Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

change language
sie sind in: home - gebet - das tägliche gebet kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

Das tägliche Gebet


 
druckversion

Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an Yaguine und Fodé, zwei Jugendliche aus Guinea Conakry, die im Jahr 1999 im Alter von 15 und 14 Jahren im Fahrwerk eines Flugzeugs versteckt erfroren. Sie hatten versucht, nach Europa zu kommen und dort eine Ausbildung zu machen. Gedenken an den seligen Zeffirino Giménez Malla, einen Märtyrer aus dem Volk der Roma.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Geist des Herren ruht auf dir,
der von dir geboren wird, wird heilig sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jeremia 30,1-2.12-15.18-22

Das Wort, das vom Herrn an Jeremia erging: So spricht der Herr, der Gott Israels: Schreib dir alle Worte, die ich dir gesagt habe, in ein Buch! Ja, so spricht der Herr: Arg ist dein Schaden, unheilbar deine Wunde. [Niemand verschafft dir Recht.] Für das Geschwür gibt es keine Heilung, keine Genesung gibt es für dich. Alle deine Freunde haben dich vergessen, sie kümmern sich nicht mehr um dich. Denn wie ein Feind schlägt, so habe ich dich geschlagen mit harter Züchtigung [wegen deiner vielfachen Schuld und deiner zahlreichen Sünden]. Was schreist du über deinen Schaden und dein arges Leiden? Wegen deiner vielfachen Schuld und deiner zahlreichen Sünden habe ich dir das getan. So spricht der Herr: Seht, ich wende das Geschick der Zelte Jakobs, seiner Wohnstätten erbarme ich mich. Die Stadt soll auf ihrem Schutthügel aufgebaut werden, die Burg auf ihrem alten Platz stehen. Lobgesang wird dort erschallen, die Stimme fröhlicher Menschen. Ich will ihre Zahl vermehren, sie sollen nicht weniger werden; ich will ihnen Ehre verschaffen, sie sollen nicht verachtet werden. Die Söhne Jakobs werden sein wie ehedem, seine Gemeinde wird vor mir bestehen bleiben, doch alle seine Unterdrücker ziehe ich zur Rechenschaft. Sein Machthaber wird ihm selbst entstammen, sein Herrscher aus seiner Mitte hervorgehen. Ich gewähre ihm Zutritt, so daß er mir nahen kann; denn wer sonst dürfte sein Leben wagen, um mir zu nahen? - Spruch des Herrn. Ihr werdet mein Volk sein, und ich werde euer Gott sein.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Hier sind, Herr, deine Diener,
uns geschehe nach deinem Wort.

Halleluja, halleluja, halleluja.

