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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an den Heiligen Leo den Großen, der als Bischof von Rom die Kirche in schwierigen Zeiten leitete.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an Philemon 1,7-20

Es hat mir viel Freude und Trost bereitet, daß durch dich, Bruder, und durch deine Liebe die Heiligen ermutigt worden sind. Obwohl ich durch Christus volle Freiheit habe, dir zu befehlen, was du tun sollst, ziehe ich es um der Liebe willen vor, dich zu bitten. Ich, Paulus, ein alter Mann, der jetzt für Christus Jesus im Kerker liegt, ich bitte dich für mein Kind Onesimus, dem ich im Gefängnis zum Vater geworden bin. Früher konntest du ihn zu nichts gebrauchen, doch jetzt ist er dir und mir recht nützlich. Ich schicke ihn zu dir zurück, ihn, das bedeutet mein eigenes Herz. Ich würde ihn gern bei mir behalten, damit er mir an deiner Stelle dient, solange ich um des Evangeliums willen im Gefängnis bin. Aber ohne deine Zustimmung wollte ich nichts tun. Deine gute Tat soll nicht erzwungen, sondern freiwillig sein. Denn vielleicht wurde er nur deshalb eine Weile von dir getrennt, damit du ihn für ewig zurückerhälst, nicht mehr als Sklaven, sondern als weit mehr: als geliebten Bruder. Das ist er jedenfalls für mich, um wieviel mehr dann für dich, als Mensch und auch vor dem Herrn. Wenn du dich mir verbunden fühlst, dann nimm ihn also auf wie mich selbst! Wenn er dich aber geschädigt hat oder dir etwas schuldet, setz das auf meine Rechnung! Ich, Paulus, schreibe mit eigener Hand: Ich werde es bezahlen - um nicht davon zu reden, daß du dich selbst mir schuldest. Ja, Bruder, um des Herrn willen möchte ich von dir einen Nutzen haben. Erfreue mein Herz; wir gehören beide zu Christus.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

In der heutigen Liturgie wird der Philemonbrief gelesen. Dieses kurze Schreiben stammt aus einer unbekannten Gefangenschaft des Paulus entweder in Rom oder Ephesus und ist an Philemon gerichtet mit einem Anliegen für dessen Sklaven Onesimus. Dieser war seinem Besitzer entlaufen und dem Apostel begegnet, der ihn zum Evangelium bekehrte. Eine gewisse Zeit war er dem Apostel zu Diensten. Dann schickt Paulus ihn zurück an Philemon mit diesem kurzen Schreiben, in dem er ihn bittet, Onesimus nicht mehr als Sklaven, sondern „als geliebten Bruder" aufzunehmen. Die Worte des Apostels sind ein Hinweis auf die große Macht des Evangeliums im menschlichen Leben, das auch die menschlichen Beziehungen grundlegend verwandelt. Der Apostel hebt den rechtlichen Status jener Zeit nicht auf, denn Onesimus verbleibt im Zustand der Sklaverei. Doch die Liebe des Evangeliums geht grundsätzlich darüber hinaus. Auf dieser Ebene beseitigt Paulus allerdings die Grundpfeiler der Sklaverei. Die neue Dimension der Geschwisterlichkeit im Geist des Evangeliums gibt dem Besitzer und dem Sklaven die Möglichkeit, wirklich als Brüder zu leben. In dieser Begebenheit ist die von Paulus aufgebaute Freundschaft sowohl zu Philemon als auch zu Onesimus von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Denn die Umsetzung der Geschwisterlichkeit des Evangeliums ist keine Anwendung einer Theorie, sondern eine reale Veränderung durch konkrete und dauerhafte Freundschaftsbeziehungen. Wahrscheinlich konnte der Apostel die Rechtsvorschriften nicht verändern, doch die durch das Evangelium geschaffene Geschwisterlichkeit muss sich auf alle Gläubigen auswirken. Im Horizont des Evangeliums erhalten wir alle Anteil an der Gotteskindschaft und leben daher in der Geschwisterlichkeit, die unabhängig vom sozialen Status und auch von Traditionen geschaffen wird. Als Paulus Onesimus zurückschickt, weiß er genau, dass der gemeinsame Glaube diesen sozialen Unterschied untereinander aufgehoben hat, der gesellschaftlich noch bestehen bleibt. Obwohl der eine der Herr des anderen ist, sind sie nun im Grunde genommen zu Brüdern geworden und sollen auch als solche leben. Dieses Verständnis hat letztlich in der westlichen Kultur auch zur Überwindung der Sklaverei im gesellschaftlichen und rechtlichen Leben geführt, wenn auch viele Jahrhunderte später. Heute muss uns dieser Brief nachdenklich stimmen, betrachtet man viele Formen von Sklaverei, die Menschen in neuer Weise und doch nicht weniger qualvoll unterdrücken. Diese Menschen erwarten von den Christen Impulse durch den Humanismus des Evangeliums.


10/11/2016
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