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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Das Buch Daniel 3,14-20.46-50.91-92.95

Nebukadnezzar sagte zu ihnen: Ist es wahr, Schadrach, Meschach und Abed-Nego: Ihr verehrt meine Götter nicht und betet das goldene Standbild nicht an, das ich errichtet habe? Nun, wenn ihr bereit seid, sobald ihr den Klang der Hörner, Pfeifen und Zithern, der Harfen, Lauten und Sackpfeifen und aller anderen Instrumente hört, sofort niederzufallen und das Standbild anzubeten, das ich habe machen lassen, ist es gut; betet ihr es aber nicht an, dann werdet ihr noch zur selben Stunde in den glühenden Feuerofen geworfen. Welcher Gott kann euch dann aus meiner Gewalt erretten? Schadrach, Meschach und Abed-Nego erwiderten dem König Nebukadnezzar: Wir haben es nicht nötig, dir darauf zu antworten: Wenn überhaupt jemand, so kann nur unser Gott, den wir verehren, uns erretten; auch aus dem glühenden Feuerofen und aus deiner Hand, König, kann er uns retten. Tut er es aber nicht, so sollst du, König, wissen: Auch dann verehren wir deine Götter nicht und beten das goldene Standbild nicht an, das du errichtet hast. Da wurde Nebukadnezzar wütend; sein Gesicht verzerrte sich vor Zorn über Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Er ließ den Ofen siebenmal stärker heizen, als man ihn gewöhnlich heizte. Dann befahl er, einige der stärksten Männer aus seinem Heer sollten Schadrach, Meschach und Abed-Nego fesseln und in den glühenden Feuerofen werfen. Die Knechte des Königs, die die drei Männer in den Ofen geworfen hatten, hörten inzwischen nicht auf, den Ofen mit Harz und Werg, Pech und Reisig zu heizen. So schlugen die Flammen bis zu neunundvierzig Ellen hoch aus dem Ofen heraus. Sie griffen um sich und verbrannten jeden Chaldäer, den sie im Umkreis des Ofens erfassen konnten. Aber der Engel des Herrn war zusammen mit Asarja und seinen Gefährten in den Ofen hinabgestiegen. Er trieb die Flammen des Feuers aus dem Ofen hinaus und machte das Innere des Ofens so, als wehte ein taufrischer Wind. Das Feuer berührte sie gar nicht; es tat ihnen nichts zuleide und belästigte sie nicht. Da erschrak der König Nebukadnezzar; er sprang auf und fragte seine Räte: Haben wir nicht drei Männer gefesselt ins Feuer geworfen? Sie gaben dem König zur Antwort: Gewiß, König! Er erwiderte: Ich sehe aber vier Männer frei im Feuer umhergehen. Sie sind unversehrt, und der vierte sieht aus wie ein Göttersohn. Da rief Nebukadnezzar aus: Gepriesen sei der Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos. Denn er hat seinen Engel gesandt und seine Diener gerettet. Im Vertrauen auf ihn haben sie lieber den Befehl des Königs mißachtet und ihr Leben dahingegeben, als daß sie irgendeinen anderen als ihren eigenen Gott verehrten und anbeteten.

 

