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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das zweite Buch der Könige 2,6-14

Elija aber bat ihn: Bleib hier; denn der Herr hat mich an den Jordan gesandt. Elischa erwiderte: So wahr der Herr lebt, und so wahr du lebst: Ich verlasse dich nicht. So gingen beide miteinander. Fünfzig Prophetenjünger folgten ihnen und blieben dann seitwärts in einiger Entfernung stehen. Die beiden traten an den Jordan. Hier nahm Elija seinen Mantel, rollte ihn zusammen und schlug mit ihm auf das Wasser. Dieses teilte sich nach beiden Seiten, und sie schritten trockenen Fußes hindurch. Als sie drüben angekommen waren, sagte Elija zu Elischa: Sprich eine Bitte aus, die ich dir erfüllen soll, bevor ich von dir weggenommen werde. Elischa antwortete: Möchten mir doch zwei Anteile deines Geistes zufallen. Elija entgegnete: Du hast etwas Schweres erbeten. Wenn du siehst, wie ich von dir weggenommen werde, wird es dir zuteil werden. Sonst aber wird es nicht geschehen. Während sie miteinander gingen und redeten, erschien ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden und trennte beide voneinander. Elija fuhr im Wirbelsturm zum Himmel empor. Elischa sah es und rief laut: Mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und sein Lenker! Als er ihn nicht mehr sah, faßte er sein Gewand und riß es mitten entzwei. Dann hob er den Mantel auf, der Elija entfallen war, kehrte um und trat an das Ufer des Jordan. Er nahm den Mantel, der Elija entfallen war, schlug mit ihm auf das Wasser und rief: Wo ist der Herr, der Gott des Elija? Als er auf das Wasser schlug, teilte es sich nach beiden Seiten, und Elischa ging hinüber.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Mit dieser Seite beginnt der Elischa-Zyklus, von dem schon im ersten Buch der Könige die Rede war, als Elija ihm den Mantel über die Schultern warf und in die Nachfolge rief (1 Kön 19,19). Elija überquert den Jordan, wie um sich in das verheißene Land, in den Himmel, hinüber zu begeben. Während sie miteinander gehen und reden, erscheint ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden und trennt beide voneinander. Das Buch Jesus Sirach wird sagen, als wollte es die Kraft des prophetischen Wortes unterstreichen: „Da stand ein Prophet auf wie Feuer, seine Worte waren wie ein brennender Ofen" (Sir 48,1). Elija wird also in den Himmel entrückt, und Elischa, der seinem Meister nachruft, sieht ihn dorthin entschwinden. Das Entschwinden des Elija, das mit den typischen Bildern der Theophanie beschrieben wird, weist auf die religiöse Erfahrung des Todes des Elija hin und bezeichnet den Übergang des Prophetenamtes auf Elischa. Indem er den Mantel seines Meisters in Empfang nimmt, wird er dessen offizieller Nachfolger. Der Verfasser schreibt: „Dann hob er den Mantel auf, der Elija entfallen war, kehrte um und trat an das Ufer des Jordan". Der Jünger muss zum Jordan zurückkehren, um von Neuem von der Quelle des Wortes zu trinken, damit er es dem Volk des Herrn weitergeben kann. Wie jeder Prophet, ja wie jeder Jünger überhaupt, ist Elischa nicht dazu berufen, seine eigenen Lehren oder Gedanken vorzubringen, sondern dazu, den Auftrag seines Meisters fortzuführen. Elischa hat sich von Elija „zwei Anteile seines Geistes" (so die wörtliche Übersetzung, sie bedeutet „das Doppelte", andere übersetzen „Zwei Drittel") erbeten. Die rabbinische Überlieferung kommentiert, dass Elija acht Wunder vollbracht habe, Elischa dagegen sechzehn. Der Jünger nimmt das Erbe auf, das Elija mit dem Mantel überträgt, und sein Wirken wird mächtig. Jener zusammengerollte Mantel hat die Kraft, die Wasser des Jordan zu zerteilen, damit der Prophet ihn überqueren kann. Offensichtlich haben wir es hier mit einer Analogie zum Stab des Mose zu tun, der das Rote Meer teilte (Ex 14,16). Sie verstärkt auch den Parallelismus, der zwischen Mose und Elija besteht. Auch Elija war, wie Mose, dem Herrn auf dem Horeb begegnet und stirbt außerhalb des verheißenen Landes, jenseits des Jordan. Auch von Elija kennt man kein Grab, wie es die Suche der fünfzig Prophetenschüler bestätigt (Verse 15–18). Die Anspielung auf die Durchquerung des Roten Meeres und des Jordans wird auch offensichtlich im Blick auf die Ortsnamen, die beim ersten Überschreiten des Jordans erwähnt werden (Gilgal, Jericho, Betel). Der Parallelismus zwischen Mose und Elija setzt sich auch zwischen Elija und Elischa fort. Auch die Analogie der Situationen – dass Elischa gerufen ist, sich jemandem entgegenzustellen (die Zerstörung der Ahab-Dynastie, der Krieg gegen Baal, die aramäische Bedrohung, der Gegensatz zwischen einem gläubigen und einem ungläubigen Israel) – zeigt die Kontinuität des Prophetenamtes angesichts der permanenten Gegenwart der Sünde und des Unglaubens des Volkes Gottes. Jede Generation braucht die Verkündigung des Wortes. Der „Geist des Herrn" (2 Kön 2,16), den die Juden vergessen hatten, tritt wieder auf mit den Propheten, die sich gegen die Königsherrschaft ereifern (1 Kön 22,24). Die Kontinuität der Prophetie unterstreicht die Treue Gottes, der nicht aufhört Begleiter zu sein und zu seinem Volk zu sprechen, damit es sich nicht vom Weg des Heils entfernen möge. Der Prophet ist seinerseits gerufen, nur aus dem Wort heraus zu leben, das er mutig und großzügig verkünden muss. Es ist immer dasselbe Wort, auch wenn es auf neue Weise verkündet wird. So lässt sich sagen, dass auch wir den Mantel des Elija aufnehmen müssen, das heißt den Geist der Prophetie, um sie in unseren Tagen zu leben. Die Propheten folgen einander nach. Doch der Geist ist immer ein einziger. Die Anwesenheit der Prophetenschüler unterstreicht die Gemeinschaft der Brüder und Schwestern, die den prophetischen Dienst begleitet.


15/06/2016
Gedenken an die Heiligen und die Propheten


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