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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Weihetag der Basilika Santa Maria in Trastevere, in der die Gemeinschaft Sant’Egidio jeden Abend betet.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Geist des Herren ruht auf dir,
der von dir geboren wird, wird heilig sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Offenbarung des Johannes 3,1-6.14-22

An den Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: So spricht Er, der die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat: Ich kenne deine Werke. Dem Namen nach lebst du, aber du bist tot. Werde wach und stärke, was noch übrig ist, was schon im Sterben lag. Ich habe gefunden, daß deine Taten in den Augen meines Gottes nicht vollwertig sind. Denk also daran, wie du die Lehre empfangen und gehört hast. Halte daran fest, und kehr um! Wenn du aber nicht aufwachst, werde ich kommen wie ein Dieb, und du wirst bestimmt nicht wissen, zu welcher Stunde ich komme. Du hast aber einige Leute in Sardes, die ihre Kleider nicht befleckt haben; sie werden mit mir in weißen Gewändern gehen, denn sie sind es wert. Wer siegt, wird ebenso mit weißen Gewändern bekleidet werden. Nie werde ich seinen Namen aus dem Buch des Lebens streichen, sondern ich werde mich vor meinem Vater und vor seinen Engeln zu ihm bekennen. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. An den Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: So spricht Er, der «Amen» heißt, der treue und zuverlässige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes: Ich kenne deine Werke. Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß! Weil du aber lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien. Du behauptest: Ich bin reich und wohlhabend, und nichts fehlt mir. Du weißt aber nicht, daß gerade du elend und erbärmlich bist, arm, blind und nackt. Darum rate ich dir: Kaufe von mir Gold, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst; und kaufe von mir weiße Kleider, und zieh sie an, damit du nicht nackt dastehst und dich schämen mußt; und kaufe Salbe für deine Augen, damit du sehen kannst. Wen ich liebe, den weise ich zurecht und nehme ihn in Zucht. Mach also Ernst, und kehr um! Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten, und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir. Wer siegt, der darf mit mir auf meinem Thron sitzen, so wie auch ich gesiegt habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Hier sind, Herr, deine Diener,
uns geschehe nach deinem Wort.

Halleluja, halleluja, halleluja.

In diesem Abschnitt der Offenbarung sind zwei Briefe enthalten: der Brief an die Gemeinde von Sardes und der Brief an die Gemeinde von Laodizea. Jesus zeigt sich der Gemeinde von Sardes als der, „der die sieben Geister Gottes" hat. Er fällt ein sehr hartes Urteil über sie, denn sie ist nur dem Anschein nach eine christliche Gemeinde. Sie lebt in der Illusion, lebendig zu sein, doch eigentlich liegt sie durch Gleichgültigkeit und Kälte im Sterben. Ohne Liebe und Barmherzigkeit stirbt jede christliche Gemeinde. Weder Organisation noch Werke retten, sondern nur der Glaube, der zum vollkommenen Vertrauen allein auf den Herrn wird. Der Apostel bittet die Gemeinde, das Wort anzunehmen und zur Grundlage des täglichen Lebens zu machen. Jede Gemeinde muss aus der eigenen Trägheit erwachen, aufmerksam auf das Evangelium hören und es der Welt weitergeben. Die wenigen, die der Apostel auffordert, das Leben der Gemeinde wieder mit Leben zu erfüllen, können einzelne Personen sein. Es kann aber auch jeder von uns angerührt werden, wenn er sich bewusst ist, dass er dem Herrn volles Vertrauen schenken kann. Wir müssen alle „mit weißen Gewändern bekleidet werden" und uns somit vom Evangelium führen lassen. Das brauchen wir, und auch die Welt hat dies nötig. Die Menschheit scheint ohne Träume und Visionen ihrem traurigen Schicksal überlassen zu sein. Sie scheint dem zerstörerischen Plan des Fürsten des Bösen als Opfer verfallen zu sein. Es scheint so, als befänden wir uns wieder in Samuels Zeiten: „In jenen Tagen waren Worte des Herrn selten", heißt es in der Schrift, aber „die Lampe Gottes war noch nicht erloschen" (1 Sam 3,1–3). Von uns wird erwartet, wach zu bleiben, um das Licht dieser Lampe zu erkennen. Der letzte der sieben Briefe ist an die Gemeinde von Laodizea gerichtet und fasst die anderen gewissermaßen zusammen. Laodizea war eine sehr reiche Stadt mit vielen Banken und Handelszentren. An der Handelsstraße zu den Ländern des Orients gelegen, lebte sie im Luxus und in einer sorglosen und ichbezogenen Haltung. Die christliche Gemeinde, die sich hiervon hatte anstecken lassen, greift Jesus, „der treue und zuverlässige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes", hart an. Auch wir befinden uns heute in einer stark säkularisierten Gesellschaft. Es gibt Stimmen, die von einer Welt sprechen, die Gott hinter sich gelassen hat. Tatsächlich wird Gott in einer Wohlstandsgesellschaft eher ignoriert als angezweifelt. Auf der anderen Seite macht sich aber auch eine Wiedergeburt der Religion bemerkbar. Dies verhindert allerdings nicht, dass das Alltagsleben ohne Rücksicht auf Gott und das Evangelium gestaltet wird. Wenn es einen gemeinsamen Nenner aller Völker gibt, dann liegt dieser in der ungebremsten Ausdehnung von Egoismus und Gewalt fast in allen Bereichen. Für die oft mit sich selbst beschäftigten christlichen Gemeinden besteht die Gefahr, sich von einem weltlichen Klima ohne Träume und Hoffnungen beherrschen zu lassen. Diese Angepasstheit an die Welt nimmt ihnen den paradoxen Zug und die Andersartigkeit, die dem Evangelium eigen sind und mit Leben erfüllt werden müssen. Man darf nicht in der Welt leben und dabei wie die Welt sein. Wenn die Gemeinde nicht beunruhigend wirkt, wenn sie keine Fragen stellt und nichts hinterfragt, leistet sie nicht nur dem Bösen keinen Widerstand, sondern lässt sich auch von Banalität und Nutzlosigkeit mitreißen. Dann ist sie letztlich weder kalt noch heiß. Das Evangelium verlangt ein Wachstum in der Liebe, im Mitleid und in der Solidarität. Jesus ist auch in unserer Zeit ein Bettler nach Liebe und sagt zu uns allen: „Ich stehe vor der Tür und klopfe an." Die Armen und Schwachen, einzelne Personen und ganze Länder, stehen vor unseren Türen und klopfen an. Selig sind die Gemeinden, selig sind die Christen, die die Tür öffnen und sie aufnehmen. Mit ihnen nehmen sie Jesus auf. Wenn sie Mahl mit ihnen halten, halten sie Mahl mit Jesus selbst. Doch genau das Gegenteil ist die wahre Bedeutung dieser Worte. Nicht wir sind es, die Jesus aufnehmen, sondern er ist es, der uns in den Armen und Schwachen aufnimmt und auf denselben Thron setzt, den Thron der Liebe. In diesen Taten beginnt das Reich Gottes seinen Weg in der Welt, wie es oft in den Evangelien wiederholt wird.


15/11/2016
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