Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

change language
sie sind in: home - gebet - das tägliche gebet kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

Das tägliche Gebet


 
druckversion

Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das erste Buch der Könige 21,1-16

Danach trug sich folgendes zu. Nabot aus Jesreel hatte einen Weinberg in Jesreel neben dem Palast Ahabs, des Königs von Samarien. Ahab verhandelte mit Nabot und schlug ihm vor: Gib mir deinen Weinberg! Er soll mir als Gemüsegarten dienen; denn er liegt nahe bei meinem Haus. Ich will dir dafür einen besseren Weinberg geben. Wenn es dir aber lieber ist, bezahle ich dir den Kaufpreis in Geld. Doch Nabot erwiderte: Der Herr bewahre mich davor, daß ich dir das Erbe meiner Väter überlasse. Darauf kehrte Ahab in sein Haus zurück. Er war mißmutig und verdrossen, weil Nabot aus Jesreel zu ihm gesagt hatte: Ich werde dir das Erbe meiner Väter nicht überlassen. Er legte sich auf sein Bett, wandte das Gesicht zur Wand und wollte nicht essen. Seine Frau Isebel kam zu ihm herein und fragte: Warum bist du mißmutig und willst nicht essen? Er erzählte ihr: Ich habe mit Nabot aus Jesreel verhandelt und ihm gesagt: Verkauf mir deinen Weinberg für Geld, oder wenn es dir lieber ist, gebe ich dir einen anderen dafür. Doch er hat geantwortet: Ich werde dir meinen Weinberg nicht geben. Da sagte seine Frau Isebel zu ihm: Du bist doch jetzt König in Israel. Steh auf, iß, und sei guter Dinge! Ich werde dir den Weinberg Nabots aus Jesreel verschaffen. Sie schrieb Briefe im Namen Ahabs, versah sie mit seinem Siegel und schickte sie an die Ältesten und Vornehmen, die mit Nabot zusammen in der Stadt wohnten. In den Briefen schrieb sie: Ruft ein Fasten aus, und laßt Nabot oben vor allem Volk Platz nehmen! Setzt ihm aber zwei nichtswürdige Männer gegenüber! Sie sollen gegen ihn als Zeugen auftreten und sagen: Du hast Gott und den König gelästert. Führt ihn dann hinaus, und steinigt ihn zu Tode! Die Männer der Stadt, die Ältesten und Vornehmen, die mit ihm zusammen in der Stadt wohnten, taten, was Isebel ihnen geboten hatte, was in den Briefen stand, die sie ihnen gesandt hatte. Sie riefen ein Fasten aus und ließen Nabot oben vor allem Volk Platz nehmen. Es kamen aber auch die beiden nichtswürdigen Männer und setzten sich ihm gegenüber. Sie standen vor dem Volk als Zeugen gegen Nabot auf und sagten: Nabot hat Gott und den König gelästert. Sogleich führte man ihn aus der Stadt hinaus und steinigte ihn zu Tode. Darauf ließen sie Isebel melden: Nabot wurde gesteinigt und ist tot. Sobald sie hörte, daß Nabot gesteinigt wurde und tot war, sagte sie zu Ahab: Auf, nimm den Weinberg Nabots aus Jesreel in Besitz, den er dir für Geld nicht verkaufen wollte; denn Nabot lebt nicht mehr; er ist tot. Als Ahab hörte, daß Nabot tot war, stand er auf und ging zum Weinberg Nabots aus Jesreel hinab, um von ihm Besitz zu ergreifen.