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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jona 4,1-11

Das mißfiel Jona ganz und gar, und er wurde zornig.

Er betete zum Herrn und sagte: Ach Herr, habe ich das nicht schon gesagt, als ich noch daheim war? Eben darum wollte ich ja nach Tarschisch fliehen; denn ich wußte, daß du ein gnädiger und barmherziger Gott bist, langmütig und reich an Huld und daß deine Drohungen dich reuen.

Darum nimm mir jetzt lieber das Leben, Herr! Denn es ist für mich besser zu sterben als zu leben.

Da erwiderte der Herr: Ist es recht von dir, zornig zu sein?

Da verließ Jona die Stadt und setzte sich östlich vor der Stadt nieder. Er machte sich dort ein Laubdach und setzte sich in seinen Schatten, um abzuwarten, was mit der Stadt geschah.

Da ließ Gott, der Herr, einen Rizinusstrauch über Jona emporwachsen, der seinem Kopf Schatten geben und seinen Ärger vertreiben sollte. Jona freute sich sehr über den Rizinusstrauch.

Als aber am nächsten Tag die Morgenröte heraufzog, schickte Gott einen Wurm, der den Rizinusstrauch annagte, so daß er verdorrte.

Und als die Sonne aufging, schickte Gott einen heißen Ostwind. Die Sonne stach Jona auf den Kopf, so daß er fast ohnmächtig wurde. Da wünschte er sich den Tod und sagte: Es ist besser für mich zu sterben als zu leben.

Gott aber fragte Jona: Ist es recht von dir, wegen des Rizinusstrauches zornig zu sein? Er antwortete: Ja, es ist recht, daß ich zornig bin und mir den Tod wünsche.

Darauf sagte der Herr: Dir ist es leid um den Rizinusstrauch, für den du nicht gearbeitet und den du nicht großgezogen hast. Über Nacht war er da, über Nacht ist er eingegangen.

Mir aber sollte es nicht leid sein um Ninive, die große Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen leben, die nicht einmal rechts und links unterscheiden können - und außerdem so viel Vieh?

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Nach der Bekehrung der Bewohner von Ninive, die durch die Predigt des Jona möglich geworden ist, schildert uns der Verfasser die Reaktion des Propheten. Jona ist enttäuscht vom Verhalten des Herrn, der seine Drohung, die Stadt zu zerstören, nicht wahr gemacht hat, und er macht seinem Zorn Luft. Doch Gott ruft mit dem Gleichnis vom Rizinusstrauch auch Jona dazu auf, sich zu bekehren, das heißt, Gottes barmherziges Antlitz zu erkennen und ihm zu begegnen. Jona hatte nicht gewollt, dass der Herr seine Meinung über Ninive ändert. Für ihn ist es – wie übrigens für viele, auch gläubige Menschen – undenkbar, dass Gott mit einer gewalttätigen und bösen Stadt Mitleid hat. Die Einwohner dieser Stadt, die für die Zerstörung Israels verantwortlich war, konnten doch unmöglich rehabilitiert werden – das denken zumindest Jona und, so könnten wir hinzufügen, auch die notorischen Pessimisten oder „Unglückspropheten“, wie Johannes XXIII. sie genannt hat. Genau das aber ist das Paradoxe an dem soeben gehörten Text: Während Gott das Böse reut, dass er Ninive angedroht hatte, löst ebendiese Reue bei Jona Missfallen und Traurigkeit aus. Dieser Gott ist einfach zu barmherzig und gütig! Es gibt nur allzu viele Menschen, die wie Jona lieber einen Gott hätten, der die Bösen bestraft und, natürlich, die Gerechten belohnt. Auch wir ‘backen’ uns gerne einen solchen Gott, wir schaffen ihn uns: nach unserem Bild und uns ähnlich. Menschen, die es gewohnt sind, sich für gut und gerecht zu halten, fällt es schwer, das Mitleid und Erbarmen Gottes vor allem denen gegenüber zu akzeptieren, die Böses tun. Die Menschen, die Jesus von der Feindesliebe sprechen hörten (Mt 5,43-48), hatten das gleiche Problem mit diesem Gott, der seine Sonne „über Bösen und Guten“ aufgehen und es „über Gerechte und Ungerechte“ regnen lässt (vgl. Mt 5,45). Die erste Form der Liebe besteht darin, Propheten zu sein, niemandem das Wort Gottes vorzuenthalten und sich an alle zu wenden, damit seine Barmherzigkeit alle erreicht und Böses in Gutes verwandelt.


07/10/2015
Gedenken an die Heiligen und die Propheten


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