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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gebet für die Einheit der Kirchen. Besonderes Gedenken an die christlichen Gemeinden in Afrika.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das zweite Buch Samuel 1,1-4.11-12.17.19.19-27

Als David nach dem Tod Sauls von seinem Sieg über die Amalekiter zurückgekehrt war und sich zwei Tage lang in Ziklag aufgehalten hatte, kam am dritten Tag ein Mann aus dem Lager Sauls, mit zerrissenen Kleidern und Staub auf dem Haupt. Als er bei David angelangt war, warf er sich (vor ihm) auf den Boden nieder und huldigte ihm. David fragte ihn: Woher kommst du? Er antwortete ihm: Ich habe mich aus dem Lager Israels gerettet. David sagte zu ihm: Wie stehen die Dinge? Berichte mir! Er erwiderte: Das Volk ist aus dem Kampf geflohen, viele von den Männern sind gefallen und umgekommen; auch Saul und sein Sohn Jonatan sind tot. Da faßte David sein Gewand und zerriß es, und ebenso (machten es) alle Männer, die bei ihm waren. Sie klagten, weinten und fasteten bis zum Abend wegen Saul, seines Sohnes Jonatan, des Volkes des Herrn und des Hauses Israel, die unter dem Schwert gefallen waren. Und David sang die folgende Totenklage auf Saul und seinen Sohn Jonatan; Israel, dein Stolz liegt erschlagen auf deinen Höhen. Ach, die Helden sind gefallen! Saul und Jonatan, die Geliebten und Teuren, im Leben und Tod sind sie nicht getrennt. Sie waren schneller als Adler, waren stärker als Löwen. Ihr Töchter Israels, um Saul müßt ihr weinen; er hat euch in köstlichen Purpur gekleidet, hat goldenen Schmuck auf eure Gewänder geheftet. Ach, die Helden sind gefallen mitten im Kampf. Jonatan liegt erschlagen auf deinen Höhen. Weh ist mir um dich, mein Bruder Jonatan. Du warst mir sehr lieb. Wunderbarer war deine Liebe für mich als die Liebe der Frauen. Ach, die Helden sind gefallen, die Waffen des Kampfes verloren.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das zweite Buch Samuel beginnt mit der Erzählung über den Tod Sauls durch die Hand eines Amalekiters. In der Erzählung des Amalekiters erkennt man kein Bedauern über seine Tat, als handele es sich um eine ganz gewöhnliche Begebenheit. David ist über diese Erzählung empört, nicht nur weil es um den Tod von Saul und Jonatan geht, sondern auch weil der Amalekiter sich nicht davor gescheut hat, seine „Hand auszustrecken, um den Gesalbten des Herrn umzubringen" (2 Sam 1,14). David gibt daher den Befehl, ihn umzubringen. Er hatte sich nämlich gerühmt, Saul getötet zu haben und mit einem schwerwiegenden Sakrileg gegen die Heiligkeit Gottes geprahlt, der Saul doch zum „Gesalbten Israels" erwählt hatte. Dieses Urteil kann übertrieben erscheinen, doch das eiserne Gesetz der Vergeltung war unerbittlich. Als König und als Verwandter Sauls konnte David das Recht der Blutrache anwenden und das Urteil fällen und ausführen. Durch diese Geste scheint David eine Praxis ausrotten zu wollen, die sich in dieser Zeit zu verbreiten begann, in der sich die junge Monarchie Israels erst allmählich stabilisiert. Sie bestand darin, einen schon geschwächten König umzubringen, um sich so bei seinem Nachfolger beliebt zu machen (vgl. 2 Sam 4,5-12). Mit dem Kommen Jesu sollen die Beziehungen unter den Menschen von der Liebe geprägt sein. So wird die Gewalt an der Wurzel bekämpft, nämlich im Herzen des Menschen. Nur so kann sich die Liebe zum Nächsten gegen die Selbstliebe durchsetzen. Anschließend berichtet der Text über die verzweifelte Klage Davids über den Tod von Saul und Jonatan. David will, dass seine Worte im Gedächtnis der „Söhne Judas" lebendig bleiben. „Ach, die Helden sind gefallen!", ruft David dreimal aus. Es handelt sich weniger um eine Bitte als um einen verzweifelten Schrei. Die Antwort ist schon in diesem dreifachen Ruf enthalten: Der Herr hat sich von Israel entfernt und es den Händen der Feinde ausgeliefert. Doch in Wahrheit hatte sich Saul vom Herrn entfernt und nicht auf seine Macht vertraut, als er sich den Worten einer Totenbeschwörerin in En-Dor anvertraute und den Ausgang des bevorstehenden Kampfes erfahren wollte. Seine Schuld hat Auswirkungen auf das ganze Volk. Denn die Sünde ist niemals ohne Folgen für die ganze Gemeinschaft. Wir stehen untereinander in Verbindung, im Guten wie im Bösen. Die wiederkehrende Klage Davids ist für uns alle ein Aufruf, über die wahren Ursachen des Bösen nachzudenken, das das ganze Volk bedrängt. Mit ehrlichem Bedauern preist David Saul als einen ehrbaren Krieger. Obwohl er sein Rivale war, zeigt David Großmut und ein weites Herz. Die Bitte, die Nachricht vom Schicksal Israels nicht bei den feindlichen Völkern zu verbreiten (2 Sam 1,20), und der Fluch gegen die Berge in Gilboa, die Zeugen des unglückseligen Schicksals der Helden geworden sind (2 Sam 1,21), machen das tiefe Bedauern Davids noch deutlicher. Er kann die Schuld beiseitelassen und vergeben, er zeigt ehrliche Liebe und erkennt die Größe der Söhne des Volkes Israel. Ihre Sünde löscht die Liebe Gottes zu ihnen nicht aus. Auf dieser Liebe ist seine Liebe zu Saul und Jonatan und über sie hinaus zu allen gegründet. Die Klage um Jonatan ist von einer ganz außergewöhnlichen Liebe gekennzeichnet. David lobt ihn als seinen Freund, aber auch als treuen Mann, der bis zum Ende das traurige Schicksal seines Vaters geteilt hat. Für Saul sollen auf die Bitte Davids die Töchter Israels weinen, für Jonatan empfindet er jedoch einen Schmerz, der noch größer ist als der Schmerz um den Verlust einer geliebten Ehefrau. Hier deutet sich jene brüderliche Verbundenheit an, die nicht aus dem Fleisch oder dem Blut kommt, sondern aus dem Leben nach dem Evangelium, und die so weit geht, das eigene Leben für die Freunde hinzugeben.


23/01/2016
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