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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den heiligen Stanislaus (+ 1071), Bischof von Krakau und Märtyrer. Er verteidigte die Armen, die Menschenwürde und die Freiheit der Kirche und des Evangeliums.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Apostelgeschichte 6,8-15

Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Doch einige von der sogenannten Synagoge der Libertiner und Zyrenäer und Alexandriner und Leute aus Zilizien und der Provinz Asien erhoben sich, um mit Stephanus zu streiten; aber sie konnten der Weisheit und dem Geist, mit dem er sprach, nicht widerstehen. Da stifteten sie Männer zu der Aussage an: Wir haben gehört, wie er gegen Mose und Gott lästerte. Sie hetzten das Volk, die Ältesten und die Schriftgelehrten auf, drangen auf ihn ein, packten ihn und schleppten ihn vor den Hohen Rat. Und sie brachten falsche Zeugen bei, die sagten: Dieser Mensch hört nicht auf, gegen diesen heiligen Ort und das Gesetz zu reden. Wir haben ihn nämlich sagen hören: Dieser Jesus, der Nazoräer, wird diesen Ort zerstören und die Bräuche ändern, die uns Mose überliefert hat. Und als alle, die im Hohen Rat saßen, auf ihn blickten, erschien ihnen sein Gesicht wie das Gesicht eines Engels.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Stephanus war der Erste der sieben aus der Gruppe der hellenistischen Juden gewählten Diakone und machte durch sein besonderes Zeugnis sofort auf sich aufmerksam: Er „tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk", schreibt Lukas. Im Gespräch konnten andere „der Weisheit und dem Geist, mit dem er sprach, nicht widerstehen". Sogar zwei Kapitel der Apostelgeschichte sind seiner Geschichte als vorbildlicher Gestalt der Urgemeinde gewidmet. Dabei sei darauf hingewiesen, dass sich die für die Diakone vorgesehene Aufgabe des Dienstes „an den Tischen" nicht auf diesen Bereich beschränkte. Alle Gläubigen müssen nämlich Dienst an den beiden Tischen tun, am Tisch der Armen sowie am Tisch des Wortes und der Eucharistie. Es gibt keine eingegrenzten Spezialaufgaben der Predigt für die einen und des Bruderdienstes für die anderen. Allen Christen sind beide Dienste aufgetragen. Es ist auch wichtig zu beachten, dass Lukas betont, dass das Wirken des Stephanus „unter dem Volk" stattfand. Er beeindruckte selbst die Mitglieder des Hohen Rates durch sein missionarisches Wirken: Als sie „auf ihn blickten, erschien ihnen sein Gesicht wie das Gesicht eines Engels". In dieser so wichtigen Zusammenkunft erinnert Stephanus gleichsam an Mose, dessen Dienst so von Glanz umgeben war, dass die Söhne Israels ihm nicht ins Gesicht blicken konnten, weil es so sehr von Licht erstrahlte (Ex 34,29ff). Wie Mose war Stephanus wirklich ein Zeuge für die Liebe Gottes, eben ein vom Herrn gesandter Engel. Alle Jünger müssten so leben. Wie sein Meister wurde auch Stephanus verhaftet und dann durch den Hohen Rat verurteilt. Im Prozess wird das Urteil aufgrund falscher Beschuldigungen gefällt. Die Jünger erfahren immer wieder das Schicksal ihres Meisters. Stephanus wurde in diesem schwierigen Abschnitt seines Lebens von der Kraft und vom Geist des Herrn gestärkt, der niemanden im Stich lässt, vor allem nicht in Zeiten der Prüfung.


11/04/2016
Gedenken an die Armen


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