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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den heiligen Pankratius, der mit 14 Jahren aus Liebe zum Evangelium zum Märtyrer wurde. Gebet für die Jugendlichen, dass sie dem Evangelium und dem Herrn begegnen mögen.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Apostelgeschichte 22,30; 23,6-11

Weil er genau wissen wollte, was die Juden ihm vorwarfen, ließ er ihn am nächsten Tag aus dem Gefängnis holen und befahl, die Hohenpriester und der ganze Hohe Rat sollten sich versammeln. Und er ließ Paulus hinunterführen und ihnen gegenüberstellen. Da Paulus aber wußte, daß der eine Teil zu den Sadduzäern, der andere zu den Pharisäern gehörte, rief er vor dem Hohen Rat aus: Brüder, ich bin Pharisäer und ein Sohn von Pharisäern; wegen der Hoffnung und wegen der Auferstehung der Toten stehe ich vor Gericht. Als er das sagte, brach ein Streit zwischen den Pharisäern und den Sadduzäern aus, und die Versammlung spaltete sich. Die Sadduzäer behaupten nämlich, es gebe weder eine Auferstehung noch Engel noch Geister, die Pharisäer dagegen bekennen sich zu all dem. Es erhob sich ein lautes Geschrei, und einige Schriftgelehrte aus dem Kreis der Pharisäer standen auf und verfochten ihre Ansicht. Sie sagten: Wir finden nichts Schlimmes an diesem Menschen. Vielleicht hat doch ein Geist oder ein Engel zu ihm gesprochen. Als der Streit heftiger wurde, befürchtete der Oberst, sie könnten Paulus zerreißen. Daher ließ er die Wachtruppe herabkommen, ihn mit Gewalt aus ihrer Mitte herausholen und in die Kaserne bringen. In der folgenden Nacht aber trat der Herr zu Paulus und sagte: Hab Mut! Denn so wie du in Jerusalem meine Sache bezeugt hast, sollst du auch in Rom Zeugnis ablegen.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Als Paulus von den Ketten befreit ist, wird er vor den Hohen Rat geführt, damit geklärt wird, was ihm vorgeworfen wird. Der Apostel schaut alle „mit festem Blick" an und der Hilfe des Herrn gewiss wendet er sich an die Mitglieder des Hohen Rates und spricht sie mit „Brüder" an. Paulus will zeigen, dass er „wahrer" Jude ist und dass folglich die Christen die wahren Erben des Judentums sind. Er versucht das zusammenzufassen, was er schon in seiner Verteidigungsrede (Apg 22,1-21) gesagt hat, und unterstreicht dabei, dass er sein Leben „mit völlig reinem Gewissen" vor Gott geführt hat. Der Hohe Priester fasst diese Antwort als Frechheit auf und befiehlt, ihm auf den Mund zu schlagen. So wiederholt er fast buchstäblich die Szene aus dem Prozess gegen Jesus. Paulus, der die Streitpunkte zwischen den Sadduzäern und Pharisäern sehr genau kennt, spielt die Pharisäer und Sadduzäer mit einem gewandten Zug der Redekunst gegeneinander aus, indem er seinen Glauben an die Auferstehung von den Toten darlegt. Seine Argumentation führt zu einem Tumult zwischen den beiden Gruppierungen. Dies führt so weit, dass einige der Anwesenden zugunsten des Paulus das sagen, was auch über Jesus gesagt worden war: „Wir finden nichts Schlimmes an diesem Menschen". Als der Streit sich verschärft, lässt der Oberst Paulus ins Gefängnis zurückbringen, da er befürchtet, dass der Apostel gelyncht wird. In der folgenden Nacht hört Paulus, dass der Herr zu ihm kommt und ihm den Auftrag gibt, das Evangelium bis nach Rom hin zu verkünden: „Hab Mut! Denn so wie du meine Sache in Jerusalem bezeugt hast, sollst du auch in Rom Zeugnis ablegen." Der Weg des Paulus ist nun klar vorgezeichnet: Du sollst auch in Rom Zeugnis ablegen, sagt Jesus zu ihm. Die Juden diskutieren weiter untereinander, sie bleiben Gefangene ihrer selbst und ihrer Diskussionen, während dem Apostel vom Herrn der Weg gezeigt wird, der weiterführt: von Jerusalem nach Rom. Dieser Hinweis ist wertvoll für die, die Gefahr laufen, sich bei internen Diskussionen aufzuhalten und den Blick für den Gehorsam gegenüber dem immer neuen Wort des Herrn zu verlieren.


12/05/2016
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