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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der zweite Brief des Petrus 1,1-7

Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, an alle, die durch die Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters Jesus Christus den gleichen kostbaren Glauben erlangt haben wie wir. Gnade sei mit euch und Friede in Fülle durch die Erkenntnis Gottes und Jesu, unseres Herrn. Alles, was für unser Leben und unsere Frömmigkeit gut ist, hat seine göttliche Macht uns geschenkt; sie hat uns den erkennen lassen, der uns durch seine Herrlichkeit und Kraft berufen hat. Durch sie wurden uns die kostbaren und überaus großen Verheißungen geschenkt, damit ihr der verderblichen Begierde, die in der Welt herrscht, entflieht und an der göttlichen Natur Anteil erhaltet. Darum setzt allen Eifer daran, mit eurem Glauben die Tugend zu verbinden, mit der Tugend die Erkenntnis, mit der Erkenntnis die Selbstbeherrschung, mit der Selbstbeherrschung die Ausdauer, mit der Ausdauer die Frömmigkeit, mit der Frömmigkeit die Brüderlichkeit und mit der Brüderlichkeit die Liebe.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Apostel Petrus beginnt seinen zweiten Brief feierlich und wünscht den Gläubigen, an die er schreibt, „Gnade und Friede in Fülle". Beides sind Gaben, die zum Heil führen. Sehr dringlich weist er auf die zentrale Bedeutung des Glaubens an Jesus hin. Petrus warnt die Gläubigen vor falschen Lehrern. Der Apostel schlägt eine Art spirituellen Weg für die Gläubigen vor, damit sie in der Erkenntnis und Liebe Jesu wachsen. Er merkt an, dass das ganze Leben des Christen auf dem Glauben und auf der Zugehörigkeit zum Evangelium basiert. Es gipfelt in der Liebe, dem neuen Gebot, das Jesus seinen Jüngern hinterlassen hat. Deshalb schreibt Petrus an die Gläubigen: „Darum setzt allen Eifer daran, mit eurem Glauben die Tugend zu verbinden, mit der Tugend die Erkenntnis, mit der Erkenntnis die Selbstbeherrschung, mit der Selbstbeherrschung die Ausdauer, mit der Ausdauer die Frömmigkeit, mit der Frömmigkeit die Brüderlichkeit und mit der Brüderlichkeit die Liebe." Der Christ ist deshalb ein Jünger, der im kontinuierlichen und aufmerksamen Hören auf das Evangelium wächst, um unter den Menschen ein Zeuge für die Liebe Gottes zu werden. Denn je mehr wir Gott ähnlich sind, umso mehr werden wir gedrängt, mit derselben Liebe zu leben. Die wahre Erkenntnis Jesu führt zur Liebe und bewahrt die Gläubigen vor Kurzsichtigkeit und Blindheit. Wenn die Jünger Jesu diesen spirituellen Weg in Treue gehen, dann „werden sie niemals scheitern", schreibt Petrus.


30/05/2016
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