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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den heiligen Johannes von Damaskus, der als Kirchenvater und Mönch im achten Jahrhundert in Damaskus gelebt hat. Gebet für die Christen in Syrien.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jesaja 29,17-24

Nur noch kurze Zeit, dann verwandelt sich der Libanon in einen Garten, und der Garten wird zu einem Wald. An jenem Tag hören alle, die taub sind, sogar Worte, die nur geschrieben sind, und die Augen der Blinden sehen selbst im Dunkeln und Finstern. Die Erniedrigten freuen sich wieder über den Herrn, und die Armen jubeln über den Heiligen Israels. Denn der Unterdrücker ist nicht mehr da, der Schurke ist erledigt, ausgerottet sind alle, die Böses tun wollen, die andere als Verbrecher verleumden, die dem Richter, der am Tor sitzt, Fallen stellen und den Unschuldigen um sein Recht bringen mit haltlosen Gründen. Darum - so spricht der Herr zum Haus Jakob, der Herr, der Abraham losgekauft hat: Nun braucht sich Jakob nicht mehr zu schämen, sein Gesicht muß nicht mehr erbleichen. Wenn das Volk sieht, was meine Hände in seiner Mitte vollbringen, wird es meinen Namen heilighalten. Es wird den Heiligen Jakobs als heilig verehren und erschrecken vor Israels Gott. Dann kommen die Verwirrten zur Einsicht, und wer aufsässig war, läßt sich belehren.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Mit diesen Worten beschließt Jesaja das Kapitel, das Jerusalem gewidmet ist und in dem seinem Volk die Strafe für dessen geistige Erblindung angekündigt wird. Als wolle er der Tragik der beschriebenen Situation etwas entgegensetzen, beschreibt er die Zukunft des großen Werkes der Verwandlung der Menschheit. Bis zum Einschreiten des Herrn wird es nicht mehr lange dauern: „Nur noch kurze Zeit". Auf uns bezogen könnte man sagen, dass „nur noch kurze Zeit" bis zur Geburt Jesu fehlt. Die anschaulichen Worte des Propheten wollen uns gleichsam mit Händen greifen lassen, was durch das Eingreifen Gottes geschehen wird: „… dann verwandelt sich der Libanon in einen Garten und der Garten wird zu einem Wald". Auch die Schöpfung wird also von der Veränderung des Herzens der Menschen profitieren. Die Menschen werden auf der Erde leben, ohne sie zu entstellen, ohne sie für die eigenen egozentrischen Interessen zu missbrauchen. Der Prophet erklärt, dass das Volk gegenüber dem Wort Gottes nicht mehr taub ist und die Augen schließlich für die treue Liebe, die Gott für dieses Volk zeigt, öffnen wird. Es ist das Volk der Demütigen, das den Herrn als seine einzige Führung anerkennt und hierin, so betont der Prophet, Abraham gleicht. Und es ist das Volk der Armen, das sich darüber freut, die Nähe des Heiligen Israels zu verspüren. Ja, das Volk der Demütigen, nämlich die Gläubigen, und das Volk der Armen, der Schwachen, werden sich in der neuen Welt Gottes miteinander vereinen. Dort werden der Tyrann und der Hochmütige zu Fall kommen und all jene werden beseitigt sein, die Missetaten aushecken und ihren Mitmenschen Fallen stellen. Um dieses neue Reich aufzurichten, kommt Gott unter die Menschen. Deshalb „braucht sich Jakob nicht mehr zu schämen, sein Gesicht muss nicht mehr erbleichen. Wenn das Volk sieht, was meine Hände in seiner Mitte vollbringen, wird es meinen Namen heilig halten." Die Gläubigen und mit ihnen alle Menschen werden die guten Werke des Heils und der Rettung sehen. Obwohl sie demütig und schwach sind, werden die Gläubigen nicht erröten. Mehr noch, sie werden sich freuen über die Werke, die der Herr mitten unter den Menschen vollbracht hat.


04/12/2015
Gedenken an den gekreuzigten Jesus


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