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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Klagelieder 2,2.10-14.18-19

Schonungslos hat der Herr vernichtet alle Fluren Jakobs, niedergerissen in seinem Grimm die Bollwerke der Tochter Juda, zu Boden gestreckt, entweiht das Königtum und seine Fürsten. Am Boden sitzen, verstummt, die Ältesten der Tochter Zion, streuen sich Staub aufs Haupt, legen Trauerkleider an. Zu Boden senken den Kopf die Mädchen von Jerusalem. Meine Augen ermatten vor Tränen, mein Inneres glüht. Ausgeschüttet auf die Erde ist mein Herz über den Zusammenbruch der Tochter, meines Volkes. Kind und Säugling verschmachten auf den Plätzen der Stadt. Sie sagen zu ihren Müttern: Wo ist Brot und Wein?, da sie erschöpft verschmachten auf den Plätzen der Stadt, da sie ihr Leben aushauchen auf dem Schoß ihrer Mütter. Wie soll ich dir zureden, was dir gleichsetzen, du Tochter Jerusalem? Womit kann ich dich vergleichen, wie dich trösten, Jungfrau, Tochter Zion? Dein Zusammenbruch ist groß wie das Meer, wer kann dich heilen? Deine Propheten schauten dir Lug und Trug. Deine Schuld haben sie nicht aufgedeckt, um dein Schicksal zu wenden. Sie schauten dir als Prophetenworte nur Trug und Verführung. Schrei laut zum Herrn, stöhne, Tochter Zion! Wie einen Bach laß fließen die Tränen Tag und Nacht! Niemals gewähre dir Ruhe, nie laß dein Auge rasten! Steh auf, klage bei Nacht, zu jeder Nachtwache Anfang! Schütte aus wie Wasser dein Herz vor dem Angesicht des Herrn! Erhebe zu ihm die Hände für deiner Kinder Leben, die vor Hunger verschmachten an den Ecken aller Straßen.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der heutige Abschnitt steht im Buch der Klagelieder. Dieses besteht aus fünf Grabgesängen, die nach dem Fall Jerusalems verfasst wurden, den Nebukadnezzar im Jahre 586 v. Chr. herbeigeführt hatte. Das Volk Israel ist verstreut und hat keine Bezugspunkte mehr. Mit der Zerstörung des Tempels ist auch der Kult erloschen. Es scheint, als sei das ganze Volk Israel von einer großen und dunklen Stille umgeben. Es ist dramatisch, wenn der Himmel verschlossen ist und die Geschichte keinen Horizont mehr hat. Deshalb die Klage. Die Worte, die wir gehört haben, zeigen die Traurigkeit Israels, als es die Lage sieht, in die es geraten ist: „Schonungslos hat der Herr vernichtet alle Fluren Jakobs… Am Boden sitzen, verstummt, die Ältesten der Tochter Zion… Kind und Säugling verschmachten auf den Plätzen der Stadt". Es ist ein Sinnbild für die Vernichtung des Lebens. Leider geschah dies nicht nur damals so. Man denke nur an die Lage vieler alter Menschen und Kinder heute in unseren Städten. Leider stimmt niemand für sie ein Klagelied an; vielmehr scheint es normal geworden zu sein, dass alte Menschen und Kinder abgeschoben werden. Schon im Ersten Testament verkündeten die Propheten eine neue Welt mit dem Bild von Plätzen, die voll von sorglosen alten Menschen und fröhlichen Kindern waren. Der Text ermahnt, das Gebet zum Herrn zu erheben, ja zu ihm zu schreien: „Schrei laut zum Herrn… Wie einen Bach lass fließen die Tränen Tag und Nacht". Diese Schreie gibt es schon, auch in unseren Tagen. Es sind die Schreie der Völker im Krieg, der Millionen und Abermillionen von Unterdrückten überall auf der Welt, der Opfer zahlloser Gewalttaten. Die Gläubigen sollen diese Schreie aufnehmen, sie sich zu eigen machen und vor den Altar des Herrn tragen. Ohne „sich Ruhe zu gewähren", also mit unablässigem Gebet, ohne zu ermüden. „Steh auf, klage bei Nacht, zu jeder Nachtwache Anfang… Erhebe zu ihm die Hände für deiner Kinder Leben, die vor Hunger verschmachten an den Ecken aller Straßen". Dies geschieht auch heute noch in zu vielen Teilen der Erde. Dieser Abschnitt der Bibel muss auch die Gläubigen unserer Zeit aufrütteln. Es ist dringend nötig, dass die Klage zum inständigen Gebet und zur ständigen Sorge eines jeden und aller wird.


25/06/2016
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