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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Kohelet 3,1-11

Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit: eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben, eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen, eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen, eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen, eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen, eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz; eine Zeit zum Steinewerfen und eine Zeit zum Steinesammeln, eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, die Umarmung zu lösen, eine Zeit zum Suchen und eine Zeit zum Verlieren, eine Zeit zum Behalten und eine Zeit zum Wegwerfen, eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen, eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden, eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen, eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden. Wenn jemand etwas tut - welchen Vorteil hat er davon, daß er sich anstrengt? Ich sah mir das Geschäft an, für das jeder Mensch durch Gottes Auftrag sich abmüht. Gott hat das alles zu seiner Zeit auf vollkommene Weise getan. Überdies hat er die Ewigkeit in alles hineingelegt, doch ohne daß der Mensch das Tun, das Gott getan hat, von seinem Anfang bis zu seinem Ende wiederfinden könnte.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der weiter als Pseudo-Salomo schreibende Verfasser denkt ausführlich über die Zeit nach. In der biblischen Weisheitsliteratur wird immer wieder betont, dass alles „seine Zeit" hat. Ein Baum bringt „zur rechten Zeit" Früchte hervor (Ps 1,3), Garben bringt man „zu ihrer Zeit" ein (Hi 5,26), die Vögel kennen ihre Zeiten und selbst das Wort hat seine „rechte Zeit" (Spr 15,23). Das Verstehen der Zeit ist daher ein Zeichen von Weisheit. Mit seiner Zusammenstellung von zweimal sieben Gegensatzpaaren möchte Kohelet das gesamte menschliche Leben mit seinen unterschiedlichen Phasen oder Ereignissen erfassen. Das ganze Leben des Menschen wird von seiner Geburt bis zum Tod durch eine Dialektik von Gegensätzen bestimmt. Der Verfasser stellt diese Ereignisse des menschlichen Lebens wie in einer langen Litanei der die Existenz prägenden Zeiten dar. Doch der Mensch stellt sein Leben nicht selbst zusammen. Nicht wir entscheiden, wann wir geboren werden oder sterben. Genauso wenig können wir die Gegensätze beseitigen, die unser Leben prägen. Alles unterliegt einer Ordnung: „Alles hat seine Stunde." Diese Aufzählung möchte die Vorstellung von einer Unordnung widerlegen. Dem Menschen ist es jedoch nicht gegeben, den tiefen Sinn zu erfassen und noch weniger ihn zu bestimmen. Kohelet unterstreicht die Unzulänglichkeit des menschlichen Verstehens. Die Existenz besteht insgesamt aus einem vielfältigen und abwechslungsreichen Tun, das aber keinen Sinn besitzt. Der Mensch müht sich ab, um Erfolge zu erzielen, um Ziele zu erreichen und die Welt aufzubauen. Doch er ist nicht ihr Herr. Warum soll er sich also anstrengen, wenn er nichts davon genießen kann? Kohelet weist die Vorstellung zurück, Gott habe einen Fehler gemacht, und betont: „Gott hat das alles zu seiner Zeit auf vollkommene Weise getan". Daher ist Gebären wie auch Sterben „schön", ebenso sind Lieben und Hassen „schön", und so fort. Der ganzen Schöpfung wohnt eine innere Harmonie inne. Jesus Sirach schreibt in entsprechender Weise: „Alle Werke Gottes sind gut, sie genügen zur rechten Zeit für jeden Bedarf... Man sage nicht: Wozu dies, wozu das? Denn alles ist für seinen besonderen Zweck bestimmt. Man sage nicht: Dies ist schlechter als das. Denn alles ist zu seiner Zeit von Wert" (Jes Sir 39,16.21). Die Erfahrung lehrt, dass das Leben schwer zu leben und zu verstehen ist, „ohne dass der Mensch das Tun, das Gott getan hat, von seinem Anfang bis zu seinem Ende wiederfinden könnte". Doch Gott hat die „Ewigkeit in alles hineingelegt". Zwar versteht der Mensch den Sinn der aufeinander folgenden Zeiten nicht, doch er kann die Ewigkeit, die Zeit Gottes, erkennen. Gerade im Wissen um seine Begrenztheit öffnet der Mensch seinen Geist für das Geheimnis Gottes, dem nichts entgeht. Alles hat einen Sinn, auch wenn es dem Menschen nicht gelingt, den gesamten Ablauf der Zeiten „von seinem Anfang bis zu seinem Ende" zu begreifen. Das Wissen um die eigene, radikale Endlichkeit führt uns zum Vertrauen auf den Herrn. Dies ist die Bedeutung der Gottesfurcht, die Kohelet dem menschlichen Denken vorschlägt. Wenn wir Gott Respekt entgegenbringen, werden wir entdecken, dass uns alles geschenkt wurde. Selbst wenn wir den tiefen Sinn dieses Geschenks, das unser Leben ist, nicht verstehen, können wir uns darüber freuen im Bewusstsein, dass alles von Gott stammt.


23/09/2016
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