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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Die Juden feiern den Jom Kippur (Versöhnungstag). Die Muslime feiern das Opferfest (Aid al-Adha).


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Dal libro di Esdra 9,5-9

All'offerta della sera mi alzai dal mio stato di prostrazione e, con il vestito e il mantello laceri, caddi in ginocchio e stesi le mani al Signore, mio Dio, e dissi:
"Mio Dio, sono confuso, ho vergogna di alzare la faccia verso di te, mio Dio, poiché le nostre iniquità si sono moltiplicate fin sopra la nostra testa; la nostra colpa è grande fino al cielo. Dai giorni dei nostri padri fino ad oggi noi siamo stati molto colpevoli, e per le nostre colpe noi, i nostri re, i nostri sacerdoti siamo stati messi in potere di re stranieri, in preda alla spada, alla prigionia, alla rapina, al disonore, come avviene oggi. Ma ora, per un po' di tempo, il Signore, nostro Dio, ci ha fatto una grazia: di lasciarci un resto e darci un asilo nel suo luogo santo, e così il nostro Dio ha fatto brillare i nostri occhi e ci ha dato un po' di sollievo nella nostra schiavitù. Infatti noi siamo schiavi; ma nella nostra schiavitù il nostro Dio non ci ha abbandonati: ci ha resi graditi ai re di Persia, per conservarci la vita ed erigere il tempio del nostro Dio e restaurare le sue rovine, e darci un riparo in Giuda e a Gerusalemme.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Rückkehr in das Gelobte Land ist keine Garantie für Unversehrtheit und Heil. Im Land der Väter zu wohnen erfordert Treue zu Gottes Wort. Das Exil, das das Volk Israel um sein Land gebracht hatte, war die Folge seines Verrats am Bund mit Gott gewesen. Dasselbe wiederholt sich nun in der Zeit Esras, der voller Bestürzung die Untreue seines Volkes erkennen muss. Dem Mann Gottes wird die Schändlichkeit nicht nur seiner eigenen Sünde, sondern auch der seines Volkes bewusst: „Mein Gott, ich schäme mich und wage nicht, die Augen zu dir, mein Gott, zu erheben. Denn unsere Vergehen sind uns über den Kopf gewachsen; unsere Schuld reicht bis zum Himmel.“ Das Wissen um die eigene Sünde ist ein Wesensmerkmal des gläubigen Menschen. Ohne das Wissen um das Böse und das Bewusstsein der eigenen Schuld gibt es keine Rettung. Das Gebet erwächst aus ebendiesem Bewusstsein, das das Leben des Gläubigen tagtäglich begleitet. Esra zeigt uns die Notwendigkeit auf, uns selbst zu prüfen und die unentgeltliche Liebe Gottes anzuerkennen, die uns alle zu Beschenkten und zu befreiten Sklaven macht: „Ja, wir sind Knechte. Aber auch in unserer Knechtschaft hat unser Gott uns nicht verlassen.“ Die Liebe Gottes ist größer als unsere Sünde. Sie verlangt jedoch von jedem von uns die Demut, sie anzuerkennen und uns nicht hinter unzähligen Rechtfertigungen zu verstecken. Esra weiß, dass Gott zumindest einen Rest seines Volkes übrig gelassen hat, die Überlebenden der Vertreibung. Sie und auch er selbst stehen nun „vor dir mit unserer Schuld“. Gott verlangt nicht, dass alle makellos vor ihm stehen – denn wer wäre dazu in der Lage? –, sondern dass sie imstande sind, ihre Sünde zu erkennen und ihn um Vergebung zu bitten.


23/09/2015
Gedenken an die Heiligen und die Propheten


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