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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Beginn der Gebetswoche für die Einheit der Christen. Besonderes Gedenken an die katholische Kirche.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das erste Buch Samuel 15,16-23

Da sagte Samuel zu Saul: Hör auf! Ich will dir verkünden, was der Herr mir heute Nacht gesagt hat. Saul antwortete: Sprich! Samuel sagte: Bist du nicht, obwohl du dir gering vorkommst, das Haupt der Stämme Israels? Der Herr hat dich zum König von Israel gesalbt. Dann hat dich der Herr auf den Weg geschickt und gesagt: Geh und weihe die Amalekiter, die Übeltäter, dem Untergang; kämpfe gegen sie, bis du sie vernichtet hast. Warum hast du nicht auf die Stimme des Herrn gehört, sondern hast dich auf die Beute gestürzt und getan, was dem Herrn mißfällt? Saul erwiderte Samuel: Ich habe doch auf die Stimme des Herrn gehört; ich bin den Weg gegangen, auf den der Herr mich geschickt hat; ich habe Agag, den König von Amalek, hergebracht und die Amalekiter dem Untergang geweiht. Aber das Volk hat von der Beute einige Schafe und Rinder genommen, das Beste von dem, was dem Untergang geweiht war, um es dem Herrn, deinem Gott, in Gilgal zu opfern. Samuel aber sagte: Hat der Herr an Brandopfern und Schlachtopfern das gleiche Gefallen wie am Gehorsam gegenüber der Stimme des Herrn? Wahrhaftig, Gehorsam ist besser als Opfer, Hinhören besser als das Fett von Widdern. Denn Trotz ist ebenso eine Sünde wie die Zauberei, Widerspenstigkeit ist ebenso (schlimm) wie Frevel und Götzendienst. Weil du das Wort des Herrn verworfen hast, verwirft er dich als König.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Zu Beginn des Abschnitts erinnert Samuel Saul daran, welche Bedeutung die königliche Salbung hat, nämlich dem Herrn zu „gehorchen" (oder auf ihn zu hören, „shemà") (1 Sam 15,1). Das Wort „shemà" im Munde Samuels bedeutet, dass Saul sowohl die alte Tradition als auch das Wort des Propheten beachten muss. Der König ist gerufen, auf den Herrn und auf den Propheten zu hören. Nach diesem Aufruf zum Zuhören trägt Samuel dem Saul auf, die Amalekiter zu zerstören, ohne irgendjemanden zu verschonen, weil sie sich immer wieder Israel widersetzt haben. Dieser Befehl ist schwer zu verstehen, wenn man ihn losgelöst von der Mentalität der damaligen Zeit betrachtet, doch er offenbart die Radikalität des Handelns Gottes. Saul gehorcht und schlägt die Amalekiter. Er führt aber den Befehl, sie völlig zu vernichten, nicht wortgetreu aus, auch weil er dem Volk gefallen will. Alles Wertlose aus ihrer Beute weihten sie dem Untergang und Agag, den König der Amalekiter, schonten sie. In der Nacht erhält Samuel eine Vision, in der Gott selbst zu ihm sagt: „Es reut mich, dass ich Saul zum König gemacht habe" (1 Sam 15,11). Der Herr bedauert, dass er Saul ausgewählt hat und nimmt seine Wahl zurück, weil er nicht gehorcht hat. Saul kann weiterhin das Amt des Königs innehaben, aber er ist nicht mehr der Gott gehorsame König, und deswegen ist er auch nicht mehr Samuels König. In der Begegnung zwischen Samuel und Saul nach der Schlacht versucht Saul seine Treue dem Herrn gegenüber zu erklären. Samuel weiß jedoch, wie die Dinge stehen. Hintersinnig fragt er Saul nach dem Blöken der Schafe und dem Gebrüll der Rinder, das ihm zu Ohren kommt. Saul versucht sich zu verteidigen und er beschuldigt das Volk, die Beute genommen zu haben. Er will seine eigene Schuld nicht eingestehen und beschuldigt deswegen andere. Hier findet sich die Logik des Stolzes, die von Beginn der menschlichen Geschichte an, als Adam Eva für seinen Ungehorsam beschuldigte, das Herz desjenigen Menschen unterjocht, der Gott nicht gehorchen will. Der Prophet weist die Rechtfertigung Sauls zurück und beschuldigt ihn des Ungehorsams. Zudem erinnert er ihn daran, dass er alles dem Herrn schuldet, denn dieser hatte ihn erwählt und gesalbt, damit er nur auf seine Stimme hört und nur ihm gehorcht. Saul dagegen hat sich für seine Unabhängigkeit entschieden. Er hört zu, aber nur soweit es ihm entgegenkommt. Samuel erinnert ihn daran: „Hat der Herr an Brandopfern und Schlachtopfern das gleiche Gefallen wie am Gehorsam gegenüber der Stimme des Herrn? Wahrhaftig, Gehorsam ist besser als Opfer, Hinhören besser als das Fett von Widdern." Sauls Reaktion darauf ist ehrlich. Er gibt zu, dass er auf das Volk und nicht auf den Herrn – oder Samuel – gehört hat. Aber das genügt nicht. Der Spruch des Herrn ist endgültig. Saul richtet einen letzten verzweifelten Appell an Samuel und greift nach dem Zipfel seines Mantels – doch umsonst (1 Sam 15,27). Die Herrschaftswürde ist Saul entrissen. Samuel bestätigt ihm, dass sie „einem anderen, der besser ist als du" (1 Sam 15,28) gegeben wird. David wird nicht erwähnt, aber die Anspielung ist deutlich. Nach Samuels Reaktion scheint Saul sich in das Unvermeidliche zu fügen (1 Sam 15,30). Er gesteht noch einmal seine Schuld und fleht Samuel an, ihm zu erlauben, in den Augen der Ältesten seines Volkes sein Gesicht wahren zu können. Samuel erhört ihn. Doch die Frömmigkeit Sauls ist von einem tiefen Ungehorsam durchzogen, der das Wort Gottes unwirksam macht. So ist es Samuel, der die Amalekiter völlig vernichtet und so zu Ende führt, was Saul nicht hatte tun wollen.


18/01/2016
Gebet für den Frieden


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