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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jona 1,1-16; 2,1.11

Das Wort des Herrn erging an Jona, den Sohn Amittais:

Mach dich auf den Weg, und geh nach Ninive, in die große Stadt, und droh ihr (das Strafgericht) an! Denn die Kunde von ihrer Schlechtigkeit ist bis zu mir heraufgedrungen.

Jona machte sich auf den Weg; doch er wollte nach Tarschisch fliehen, weit weg vom Herrn. Er ging also nach Jafo hinab und fand dort ein Schiff, das nach Tarschisch fuhr. Er bezahlte das Fahrgeld und ging an Bord, um nach Tarschisch mitzufahren, weit weg vom Herrn.

Aber der Herr ließ auf dem Meer einen heftigen Wind losbrechen; es entstand ein gewaltiger Seesturm, und das Schiff drohte auseinanderzubrechen.

Die Seeleute bekamen Angst, und jeder schrie zu seinem Gott um Hilfe. Sie warfen sogar die Ladung ins Meer, damit das Schiff leichter wurde. Jona war in den untersten Raum des Schiffes hinabgestiegen, hatte sich hingelegt und schlief fest.

Der Kapitän ging zu ihm und sagte: Wie kannst du schlafen? Steh auf, ruf deinen Gott an; vielleicht denkt dieser Gott an uns, so daß wir nicht untergehen.

Dann sagten sie zueinander: Kommt, wir wollen das Los werfen, um zu erfahren, wer an diesem unserem Unheil schuld ist. Sie warfen das Los, und es fiel auf Jona.

Da fragten sie ihn: Sag uns, was treibst du für ein Gewerbe, und woher kommst du, aus welchem Land und aus welchem Volk?

Er antwortete ihnen: Ich bin ein Hebräer und verehre Jahwe, den Gott des Himmels, der das Meer und das Festland gemacht hat.

Da bekamen die Männer große Angst und sagten zu ihm: Warum hast du das getan? Denn sie erfuhren, daß er vor Jahwe auf der Flucht war; er hatte es ihnen erzählt.

Und sie sagten zu ihm: Was sollen wir mit dir machen, damit das Meer sich beruhigt und uns verschont? Denn das Meer wurde immer stürmischer.

Jona antwortete ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer, damit das Meer sich beruhigt und euch verschont. Denn ich weiß, daß dieser gewaltige Sturm durch meine Schuld über euch gekommen ist.

Die Männer aber ruderten mit aller Kraft, um wieder an Land zu kommen; doch sie richteten nichts aus, denn das Meer stürmte immer heftiger gegen sie an.

Da riefen sie zu Jahwe: Ach Herr, laß uns nicht untergehen wegen dieses Mannes, und rechne uns, was wir jetzt tun, nicht als Vergehen an unschuldigem Blut an. Denn wie du wolltest, Herr, so hast du gehandelt.

Dann nahmen sie Jona und warfen ihn ins Meer, und das Meer hörte auf zu toben.

Da ergriff die Männer große Furcht vor Jahwe und sie schlachteten für Jahwe ein Opfer und machten ihm viele Gelübde.

Der Herr aber schickte einen großen Fisch, der Jona verschlang. Jona war drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches,

Da befahl der Herr dem Fisch, Jona ans Land zu speien.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Dieses Wort, das Gott an ihn gerichtet hatte, muss für Jona paradox geklungen haben. Wie konnte er denn nach Ninive gehen, der Hauptstadt des großen und mächtigen Herrschaftsgebiets der Assyrer, die das Königreich Israel 721 v. Chr. zerstört und viele seiner Bewohner verschleppt hatten? Wieso sollten diese erbitterten Feinde Israels auf sein Wort hören? Der Prophet ist sich absolut sicher: Diese so gewalttätigen Feinde werden seine armselige Predigt keinesfalls anhören. Jona hat also triftige Gründe, vor Gottes Gebot zu fliehen und nicht nach Ninive, sondern genau in die entgegengesetzte Richtung zu gehen. Was für ein Unterschied zu Abraham, der dem Ruf Gottes unverzüglich folgt, obwohl er nicht nur nicht alles verstanden hat, sondern auch nicht wirklich weiß, was ihn erwartet! Jona versteht den Ruf, aber er hat Angst, und deshalb ergreift er die Flucht. Doch seine Flucht wird zur Tragödie für ihn selbst und für die unglücklichen Seeleute auf jenem Schiff, die paradoxerweise ebenjenen Herrn anrufen, den sie nicht kennen und vor dem Jona flieht. Jonas Problem war, dass er über die Grenzen seiner Routine, über die vertrauten Bereiche und über die Regionen hinausgehen musste, die er vermutlich kannte wie seine Westentasche. Gott rief ihn aus alledem heraus. Wir könnten diesen Ruf, der an Jona ergeht, auch auf uns selbst beziehen. Auch wir sind, wie Papst Franziskus uns vor Augen hält, dazu berufen, in die räumlichen und existenziellen Randgebiete der modernen Städte hinauszugehen. Auch wir haben Angst davor, auf eine komplexe Welt zuzugehen, die wir zudem kaum kennen. Jonas Widerstreben ist uns also nur allzu vertraut, und diese Angst ist ja auch verständlich. Doch diese Angst sperrt nicht nur uns selbst in unseren Horizont ein, sondern – und das ist dramatisch – verstellt auch dem Wort Gottes den Weg. Dann aber droht die Verkündigung der Frohbotschaft gefangen zu bleiben in unserer eigenen Welt, unserer eigenen Gruppe, unserer eigenen Ethnie, unserem eigenen Volk. Endlich leistet Jona dem Ruf Gottes Folge und macht sich auf den Weg in die große Stadt. Er entgeht nicht nur dem Schiffbruch, bei dem ihn die Macht des Bösen verschlingen wollte, sondern lässt zu, dass das Wort Gottes wirkt und das große Ninive verändert. Damit ist er ein Vorbild für uns alle. An alle ergeht der Ruf des Herrn, hinauszugehen in die Randgebiete.


05/10/2015
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