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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Fest des Heiligsten Herzens Jesu. Gedenken an den heiligen Karl Lwanga, der zusammen mit zwölf Gefährten in Uganda den Märtyrertod erlitt (1886).


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Lukas 15,3-7

Da erzählte er ihnen ein Gleichnis und sagte: Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, läßt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern, und wenn er nach Hause kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir; ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war. Ich sage euch: Ebenso wird auch im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Kirche feiert heute das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu. Es ist zwar ein neueres liturgisches Fest, geht aber auf die ursprüngliche Botschaft des Christentums zurück. Die Präfation der Liturgie erläutert deren tiefere Bedeutung und ruft uns auf, das Geheimnis der Liebe Jesu zu betrachten: „Am Kreuz erhöht, hat er sich für uns dahingegeben aus unendlicher Liebe und alle an sich gezogen. Aus seiner geöffneten Seite strömen Blut und Wasser, aus seinem durchbohrten Herzen entspringen die Sakramente der Kirche. Das Herz des Erlösers steht offen für alle, damit sie freudig schöpfen aus den Quellen des Heils." Die Liturgie bezeichnet das Herz Jesu als Quelle des Heils. Denn aus diesem Herzen aus Fleisch, das sich überhaupt nicht schont und bis zum letzten Blutstropfen verausgabt, um uns aus der Knechtschaft des Verderbers zu erlösen, aus diesem Herzen strömt durch alle Jahrhunderte unaufhörlich die Liebe hervor. Dieses liturgische Gedenken ruft uns alle auf, aufmerksam auf das Geheimnis dieses Herzens zu blicken. Es ist ein Herz aus Fleisch und nicht aus Stein, wie es häufig bei uns der Fall ist. Das Mitleid und die Betroffenheit dieses Herzens haben ihren Ursprung im öffentlichen Leben Jesu. Matthäus schreibt, dass Jesus durch alle Städte und Dörfer Galiläas zog und Mitleid mit den vielen Menschen hatte, die herbeiströmten und müde und erschöpft waren wie Schafe ohne Hirten (Mt 9,35 f). Er versammelte sie um sich und sorgte für sie. Mit Jesus war endlich der gute Hirt gekommen, von dem der Prophet Ezechiel spricht: „Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern. Wie ein Hirt sich um die Tiere seiner Herde kümmert an dem Tag, an dem er mitten unter den Schafen ist, die sich verirrt haben, so kümmere ich mich um meine Schafe und hole sie zusammen von all den Orten … Ich führe sie in den Bergen Israels auf die Weide, in den Tälern und an allen bewohnten Orten des Landes" (Ez 34,11-13).
Der Evangelist Lukas bezieht sich im Abschnitt der heutigen Liturgie auf diese Worte des Propheten und zeigt, wie weit die Liebe dieses guten Hirten geht, der seine Schafe so sehr liebt, dass er sogar bereit ist, sein Leben für sie hinzugeben. Er liebt jeden einzeln und nicht in der Masse, denn er kennt die Stimme eines jeden, seinen Namen, seine Geschichte und seine Not. Jedem schenkt er seine ganze Zuneigung und Hoffnung. In unserer heutigen Massengesellschaft wird man schnell vergessen und verschwindet in der Anonymität. Daher ist es wirklich eine gute Nachricht, dass der Herr all unsere Namen kennt und niemanden vergisst. Wir dagegen entfernen uns von ihm oder fliehen vor seiner Zuneigung, wodurch wir in Gefahr geraten, uns auf den Abwegen dieser Welt zu verlieren. Doch dieser gute Hirte lässt die neunundneunzig Schafe im Stall zurück, um uns zu suchen. Der Prophet Ezechiel schreibt über diesen guten Hirten weiter: „Die verlorengegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten" (Ez 34,16). Jesus überlässt kein einziges seiner Schafe seinem Schicksal. Immer wieder führt er sie zusammen und beschützt sie. Vielleicht musste er nicht nur einmal sondern viele Male die anderen neunundneunzig zurücklassen, um uns hinterherzulaufen, uns wiederzufinden, uns auf die Schultern zu nehmen und in den Stall zurückzubringen. Wir können in den Hymnus Dies irae einstimmen: "Qaerens me, sedisti lassus – Bist mich suchend müd gegangen." Das Herz Jesu und seine Liebe zu uns sind ohne Grenzen und daher für eine menschliche Logik absolut unbegreiflich. Der Apostel erklärt diese grenzenlose Liebe mit eindrucksvollen Worten: „Dabei wird nur schwerlich jemand für einen Gerechten sterben; vielleicht wird er jedoch für einen guten Menschen sein Leben wagen. Gott aber hat seine Liebe zu uns darin erwiesen, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren" (Röm 5,7 f). Auf ein solches Herz möchte uns die heutige Liturgie hinweisen. Dieses Herz Jesu schlägt unaufhörlich für uns und für die ganze Menschheit. Er trägt uns nicht nur auf seinen Schultern, er gießt sogar seine Liebe in unsere Herzen ein, oder besser er schenkt uns sein ganzes Herz, wie der Apostel Paulus sagt: „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist" (Röm 5,5).


03/06/2016
Gedenken an den gekreuzigten Jesus


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