauben nicht, was ich tat.

So übergroß war die Gnade unseres Herrn, die mir in Christus Jesus den Glauben und die Liebe schenkte.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Nach der ersten Gefangenschaft in Rom (61-63) hatte Paulus während einer Missionsreise Timotheus in Ephesus als seinen Stellvertreter und Vorsteher der christlichen Gemeinde zurückgelassen. Paulus selbst hatte sich drei Jahre dort aufgehalten, von 54-57 (Apg 19). Vor seiner Rückreise nach Jerusalem hatte er sich von den Ältesten verabschiedet und sie zur Wachsamkeit ermahnt (Apg 20,31). Bei dieser Gelegenheit hatte er bereits vorhergesagt: „Und selbst aus eurer Mitte werden Männer auftreten, die mit ihren falschen Reden die Jünger auf ihre Seite ziehen“ (Apg 20,30). Er hatte Timotheus deshalb empfohlen, eine entschiedene Position gegenüber jenen zu beziehen, die Meinungen fern vom Evangelium kundtaten. Obwohl der Brief an Timotheus gerichtet ist, ist er für die gesamte Gemeinde bestimmt, die Gefahr läuft, sich durch falsche Lehrer von ihrer Berufung abbringen zu lassen. Paulus beruft sich auf seine apostolische Autorität und bittet alle, so auf Timotheus zu hören, als ob es sich um ihn selbst handeln würde. Er stellt so klar, welchen Sinn diese Autorität in der christlichen Gemeinde hat. Wer eine führende Stellung in der Gemeinde innehat, der hat die Aufgabe, sich in den Dienst der Einheit aller zu stellen und darüber zu wachen, dass der apostolischen Verkündigung die Treue gewahrt wird. Er muss sich denen in den Weg stellen, die Irrlehren verbreiten und muss mit seiner Predigt in erster Linie die Gemeinde aufbauen. Paulus beschreibt die Irrlehren nicht näher, aber er betont, welche Folgen diese nach sich ziehen. Das Aufkommen von Feindseligkeiten und Streitereien erschwert das Miteinander der Brüder und Schwestern und all das führt weg von Gott. Dass diese Irrlehren von Gott weg führen, ist der Beweis dafür, dass sie falsche Lehren sind. Das Evangelium ist den Brüdern und Schwestern der Gemeinde verkündet worden, damit die Liebe Gottes unter allen Menschen wächst. Diese Liebe entspringt nicht menschlichen Haltungen und lässt sich nicht nach unseren Maßstäben bemessen. Sie gründet vielmehr auf dem Wort Gottes. Ohne den Wunsch, diese Brüderlichkeit nach der Lehre des Evangeliums aufzubauen, verbreitet man nur leere Worthülsen, sagt der Apostel. An die Korinther schreibt er, dass wir ohne diese Liebe wie „dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke“ wären (1Kor 13,1). Dies ist immer dann der Fall, wenn wir unser Jünger-Sein vergessen und uns als „Gesetzeslehrer“ aufspielen. Stolz und Selbstsicherheit sind Keime, die das Leben der Gemeinde angreifen, weil sie es in seinem innersten Kern bedrohen, nämlich in der Liebe. Paulus erklärt, dass das Gesetz gut ist, da es zu dem Zweck verfasst wurde, dem Evangelium den Weg zu bereiten. An die Galater schreibt er: „So hat das Gesetz uns in Zucht gehalten bis zum Kommen Christi“ (Gal 3,24). Doch Paulus fügt hinzu, dass mit der Ankunft Jesu „das Ende des Gesetzes“ gekommen ist (Röm 10,4). Gewiss nützt es den Jüngern, doch nur, wenn es als Stütze verstanden wird, um dem Evangelium treu zu bleiben. Denn der aus der Sünde befreite Jünger Jesu wird in der Gemeinschaft aufgenommen. In dieser Liebe finden wir das Heil. Der Apostel, der weiß, dass das Gesetz für die Sünder ist, zählt eine Reihe dieser Sünder auf: Gesetzlose und Ungehorsame, Gottlose und Sünder, Menschen ohne Glauben und Ehrfurcht, Menschen, die Vater oder Mutter töten, Mörder, Unzüchtige, Knabenschänder, Menschenhändler, Menschen, die lügen und Meineid schwören. Das Gesetz wurde erlassen, um die zerstörerischen Instinkte zu bändigen, welche zu Taten des Bösen führen. Jeder von uns weiß, dass er ein Sklave seiner Instinkte ist. Deshalb ist es gut, das Gesetz nicht gering zu schätzen. Vielmehr ist es weitaus angebrachter, eine strenge Disziplin zu üben, um unsere Härte aufzubrechen, jähzornige Reaktionen zu vermeiden, böse und aggressive Gedanken nicht zur Gewohnheit werden zu lassen und dergleichen mehr. Das Evangelium der Liebe - das ja bei Weitem kein neues Gesetz ist - verlangt schon an sich eine Disziplin des Herzens, damit wir die Liebe, die der Herr in unsere Herzen eingegossen hat, nicht durch unsere Widerstände ersticken. Die Liebe des Herrn ist es, die uns rettet - vorausgesetzt, wir lassen sie in uns wirken. Das Evangelium, das Paulus anvertraut worden ist, bedeutet ebendies: die Befreiung vom Gesetz dadurch zu verkünden, dass man das Evangelium der Liebe annimmt. Wer sich daher für rechtschaffen und gegen das Böse gefeit hält, nehme sich in Acht, da er Gefahr läuft, die Freiheit der Liebe nicht anzunehmen. Sie allein kann unsere Komplizenschaft mit dem Bösen aufheben. Wer hingegen seine Sünde anerkennt und das Bedürfnis nach Rettung verspürt, wird die von Gott geschenkte Liebe annehmen und verstehen.


11/09/2015
Gedenken an den gekreuzigten Jesus


Veranstaltungen der woche
NOV
27
Sonntag 27 November
Liturgie des Sonntags
NOV
28
Montag 28 November
Gedenken an die Armen
NOV
29
Dienstag 29 November
Gedenken an die Mutter des Herrn
NOV
30
Mittwoch 30 November
Gedenken an die Apostel
DEZ
1
Donnerstag 1 Dezember
Gedenken an die Kirche
DEZ
2
Freitag 2 Dezember
Gedenken an den gekreuzigten Jesus
DEZ
3
Samstag 3 Dezember
Vorabend des Sonntags
DEZ
4
Sonntag 4 Dezember
Liturgie des Sonntags