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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Galater 1,6-12

Ich bin erstaunt, daß ihr euch so schnell von dem abwendet, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, und daß ihr euch einem anderen Evangelium zuwendet. Doch es gibt kein anderes Evangelium, es gibt nur einige Leute, die euch verwirren und die das Evangelium Christi verfälschen wollen. Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel. Was ich gesagt habe, das sage ich noch einmal: Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt, als ihr angenommen habt, der sei verflucht. Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen, oder geht es mir um Gott? Suche ich etwa Menschen zu gefallen? Wollte ich noch den Menschen gefallen, dann wäre ich kein Knecht Christi. Ich erkläre euch, Brüder: Das Evangelium, das ich verkündigt habe, stammt nicht von Menschen; ich habe es ja nicht von einem Menschen übernommen oder gelernt, sondern durch die Offenbarung Jesu Christi empfangen.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Paulus beginnt seinen Brief an die „Gemeinden in Galatien", einer Region im Zentrum der heutigen Türkei, indem er vor allem seine Autorität als Apostel betont. Nicht aus eigener Initiative ist er Apostel geworden, sondern „durch Jesus Christus". Deshalb zeigt sich in seiner Predigt die Vollmacht Jesu und damit die Vollmacht von „Gott, dem Vater". Paulus sagt weiter, dass „alle Brüder, die bei mir sind", den Brief mitschreiben, um gleichsam zum Ausdruck zu bringen, dass der pastorale Dienst niemals von der Gemeinde und ihrem Leben getrennt werden darf. Die feierliche Einleitung des Briefes geht auf die ernste Gefahr ein, in der sich diese Gemeinden befinden. Denn einige schlechte Lehrer zogen nicht nur die apostolische Autorität des Paulus in Zweifel, sie stellten auch den Kern des von ihm gepredigten Evangeliums Christi in Frage, nämlich dass allein durch den Glauben an Jesus, den einzigen Retter, das Heil geschenkt wird. Paulus weiß um die grundlegende Bedeutung dieses Evangeliums für das Christentum. Daher sagt er, dass er selbst oder sogar ein Engel oder sonst irgendein anderer verflucht sei, wenn er ein anderes Evangelium verkündigt. Diese Härte kommt von der Sorge, das „Evangelium Christi" unversehrt bewahren zu wollen. Dadurch weist der Apostel darauf hin, dass er selbst als Erster der von Jesus empfangenen Gabe verpflichtet ist. Deshalb ist die Behauptung der schlechten Lehrer über ihn, er wolle nur den Menschen gefallen, durch die sie ihn unglaubwürdig machen wollen, vollkommen falsch. Der Apostel antwortet, dass er allein Gott gefallen will, denn er predigt nur das, was er von Jesus als Gabe empfangen hat. Mehrmals stellt er klar, dass sein Dienst nur darin besteht, dem Evangelium Christi zu dienen. So schreibt er an die Korinther: „Als Diener Christi soll man uns betrachten und als Verwalter von Geheimnissen Gottes. Von Verwaltern aber verlangt man, dass sie sich treu erweisen" (1 Kor 4,1-2). Dieses Beispiel des Paulus wird jedem Gläubigen und ganz besonders Amtspersonen im Dienst am Evangelium anvertraut. Alle müssen Jesus nachfolgen, wenn sie treue Jünger sein wollen.


03/10/2016
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