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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Römer 3,21-30

Jetzt aber ist unabhängig vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes offenbart worden, bezeugt vom Gesetz und von den Propheten:

die Gerechtigkeit Gottes aus dem Glauben an Jesus Christus, offenbart für alle, die glauben. Denn es gibt keinen Unterschied:

Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren.

Ohne es verdient zu haben, werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus.

Ihn hat Gott dazu bestimmt, Sühne zu leisten mit seinem Blut, Sühne, wirksam durch Glauben. So erweist Gott seine Gerechtigkeit durch die Vergebung der Sünden, die früher, in der Zeit seiner Geduld, begangen wurden;

er erweist seine Gerechtigkeit in der gegenwärtigen Zeit, um zu zeigen, daß er gerecht ist und den gerecht macht, der an Jesus glaubt.

Kann man sich da noch rühmen? Das ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das der Werke? Nein, durch das Gesetz des Glaubens.

Denn wir sind der Überzeugung, daß der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabhängig von Werken des Gesetzes.

Ist denn Gott nur der Gott der Juden, nicht auch der Heiden? Ja, auch der Heiden,

da doch gilt: Gott ist «der Eine». Er wird aufgrund des Glaubens sowohl die Beschnittenen wie die Unbeschnittenen gerecht machen.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Im Vorfeld hat Paulus erklärt, dass Gott seine Gerechtigkeit geoffenbart hat, diese aber von den Menschen nicht angenommen worden ist. Die Heiden haben sie weder in den Zeichen der Schöpfung noch in ihrem Gewissen erkannt. Israel hingegen hat zwar das Gesetz empfangen, daraus aber kein Mittel, Gott mit ganzem Herzen anzuhängen, sondern ein Instrument der Rechtfertigung seiner selbst gemacht. Israel stellt, so Paulus, unter den Völkern keine Ausnahme dar, denn vor Gott sind alle Menschen gleich. Der Status des auserwählten Volkes ist mithin kein Privileg, dessen man sich rühmen könnte, sondern eine Wahl, die eine Antwort der Liebe verlangt. Wenn Israel nicht antwortet, verrät es den Bund. Trotz des Verrats aber löst Gott den Bund mit Israel nicht. Es bleibt das auserwählte Volk, aber nicht, weil es selbst so treu wäre, sondern weil Gott treu ist. Gottes niemals nachlassende Liebe ist das Leitmotiv, das die gesamte Geschichte Israels durchzieht und seinen Höhepunkt erreicht, als Jesus aus Liebe sein Leben hingibt. Paulus ermahnt die Christen von Rom, das Gesetz nicht gering zu schätzen. Vor allem aber fordert er sie auf, den neuen Bund, den Gott durch den Glauben an Christus mit allen Menschen geschlossen hat, von ganzem Herzen zu lieben. Dieser Bund ist neu, weil er sich nicht auf das Gesetz, sondern auf den Glauben gründet: „Denn wir sind der Überzeugung, dass der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabhängig von Werken des Gesetzes.“ Der Glaube, der dem Volk des ersten Bundes unentgeltlich geschenkt worden ist, wird nun durch Jesus allen Menschen gleich welcher Sprache und Nation angeboten. Deshalb kann Paulus sagen, dass das Gesetz nicht außer Kraft gesetzt wird. Gleichwohl aber wird der neue Heilsweg aufgezeigt, der sich auf den Glauben gründet.


15/10/2015
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