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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an die heilige Therese von Lisieux, eine Karmelitin mit einem tiefen Gespür für die Sendung der Kirche.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Ijob 42,1-3.5-6.12-16

Da antwortete Ijob dem Herrn und sprach: Ich hab' erkannt, daß du alles vermagst; kein Vorhaben ist dir verwehrt. Wer ist es, der ohne Einsicht den Rat verdunkelt? So habe ich denn im Unverstand geredet über Dinge, die zu wunderbar für mich und unbegreiflich sind. Vom Hörensagen nur hatte ich von dir vernommen; jetzt aber hat mein Auge dich geschaut. Darum widerrufe ich und atme auf, in Staub und Asche. Der Herr aber segnete die spätere Lebenszeit Ijobs mehr als seine frühere. Er besaß vierzehntausend Schafe, sechstausend Kamele, tausend Joch Rinder und tausend Esel. Auch bekam er sieben Söhne und drei Töchter. Die erste nannte er Jemima, die zweite Kezia und die dritte Keren-Happuch. Man fand im ganzen Land keine schöneren Frauen als die Töchter Ijobs; ihr Vater gab ihnen Erbbesitz unter ihren Brüdern. Ijob lebte danach noch hundertvierzig Jahre; er sah seine Kinder und Kindeskinder, vier Geschlechter.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Endlich wird das Rätsel des Buches aufgelöst. Hiob begegnet Gott persönlich. Er versteht, dass für Gott nichts unmöglich ist. Dadurch erkennt dieser Gläubige Gott an und vertraut der Liebe Gottes auch in den schwierigen Momenten, wenn alles unmöglich erscheint. In diesem Zusammenhang erkennt Hiob, dass er Dinge gefordert hat, die seine Fähigkeiten weit übersteigen und die er selbst nicht begreifen kann. Wer kann schon das Geheimnis Gottes erfassen, ohne auf sein Wort zu hören? Hiob hat viel geredet, doch nun versteht er, dass Gott nicht weit weg ist und Gottes Gegenwart und sein Wort im Gebet einen Platz finden müssen. „Vom Hörensagen nur hatte ich von dir vernommen; jetzt aber hat mein Auge dich geschaut", sagt Hiob. Oftmals kennen auch wir Gott nur vom Hörensagen oder meinen, ihn zu kennen, weil uns vielleicht von klein auf von ihm erzählt wurde oder weil wir uns vielleicht vom Hörensagen ein bestimmtes Bild von ihm gemacht haben. Wer aber kennt den Gott der Bibel? Nur durch Begegnungen lernt man ihn kennen. Er ist eine Person, geht auf jeden zu, spricht mit allen und hört jedem zu, der sich an ihn wendet. Diesen Gott kann man nicht durch Hörensagen kennenlernen. Hiob und seine Freunde hatten über Gott und seine Gerechtigkeit eine theologische Diskussion geführt. Nun begegnet Hiob ihm, sieht ihn vor sich und betrachtet ihn nicht mehr aus der Ferne, wie es bei Diskussionen der Fall ist. Die zentrale Frage der Bibel dreht sich um die Art, wie man Gott begegnen kann. Die Bibel selbst ist der beste Weg, um zu dieser Begegnung zu gelangen. In Jesus Christus erreicht diese Begegnung ihren Höhepunkt. Er selbst sagt: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen." Das Hiobbuch endet, wie es begonnen hat. Wieder treten die Freunde auf, denen Gott den Vorwurf macht, sie hätten „nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob". Diese Worte verblüffen eigentlich, da Gott auch Hiob Vorwürfe wegen seiner Reden gemacht hat. Letztlich stellt er sich jedoch auf die Seite Hiobs und bezichtigt die Freunde der Sünde. Warum? Gott stellt sich der Theologie der Freunde Hiobs entgegen, weil sie sich auf eine Gerechtigkeit der Vergeltung beriefen, der zufolge solches Unglück, das Hiob erlitten hat, nur einem Sünder widerfahren kann. In seiner abschließenden Antwort an die Freunde stellt Gott selbst diese Theologie in Frage, aus der diese keinen Ausweg fanden, auf die sie sich ohne tieferes Nachdenken aber trotzdem immer wieder beriefen. Wir dürfen niemals davon ausgehen, dass unsere Denkweise absolut richtig ist, vor allem wenn es um den Herrn geht. Lassen wir Gott sprechen und lernen wir durch die Kirche, sein Denken zu erfassen. Im Unterschied zu seinen Freunden hat Hiob niemals ganz resigniert, auch nicht im größten Leid. Niemals hat er sich damit abgefunden, dass Gott nicht auf sein Gebet antwortet. Es gibt ein unergründliches Geheimnis, das niemand vollständig erfassen kann. Deswegen ist Hiob am Ende bereit, das Wort und die göttliche Offenbarung anzunehmen und zu verstehen, dass er im Leid und in der Prüfung nicht sich selbst überlassen ist. Die Wiederherstellung der ursprünglichen Situation Hiobs ist das Zeichen des Segens Gottes für jeden Menschen, der nicht aufhört, sich an ihn zu wenden, und die Hoffnung auf die wohlwollende Gegenwart des Herrn nicht aufgibt.


01/10/2016
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