Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

change language
sie sind in: home - gebet - das tägliche gebet kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

Das tägliche Gebet


 
druckversion

Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das erste Buch der Könige 19,9.11-16

Dort ging er in eine Höhle, um darin zu übernachten. Doch das Wort des Herrn erging an ihn: Was willst du hier, Elija? Der Herr antwortete: Komm heraus, und stell dich auf den Berg vor den Herrn! Da zog der Herr vorüber: Ein starker, heftiger Sturm, der die Berge zerriß und die Felsen zerbrach, ging dem Herrn voraus. Doch der Herr war nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben. Doch der Herr war nicht im Erdbeben. Nach dem Beben kam ein Feuer. Doch der Herr war nicht im Feuer. Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln. Als Elija es hörte, hüllte er sein Gesicht in den Mantel, trat hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle. Da vernahm er eine Stimme, die ihm zurief: Was willst du hier, Elija? Er antwortete: Mit Leidenschaft bin ich für den Herrn, den Gott der Heere, eingetreten, weil die Israeliten deinen Bund verlassen, deine Altäre zerstört und deine Propheten mit dem Schwert getötet haben. Ich allein bin übriggeblieben, und nun trachten sie auch mir nach dem Leben. Der Herr antwortete ihm: Geh deinen Weg durch die Wüste zurück, und begib dich nach Damaskus! Bist du dort angekommen, salbe Hasaël zum König über Aram! Jehu, den Sohn Nimschis, sollst du zum König von Israel salben, und Elischa, den Sohn Schafats aus Abel-Mehola, salbe zum Propheten an deiner Stelle.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Elija besteigt den Berg Horeb und betritt eine Höhle, in der er die Nacht verbringt. Damit wird ausgedrückt, dass er in sich selbst zurückkehren muss, in die Tiefe seines Herzens, in jenen inneren Raum, in dem es möglich ist, dem Herrn zu begegnen. Während er in der Höhle ist, vernimmt er tatsächlich die Stimme Gottes. Es ist kein Engel, sondern Jahwe selbst, der ihn fragt: „Was willst du hier, Elija?" Dies ist eine klare und direkte Frage, wie jene, die an Adam erging nach dem Sündenfall oder an Kain nach der Tötung seines Bruders. Elija fühlt sich vom Herrn in Frage gestellt und antwortet direkt, indem er erzählt, was ihm in seinem Eifer für Jahwe geschehen war. Im Text steht: „Mit leidenschaftlichem Eifer bin ich für den Herrn, den Gott der Heere, eingetreten!" Wer von uns könnte mit derselben Unmittelbarkeit und Aufrichtigkeit antworten? Ausgerechnet sein Eifer für den Herrn ist die Ursache der Gefahr für Elija. Einem Elija, der darüber verbittert ist, wie er behandelt worden ist, schenkt der Herr keine Antwort. So bleibt er allein mit seiner Stille. Elija ist noch immer Gefangener seiner selbst und seiner Geschichte, seiner womöglich heldenhaften Taten, in denen er selbst aber immer im Zentrum stand. Es ist wahr, dass er von Leidenschaft für den Herrn erfüllt ist. Er ist aber von seinem Volk geflohen. Es ist nicht möglich, Eifer für Gott zu verspüren, wenn man ihn nicht ebenso für sein Volk verspürt. Es ist nicht möglich, Gott zu lieben, ohne auch sein Volk zu lieben. Der Herr ist von den Seinen nicht zu trennen. Aus diesem Grund kann man sich nicht alleine retten, sondern nur in der Gemeinschaft mit Gott und den Schwestern und Brüdern. Jahwe drängt den Propheten und fordert ihn auf, aus der Höhle auf den Berg hinauszutreten. Und siehe, da war „ein starker, heftiger Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ... Doch der Herr war nicht im Sturm". Elija aber geht nicht hinaus. Er bleibt in der Höhle, verschlossen in seinem persönlichen Horizont. Vielleicht erwartete er sich das, was Mose auf dem Horeb erfuhr. Im Buch Exodus steht: Es begann „zu donnern und zu blitzen. Schwere Wolken lagen über dem Berg, und gewaltiger Hörnerschall erklang… Der ganze Sinai war in Rauch gehüllt … [und] bebte gewaltig" (Ex 19,16-18). Dies geschah, weil „der Herr … im Feuer auf ihn herabgestiegen" war. Auch wir denken – sicher nicht, weil wir Elija nahe wären, sondern weil wir noch einer alten Sprache verhaftet sind – dass Gott in den Gewittern und Naturkatastrophen anwesend ist. Der Herr ist aber weder in den Erdbeben noch in den Unwettern, wie auch nicht in den Kriegen und Konflikten, welche das Leben von Millionen von Menschen auslöschen. Gott wohnt nicht in jenen Erdbeben, die die Erde erschüttern, in jenen Feuern, die die Menschen wie in einer Hölle verschlingen. Doch dann kommt ein leichtes Säuseln, das Elija streichelt. Sofort verhüllt sich der Prophet mit dem Mantel das Gesicht und tritt aus der Höhle hinaus. Das sanfte Säuseln, der Hauch des Geistes und der Hauch der Liebe haben ihm die Rüstung seiner Verteidigungshaltung abgenommen und das Herz des Propheten auf die Horizonte der Welt hin ausgeweitet. Das sanfte Säuseln ist die schwache Kraft der Liebe. Einzig mit der Liebe, mit dieser schwachen Kraft, lässt sich das zerrissene Netz der Kinder Gottes wieder herstellen. Jahwe ist im sanften Säuseln. Er ist in der Liebe. Auf die Wiederholung der Frage antwortet der Prophet erneut mit denselben Worten. Doch nun ist es Jahwe selbst, der ihm befiehlt, den Weg wiederaufzunehmen. Elija hat noch seine Mission zu erfüllen, um das Volk Gottes nicht ohne das Licht seines Wortes zu lassen. Selbstverständlich muss er das, was zerstört, entwurzeln. doch er muss auch Elischa auserwählen, damit dieser seine Mission fortsetzt.


10/06/2016
Gedenken an den gekreuzigten Jesus


Veranstaltungen der woche
NOV
27
Sonntag 27 November
Liturgie des Sonntags
NOV
28
Montag 28 November
Gedenken an die Armen
NOV
29
Dienstag 29 November
Gedenken an die Mutter des Herrn
NOV
30
Mittwoch 30 November
Gedenken an die Apostel
DEZ
1
Donnerstag 1 Dezember
Gedenken an die Kirche
DEZ
2
Freitag 2 Dezember
Gedenken an den gekreuzigten Jesus
DEZ
3
Samstag 3 Dezember
Vorabend des Sonntags
DEZ
4
Sonntag 4 Dezember
Liturgie des Sonntags