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Das dritte Kapitel berichtet von einem goldenen Standbild, das der König Nebukadnezzar hatte aufstellen lassen, damit alle Untertanen seines Reiches es anbeteten. Doch einige Juden, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, die nach der Zerstörung Jerusalems aus Judäa nach Babylon gekommen waren, hatten sich geweigert, das Standbild zu verehren, das sie für ein Götzenbild hielten. Deshalb werden sie in einen Feuerofen geworfen, aus dem erst Asarja und dann die drei jungen Männer die zwei Lobgesänge an den Herrn richteten, die wir im dritten Kapitel des Buches finden. Die Worte Asarjas ähneln denen der Psalmen. Er beginnt nicht mit einer Klage, wie man es sich leicht in einer so schwierigen Situation vorstellen könnte. Vielmehr preist er zunächst den Herrn, dessen Gerechtigkeit er verkündet. Asarja macht keine Rechte geltend und beharrt nicht auf seiner Unschuld. Vielmehr erkennt er seine Sünde und die des Volkes und ruft gerade deswegen Gottes Barmherzigkeit an: „Denn wir haben gesündigt und durch Treubruch gefrevelt und haben in allem gefehlt." Aus dem Bewusstsein der Sünde heraus öffnet sich Asarjas Mund zur Anrufung der Barmherzigkeit des Herrn: „Um deines Namens willen verwirf uns nicht für immer; löse deinen Bund nicht auf!" Asarja bittet um die göttliche Barmherzigkeit für ein Volk, das in Sklaverei gefallen ist, dem jede Freiheit geraubt wurde, für Menschen, die dem Tode nahe sind. In der Prüfung wendet sich der Gläubige an seinen Herrn in der Gewissheit, erhört zu werden. Das ist die Kraft des Gebetes, die vom Tod befreit und die Freiheit schenkt, Gottes Lob zu singen. Angesichts einer Welt, in der – wie es scheint – viele Männer und Frauen dem Untergang geweiht sind, keine Freiheit genießen und unter der Herrschaft der Gewalt stehen, wenden auch wir unser Gebet an den Herrn in der Gewissheit, dass er seine Kinder erhört. Aus dem Feuerofen heraus richten die drei jungen Männer Lobgesänge an Gott. Wir hören einen ähnlichen Gesang wie den Lobpreis auf die Schöpfung, in dem Franz von Assisi sich mit der gesamten Schöpfung zum Preis des Schöpfergottes verbinden wollte. Ähnlich wie in Psalm 104 wendet sich der Gläubige an den Herrn, und indem er dessen Größe feiert, erkennt er an, dass Gott ihn vom Tod errettet hat. Zu loben befreit das Herz, es macht den Menschen zum Teilhaber an der Schöpfung und am Werk des Schöpfers. Als der Herr sein Werk beendet hatte, setzte er – so wird es zu Anfang des zweiten Kapitels im Buch Genesis erzählt – den Sabbat ein, er segnete und heiligte ihn, damit der Mensch im Lobpreis am schöpferischen Wirken Gottes Anteil haben konnte. Ohne den siebten Tag, den Tag, an dem der Mensch Gott Lobpreis entgegenbringt, ist die Schöpfung nicht zu ihrer Erfüllung gelangt. In der Bedrängnis des Todes und aller Gefahren wenden wir uns an den Herrn, wir besingen die von ihm vollbrachten Wunder und genießen so schon jetzt unsere Freiheit und Errettung. Der Kehrvers, den die drei jungen Leute uns einladen mitzusingen – „Gepriesen bist du, Herr, du Gott unserer Väter, gelobt und gerühmt in Ewigkeit" – vereint uns mit allen Geschöpfen und lässt uns mit ihnen die Größe der Barmherzigkeit Gottes erkennen. „Preist den Herrn" wiederholt das Loblied zu Beginn eines jeden Verses. Das Gebet ist zuallererst Lobpreis und es ist ein Segen, es gibt uns Anteil am göttlichen Leben, es bewahrt uns vor dem Fluch und davor, fern von Gott zu leben. Mit der Aufforderung „Preist …" werden wir eingeladen, uns ausgehend von Gott in den Horizont der Welt hineinzubegeben. Dann ist uns kein Geschöpf fremd, denn alles geht von Gott aus. So werden wir zu Verantwortlichen für die gesamte Schöpfung. In den letzten Versen werden alle Menschen in diesen allumfassenden Lobgesang miteinbezogen: „Preist den Herrn, ihr Menschen". Die drei jungen Männer fordern auch die Israeliten, die Priester, die Geister und Seelen der Gerechten, die Knechte des Herrn, die Demütigen und Frommen auf, zusammen den Herrn zu loben. Der Lobpreis Gottes im Gebet befreit alle aus der kleinen Welt ihrer bruchstückhaften Aufgaben und bringt sie in Kommunion mit allem, was lebt. So gehen wir im Gebet dem Schöpfungswerk Gottes nach, um mit allen Geschöpfen seine Barmherzigkeit besingen zu können. Seine Gnade währt wirklich ewig. Das entdeckt jeder, der betet und auch im Abgrund und im Angesicht des Bösen, nicht aufhört, Gottes Lobpreis zu singen.


16/03/2016
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