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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den heiligen Kirchenvater Hieronymus, der 420 in Betlehem starb. Er übersetzte die Bibel ins Lateinische. Beten wir dafür, dass die Stimme der Schrift in jeder Sprache gehört werde.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Nehemia 2,1-8

Im Monat Nisan, im zwanzigsten Jahr des Königs Artaxerxes, nahm ich den Wein und reichte ihn dem König - mein Amt war es nämlich, für den Wein zu sorgen. Nie zuvor hatte der König mein Aussehen schlecht gefunden;

jetzt aber fragte er mich: Warum siehst du so schlecht aus? Du bist doch nicht etwa krank? Nein, du hast gewiß Kummer. Ich erschrak sehr;

dann sagte ich zum König: Der König möge ewig leben. Wie sollte ich nicht schlecht aussehen? Die Stadt, in der die Gräber meiner Väter sind, liegt in Trümmern, und ihre Tore sind vom Feuer verzehrt.

Der König erwiderte: Was möchtest du also? Da betete ich zum Gott des Himmels;

dann sagte ich zum König: Wenn du, König, es für gut findest und wenn du deinem Knecht vertraust, so sende mich nach Juda, damit ich die Stadt wieder aufbaue, in der die Gräber meiner Väter sind.

Darauf fragte mich der König, während die Königin neben ihm saß: Wie lang soll deine Reise dauern? Wann kommst du zurück? Ich nannte ihm eine bestimmte Zeit; der König war einverstanden und ließ mich ziehen.

Ich sagte dem König noch: Wenn der König es für gut findet, dann gebe man mir Briefe mit an die Statthalter des Gebiets jenseits des Stroms, damit sie mich bis nach Juda durchreisen lassen;

ferner einen Brief an Asaf, den Verwalter der königlichen Wälder: Er soll mir Bauholz liefern für die Tore der Tempelburg, für die Stadtmauer und für das Haus, in das ich ziehen will. Der König bewilligte es mir, weil die gütige Hand meines Gottes über mir war.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Nehemia macht sich Sorgen über den Zustand seines Volkes und seiner Stadt. Das Fehlen der Stadtmauern stellte bei jedem beliebigen feindlichen Angriff eine extreme Schwäche dar. Jede Stadt war immer mit Mauern befestigt. Eine Stadt ohne Mauern verlor auch ihren Sinn als Ort des sicheren Zusammenlebens. Dem Buch der Offenbarung zufolge wird nach dem Muster des Buches Ezechiel (Ez 48,30-35) die Heilige Stadt, die vom Himmel herabkommt, das himmlische Jerusalem, von Mauern umgeben sein: „Die Stadt hat eine große und hohe Mauer mit zwölf Toren und zwölf Engeln darauf. Auf die Tore sind Namen geschrieben: die Namen der zwölf Stämme der Söhne Israels“ (Offb 21,12). In den Prophetenbüchern, etwa bei Jesaja oder Jeremia, war Jerusalem der Inbegriff der von Gott bewohnten Stadt. Nach Psalm 87 stammen alle Menschen aus Jerusalem, denn es ist die Stadt Gottes und die Wohnstatt des Höchsten: „Doch von Zion wird man sagen: Jeder ist dort geboren. Er, der Höchste, hat Zion gegründet“ (Ps 87,5). Nun verstehen wir besser, weshalb Nehemia sich um eine Stadt sorgt, die ihre Sicherheit eingebüßt hat und die Zeichen der Zerstörung und Trostlosigkeit an sich trägt. Doch sein Vorhaben ist nicht einfach. Zuerst muss der Perserkönig Artaxerxes gewonnen werden, was sich als ein leichtes Unterfangen erweist. Anders als die Babylonier war das persische Reich den eroberten Völkern gegenüber tolerant und versuchte sogar durch Zugeständnisse, die die Religionsausübung der einzelnen Völker begünstigten, die Einheit zu bewahren. Dementsprechend positiv sind auch die Anweisungen, die Artaxerxes auf Nehemias Gesuch hin trifft: Er darf nach Jerusalem zurückkehren und erhält den Auftrag, die Mauern der Stadt wiederaufzubauen. Schwierigkeiten bereiten ihm dagegen die benachbarten Volksstämme, vermutlich also diejenigen Personen, die in Nehemia eine Gefahr für das Gleichgewicht verschiedener Mächte sahen, das sich nach dem Zusammenbruch des Reiches Juda und der Zerstörung Jerusalems herausgebildet hatte: Sanballat, der Statthalter von Samaria, Tobija, der mit den Ammonitern zu tun hatte, und Geschem, der Araber. Hier zeichnet sich ein Konflikt ab, der vor allem die erste Phase der nachexilischen Epoche kennzeichnet, in der die Bewohner Judäas, die zum Teil aus Babylon zurückgekehrt waren, versuchten, ihr religiöses und bürgerliches Leben wiederaufzubauen. Dieses Kapitel zeigt uns, wie schwierig es für ein kleines Volk ist, einen Lebensraum zu finden und seinem Glauben Ausdruck zu verleihen, wenn dieser Glaube zu Unrecht als Bedrohung und Gefahr und nicht als Bereicherung und Stärkung des Miteinanders gesehen wird.


30/09/2015
Gedenken an die Heiligen und die Propheten


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