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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den heiligen Apostel Matthias.


Lesung des Wortes Gottes

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Das Buch Jeremia 18,18-20

Sie aber sagten: Kommt, laßt uns gegen Jeremia Pläne schmieden Denn nie wird dem Priester die Weisung ausgehen, dem Weisen der Rat und dem Propheten das Wort Kommt, wir wollen ihn mit seinen eigenen Worten schlagen und achtgeben auf alles, was er sagt. Gib du, Herr, acht auf mich, und höre das Gerede meiner Widersacher! Darf man denn Gutes mit Bösem vergelten? [Denn sie haben (mir) eine Grube gegraben. Denk daran, wie ich vor dir stand, um zu ihren Gunsten zu sprechen und deinen Zorn von ihnen abzuwenden.

 

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Heute wird das Gedenken an den Apostel Matthias begangen. Er wurde gewählt, um die Zahl Zwölf wiederherzustellen, nach dem Vorbild der zwölf Stämme Israels. Damit bringt die Zahl Zwölf die Gesamtheit des auserwählten Volkes zum Ausdruck. In dieser Zahl lag die Sehnsucht nach Fülle und Universalität des Heils. Diese Berufung zur Universalität durfte nicht beeinträchtigt oder sogar beseitigt werden. Das gilt auch heute noch. Jesus möchte, dass alle Menschen die Verkündigung des Heils empfangen. Zum Zeichen dieser universalen Ausrichtung der christlichen Mission sollten die Apostel den „Zwölften" wählen. Kein Volk, keine Nation, kein Mensch ist der Liebe der Kirche und ihrer Sorge fremd. Allen muss das Evangelium weitergegeben werden. Die universale Ausrichtung Jesu ist wesentlicher Bestandteil des Christentums. Dabei durfte selbstverständlich nicht irgendeine Person ausgewählt werden. Als eindeutiges Kriterium wurde festgelegt, dass der zu Wählende mit Jesus gelebt, seine Worte gehört und ihn gesehen haben musste. Er sollte ein Augenzeuge des Wirkens Jesu und durch die Begegnung mit ihm und durch seine Nachfolge ein glaubwürdiger Zeuge sein. Das ist ein noch heute gültiges Kriterium. Wem die Verkündigung des Evangeliums anvertraut wird, der muss es zunächst in eigener Person leben. Nur wer im eigenen Leben nach dem Evangelium lebt, kann es auch glaubwürdig weitergeben. Die Wahl des zwölften Apostels weist darauf hin, dass jeder von uns als treuer Zeuge Jesu unter den Menschen leben kann.


24/02/2016
Gedenken an die Heiligen und die Propheten


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