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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den seligen Giuseppe Puglisi, einen Priester der Kirche von Palermo, der von der Mafia getötet wurde.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Epheser 4,1-6

Ich, der ich um des Herrn willen im Gefängnis bin, ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging. Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe, und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält. Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Mit dem vierten Kapitel beginnt der zweite Teil des Epheserbriefes, der einen mahnenden Charakter hat. Paulus wendet sich leidenschaftlich an die Epheser und bringt das Werk Gottes in Zusammenhang mit ihrer Antwort: „Ich, der ich um des Herrn willen im Gefängnis bin, ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging." Er weiß, dass es keine Trennung zwischen der Berufung und dem Verhalten, das daraus folgen soll, geben kann. Die Authentizität der Verkündigung ergibt sich aus dem Lebenszeugnis. So wie dies für ihn als Apostel gilt, gilt es für jeden Gläubigen. Paulus bittet die Christen, für den Aufbau und das Wachstum der Gemeinde in Liebe und Einheit zu leben. Sieben Mal wiederholt der Apostel das Wort „ein" und unterstreicht dadurch die Einheit der Gemeinde. Der Apostel ermahnt die Christen, durch ein demütiges, friedfertiges und geduldiges Verhalten „die Einheit des Geistes zu wahren". Warum sind solche Haltungen von höchstem Wert? Weil durch sie – wie der Apostel beteuert – die Einheit gewahrt wird. Der Gläubige ist demütig, weil er alles von Gott erwartet, er ist friedfertig, weil er nicht mit Gewalt antwortet, und er ist geduldig, weil Gott mit seinem Volk geduldig ist. Jesus ist das Vorbild, auf das wir schauen sollen. Er, „gütig und von Herzen demütig" (Mt 11,29), ist gekommen, „um zu dienen und sein Leben hinzugeben" (Mk 10,45), er „erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod" (Phil 2,8). Denn er liebt uns, ohne sich irgendeine Grenze zu setzen. Liebe und Einheit kommen uns zuvor, sie werden uns geschenkt. Sie sind der wahre Schatz, aus dem wir leben. Der Apostel bittet, die Einheit „zu wahren", indem wir sie leben und berücksichtigen, dass jede Verletzung der Einheit gegen den Leib Christi selbst gerichtet ist und so zu einem Verrat an der Berufung wird, ein einziger Leib zu sein, einen einzigen Glauben und eine einzige Taufe zu haben, einen einzigen Gott und Vater aller anzuerkennen. Die Einheit ist weder das Ergebnis einer Einigung unter uns noch die Annahme einer Glaubenslehre, sondern die Aufnahme des einzigen Geistes. Sie wird uns geschenkt, wenn wir zu Kindern des einzigen Vaters werden und zu Kindern der einzigen Mutter, der Kirche.


21/10/2016
Gedenken an den gekreuzigten Jesus


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