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Geschichte von Nabots Weinberg und der Übertretung Ahabs erinnert an ähnliche Begebenheiten in der Schrift, wie etwa die Mordpläne Davids, um Bathseba zu bekommen oder die falsche Zeugenaussage der zwei Ältesten gegen Susanna. Beweggrund ist stets der Durst nach Befriedigung der eigenen Besitzgier – ein Dämon, der die Geschichte der Menschheit weiterhin durchzieht und mit ungeahnter Leichtigkeit ein Klima der Komplizenschaft zu schaffen vermag, das bis hin zum Mord führen kann. Ahab wünscht sich den Weingarten Nabots, der gleich neben seinem Palast in Jesreel gelegen ist. Jesreel ist ein Ort, der das gleichnamige Tal im Norden Israels beherrscht. Ahab will sich den Weingarten um den Palast aneignen, um ihn zu einem Gemüsegarten zu machen. Einen Weinberg, der als Symbol für Fruchtbarkeit des verheißenen Landes und den göttlichen Segen steht, in einen Gemüsegarten zu verwandeln, zeigt die Laune des Königs und seine Dummheit. Zudem ist das Gut Nabots an das Familienerbe gebunden, sodass eine Veräußerung nicht nur eine Schande, sondern beinahe eine Gotteslästerung bedeutet. Deshalb antwortet er auf die Frage nach seiner Überlassung ablehnend. Der König erkennt die auch religiöse Begründung Nabots an und kehrt traurig zum Palast zurück. Er ist zwar verärgert, trifft aber keine Entscheidung. Isebel, seine fremde und skrupellose Ehefrau, bereitet zur Lösung dieser Frage mit grausamer Sorgfalt einen genauen Plan vor, um Nabot töten zu lassen und somit den Weinberg nehmen zu können. Ihre Überheblichkeit drängt Isebel dazu, Komplizen zu finden, um einen scheinbar legalen Prozess herbeizuführen, der zum Tod Nabots führen soll. Sie macht sich den Brauch zunutze, wonach bei einem allgemeinen Unglücksfall eine Volksversammlung einzuberufen war, um die Ursachen dafür herauszufinden und zu beseitigen. Als Anlass diente vielleicht die Trockenheit, die über die Gegend gekommen war. Isebel bereitet alles so vor, dass die Schuld auf Nabot fällt. Er wird von zwei falschen Zeugen beschuldigt, Gott und den König gelästert zu haben (Ex 22,27). Daraufhin wird Nabot zur Stadt hinausgeführt und gesteinigt. Der Ehrgeiz und der Zynismus der Königin, begleitet von der Komplizenschaft der hohen korrupten Beamten, aber auch des gesamten Volkes, das sich überzeugen lässt, führen zur Tötung des unschuldigen Nabot. Das Böse ist stark und gleichzeitig geschickt. Es gelingt ihm, Beziehungen zu stiften, die ein hinterlistiges Netz unter Komplizen knüpfen können, was wie in diesem Fall zum Tod eines Gerechten führt. Diese Geschichte erinnert sehr an das, was Jesus widerfahren wird, als er am Ende eines falschen Prozesses unschuldig zum Tod verurteilt werden wird. Wir alle sind aufgerufen, nicht zu Komplizen des Bösen zu werden, weder durch aktives Tun noch, indem wir uns in bestimmte Situationen hineinziehen lassen, um vielleicht in Ruhe gelassen zu werden. Wie aber kann man bei so viel Ungerechtigkeit zusehen, die sogar zum Tod von Unschuldigen führt?


13/06/2016
Gedenken an die Armen


Veranstaltungen der woche
DEZ
4
Sonntag 4 Dezember
Liturgie des Sonntags
DEZ
5
Montag 5 Dezember
Gebet für die Kranken
DEZ
6
Dienstag 6 Dezember
Gedenken an die Mutter des Herrn
DEZ
7
Mittwoch 7 Dezember
Gedenken an die Heiligen und die Propheten
DEZ
8
Donnerstag 8 Dezember
Fest der unbefleckten Empfängnis Mariens
DEZ
9
Freitag 9 Dezember
Gedenken an den gekreuzigten Jesus
DEZ
10
Samstag 10 Dezember
Vorabend des Sonntags
DEZ
11
Sonntag 11 Dezember
Liturgie des Sonntags

Per Natale, regala il Natale! Aiutaci a preparare un vero pranzo in famiglia per i nostri amici più poveri