An dieser Stelle beginnt das „Trostbuch", das die Kapitel 30 und 31 umfasst. Bisher hat der Prophet zahlreiche Weissagungen verkündet, die von Unheil, Tod und Verbannung sprachen. Das geschah nicht zufällig, sondern war das schmerzhafte Ergebnis der Auflehnung des Volkes Juda, das nicht mehr dem Wort Gottes folgte und nicht auf den Propheten hörte, der dieses Wort überzeugend und beständig weitergab. Doch der Herr ist immer barmherzig, er hat Mitleid mit seinem Volk und verheißt einen tiefgreifenden Wandel. Er kennt die Bedrängnis und das Leid des Volkes, das dieses gleichsam angestrebt hatte, indem es sich mit seinem Verhalten vom Gesetz Gottes entfernt hatte. Der Herr ruft den Propheten und sagt: „Schreib dir alle Worte, die ich dir gesagt habe, in ein Buch! Denn seht, es werden Tage kommen – Spruch des Herrn –, da wende ich das Geschick meines Volkes … Ich führe sie zurück in das Land, das ich ihren Vätern zum Besitz gegeben habe" (Jer 30, 2.3). Die Initiative zur Befreiung geht wiederum vom Herrn aus. Er kann das „Angstgeschrei", „Schrecken und kein Friede", nicht ertragen. Er entscheidet einzugreifen und den Tag der Befreiung herbeizuführen: „An jenem Tag wird es geschehen – Spruch des Herrn der Heere –, da zerbreche ich das Joch auf seinem Nacken; ich zerreiße seine Stricke, und Fremde sollen ihn nicht mehr knechten" (Jer 30,8). Dieses Mal ist es der Herr, der das Joch zerbricht und die Stricke zerreißt. Mit wahrer Hoffnung kann das Volk in die Zukunft blicken. Das ihm geraubte Land wird wieder zu seinem Besitz werden. Die Erfahrung des Exodus wiederholt sich, denn das Volk wird das Land verlassen, in dem es als Fremder lebt, und in jenes Land zurückkehren, das Zeichen des Bundes Gottes ist. Wird aber das Volk dieses neue Eingreifen Gottes begreifen? Dies wird ihm nur gelingen, wenn es sein Ohr dem Herrn zuneigt, der immer wieder zu ihm spricht. Das Heil der Gläubigen geschieht immer durch ein erneuertes Zuhören. Denn der Herr ist nicht fern und stumm, er hört nie auf zu sprechen. Auch jetzt sagt er: „Fürchte dich nicht, du, mein Knecht Jakob – Spruch des Herrn –, verzage nicht Israel! Denn ich bin es, der dich aus fernem Land errettet, deine Kinder aus dem Land ihrer Gefangenschaft" (Jer 30,10). Dies ist keine schnell dahingesagte Ermunterung, kein schlichter Optimismus. Die Befreiung ereignet sich, weil „ich es bin, der dich aus fernem Land errettet", wie der Herr bekräftigt. Darin liegt die eigentliche Erklärung dessen, was geschehen wird: Der Herr kommt als Retter, der das Volk aus Finsternis und Einsamkeit befreit und in das Land führt, das sein Besitz war. Der Herr selbst ändert das Vorzeichen seines Tages und macht ihn zum Tag der Freiheit und des Heils. Der Schrecken wird zum Frieden, Angstschreie wird man nicht mehr hören. Ein Messias des Friedens wird kommen, und sein Tag wird voller Freude und Glück sein. In diesem Spruch ist erst vom Leid des Volkes und dann von seinem Heil die Rede. Zunächst scheinen die Wunden Israels unheilbar, sodass es keine Heilung für das Volk gibt, weil es zu viel Böses getan hat. Seit Jahren muss es darunter leiden, und alle Heilmittel sind nutzlos geworden. Die Frevel Israels sind so groß und seine Sünden so schwer, dass sie alles Maß übersteigen. Denn das Volk hatte sich entschieden, seinen Gott zu verlassen und hatte anderswo Schutz gesucht, der sich jedes Mal als Trugschluss erwies. Die Gottheiten anderer Völker wurden zu Götzen, da Israel sie an die Stelle dessen gestellt hatte, der schon immer sein Retter war. Israel hätte akzeptieren können, dass jedes Volk seinen überlieferten Gott ehrt, doch es hätte niemals diese Götter als dem Herrn des Weltalls und dem Schöpfer des Himmels und der Erde ebenbürtige Gottheiten ansehen dürfen. Ebenfalls bei Jeremia heißt es: „Die Propheten traten im Dienst des Baal auf und liefen unnützen Götzen nach" (Jer 2,8). Die Wunde ist schlimm, denn die Sünde Israels verstößt gegen das erste Gebot: „Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig" (Dtn 6,4). Deshalb kann nur der Herr selbst die Geschichte verändern und seinem Volk Heilung schenken, indem er es aus der Verbannung zurückkehren lässt und den Wiederaufbau der Städte und ihrer Wohnungen herbeiführt. Der Herr allein konnte Mitleid mit dem Volk haben und diese Wunde heilen, die wegen ihrer Tiefe unheilbar erschien. Das Mitleid des Herrn war das große Heilmittel, das die große Wunde des Verrats geheilt hat. Der Herr hat „einen starken Retter erweckt im Hause seines Knechtes David" (Lk 1,69). Die Prophezeiung des Jeremia erfüllt sich in Jesus, dem Messias und König, der aus seinem Volk hervorging, nämlich aus dem Stamm Juda und der Familie Davids. Die Jünger Jesu bilden dieses Volk, das dem Herrn durch den Bund der Liebe gehört: „Ihr werdet mein Volk sein, und ich werde euer Gott sein." Der Bund mit dem Herrn ist die Medizin, welche die Wunde der Einsamkeit heilt, und das treue Hören auf sein Wort ist der tägliche Balsam zur Stärkung auf dem Weg.


02/08/2016
Gedenken an die Mutter des Herrn


Veranstaltungen der woche
DEZ
4
Sonntag 4 Dezember
Liturgie des Sonntags
DEZ
5
Montag 5 Dezember
Gebet für die Kranken
DEZ
6
Dienstag 6 Dezember
Gedenken an die Mutter des Herrn
DEZ
7
Mittwoch 7 Dezember
Gedenken an die Heiligen und die Propheten
DEZ
8
Donnerstag 8 Dezember
Fest der unbefleckten Empfängnis Mariens
DEZ
9
Freitag 9 Dezember
Gedenken an den gekreuzigten Jesus
DEZ
10
Samstag 10 Dezember
Vorabend des Sonntags
DEZ
11
Sonntag 11 Dezember
Liturgie des Sonntags

Per Natale, regala il Natale! Aiutaci a preparare un vero pranzo in famiglia per i nostri amici più poveri