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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Baruch 1,15-22

Sprecht: Der Herr, unser Gott, ist im Recht; uns aber treibt es bis heute die Schamröte ins Gesicht, den Leuten von Juda und den Bewohnern Jerusalems,

unseren Königen und Beamten, unseren Priestern und Propheten und unseren Vätern;

denn wir haben gegen den Herrn gesündigt

und ihm nicht gehorcht. Wir haben auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes, nicht gehört und die Gebote nicht befolgt, die der Herr uns vorgelegt hat.

Von dem Tag an, als der Herr unsere Väter aus Ägypten herausführte, bis auf den heutigen Tag waren wir ungehorsam gegen den Herrn, unseren Gott. Wir hörten sehr bald nicht mehr auf seine Stimme.

So hefteten sich an uns das Unheil und der Fluch, den der Herr durch seinen Diener Mose androhen ließ am Tag, als er unsere Väter aus Ägypten herausführte, um uns ein Land zu geben, in dem Milch und Honig fließen, und so ist es noch heute.

Wir haben nicht auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes, gehört und auf alle Reden der Propheten, die er zu uns gesandt hat.

Jeder von uns folgte der Neigung seines bösen Herzens; wir dienten anderen Göttern und taten, was dem Herrn, unserem Gott, mißfällt.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Verfasser dieses kleinen Buches, das Baruch, das dem Gefährten und Schreiber des Jeremias zugeschrieben wird, gehörte vermutlich einer Gruppe von spirituellen Männern an, die das Gesetz besonders verehrten: den “Basidim”. Sie hofften unerschütterlich auf ein direktes rettendes Eingreifen Gottes in die Geschichte. Ihre bevorzugte ‘Waffe’ war das vertrauensvolle Gebet. Sie fühlten sich dem ganzen Volk Israel zutiefst verbunden und betrachteten die traurige Lage des Volkes als eine Folge der Sünden voriger Generationen. Ihnen ist bewusst, dass sie eine Minderheit sind, doch sie sind davon überzeugt, vor Gott das gesamte Volk zu repräsentieren. Sie fühlen sich nicht als eine unnahbare und unbeteiligte Elite. Deshalb halten sie eine Art Gewissenserforschung und gedenken der großen Taten, die Gott für sein Volk Israel vollbracht hat. Der Prophet scheint eine kollektive Gewissenserforschung betreiben zu wollen und erinnert auch an die Schuld des Volkes, das die Gebote des Herrn missachtet hat. Die traurige Lage, in der das Volk sich befindet, ist die Folge des Ungehorsams gegenüber Gott und seinem Gesetz: „Von dem Tag an, als der Herr unsere Väter aus Ägypten herausführte, bis auf den heutigen Tag waren wir ungehorsam gegen den Herrn, unseren Gott. Wir hörten sehr bald nicht mehr auf seine Stimme“ (V.19). Deutlich zeigt der Prophet, wo die Wurzel der Übel liegt, die Israel treffen. Ganz offenkundig sollen seine Worte dem Volk die begangene Sünde bewusst machen, damit es sich Neuem zum Herrn bekehrt. Denn das, so scheint er sagen zu wollen, ist nicht schwierig: Das Schuldbekenntnis geht mit der Erzählung von der unvorstellbaren Liebe einher, mit der Gott sein auserwähltes Volk liebt. Die Worte des Propheten sollen die Israeliten dazu bringen, sich von dieser so großen Liebe anrühren zu lassen und ihr Leben zu ändern. Sie sollen nicht nur der Faszination der Nachbarvölker widerstehen, die Israel tatsächlich immer wieder in Versuchung führt, sondern sind eingeladen, sich ein weiteres Mal von einer so außergewöhnlichen Liebe wie der ihres Gottes anziehen zu lassen. Deshalb schützt das Gedächtnis seiner Liebe gemeinsam mit dem regelmäßigen Hören auf die Heilige Schrift, die dieses Gedächtnis bewahrt, vor dem Vergessen und vor der heimtückischen Anziehungskraft der benachbarten Völker. Außerdem aber bewegt es den Herrn dazu, einzugreifen, wie er es immer getan hat.


02/10/2015
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