Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

change language
sie sind in: home - gebet - das tägliche gebet kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

Das tägliche Gebet


 
druckversion

Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Offenbarung des Johannes 18,1-2.21-31; 19,1-3.9

Danach sah ich einen anderen Engel aus dem Himmel herabsteigen; er hatte große Macht, und die Erde leuchtete auf von seiner Herrlichkeit. Und er rief mit gewaltiger Stimme: Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große! Zur Wohnung von Dämonen ist sie geworden, zur Behausung aller unreinen Geister und zum Schlupfwinkel aller unreinen und abscheulichen Vögel. Dann hob ein gewaltiger Engel einen Stein auf, so groß wie ein Mühlstein; er warf ihn ins Meer und rief: So wird Babylon, die große Stadt, mit Wucht hinabgeworfen werden, und man wird sie nicht mehr finden. Die Musik von Harfenspielern und Sängern, von Flötenspielern und Trompetern hört man nicht mehr in dir. Einen kundigen Handwerker gibt es nicht mehr in dir. Das Geräusch des Mühlsteins hört man nicht mehr in dir. Das Licht der Lampe scheint nicht mehr in dir. Die Stimme von Braut und Bräutigam hört man nicht mehr in dir. Deine Kaufleute waren die Großen der Erde, deine Zauberei verführte alle Völker. Aber in ihr war das Blut von Propheten und Heiligen und von allen, die auf der Erde hingeschlachtet worden sind. Danach hörte ich etwas wie den lauten Ruf einer großen Schar im Himmel: Halleluja! Das Heil und die Herrlichkeit und die Macht ist bei unserm Gott. Seine Urteile sind wahr und gerecht. Er hat die große Hure gerichtet, die mit ihrer Unzucht die Erde verdorben hat. Er hat Rache genommen für das Blut seiner Knechte, das an ihren Händen klebte. Noch einmal riefen sie: Halleluja! Der Rauch der Stadt steigt auf in alle Ewigkeit. Jemand sagte zu mir: Schreib auf: Selig, wer zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen ist. Dann sagte er zu mir: Das sind zuverlässige Worte, es sind Worte Gottes.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Um die Christen wieder zu Hoffnung und Vertrauen zu führen, beschreibt der Verfasser der Apostelgeschichte den Fall Babylons, der übergroßen Weltmacht, die für die Verfolgung der Kirche verantwortlich ist. Trotz der scheinbaren Stabilität des Römischen Reiches ist sich Johannes bewusst, dass alles in den Händen Gottes liegt. So unterliegt ihm auch das Römische Reich. Jede Macht, die sich nicht auf Gott oder seine Gesetze stützt, sondern allein auf die eigene Arroganz und eigene Interessen, ist dem Untergang geweiht. So geschah es mit Rom, aber in gewisser Weise auch mit jenen Ideologien des vergangenen Jahrhunderts, die einen Humanismus fern von Gott aufbauen wollten. Johannes selbst beschreibt den Untergang Roms für diejenigen, die die Pracht dieser Stadt gefördert hatten und sich von ihren Übeln anstecken ließen. Es sind dies drei Kategorien von Personen: die Könige, die Kaufleute und die Seeleute, somit die politische und die wirtschaftliche Macht, für die die Großstädte Ausgangspunkt, Unterhalt und Profit bedeuteten. Die Könige stehen für die staatliche Macht, die in allem den Unglauben und den Götzendienst Babylons nachahmt. Bei den Kaufleuten handelt es sich um solche, die Großhandel betreiben und Schiffsflotten für den Transport ihrer Güter nutzen. Sie stehen für das, was heute die großen multinationalen Konzerne sind. Die Matrosen und Seearbeiter stehen für die Vertreter der zahlreichen öffentlichen Einrichtungen. Die erste Klage (18,9–10) wird von der Gesamtheit der Mächtigen der Erde angestimmt, die angesichts der rauchenden Ruinen Babylons ihr Schicksal vorhersehen. Sie beginnen mit einem zweifachen „Wehe!" und schließen mit dem bitteren Erstaunen über den so jähen Zusammenbruch. Die babylonische Supermacht fällt wie ein Schloss aus Pappe im Zeitraum „einer einzigen Stunde" in sich zusammen. Schon der Psalmist meditiert: „Ein Hauch nur ist jeder Mensch. Nur wie ein Schatten geht der Mensch einher, um ein Nichts macht er Lärm. Er rafft zusammen und weiß nicht, wer es einheimst" (Ps 39,6–7). Die zweite Klage über Babylon (18,11–17a) erfolgt durch die Verwalter des Handelssystems, welches sich um das Reich wie um seine Hauptachse drehte. Die lange Liste mit Gütern (18,12–13) enthält vor allem Luxusartikel, die Rom aus dem Reich und den entlegeneren Regionen bezog. Die dritte und letzte Klage wird von den Seeleuten angestimmt (18,17b–19). Auch sie beginnt mit zwei „Wehe!"-Rufen und endet mit der traurigen Entdeckung: „In einer einzigen Stunde ist dieser ganze Reichtum dahin" (18,19). Es tritt schließlich eine Stimme von außen hinzu, die sich an die Gerechten und an die Opfer der unterdrückerischen Macht wendet. Diese erleben das göttliche Gericht mit Freude, da ein Albtraum zu Ende geht und ein Horizont des Lichts und des Friedens anbricht (18,20). Indem Gott das Böse verurteilt, verschafft er dem Guten Recht. Das Gericht über die Sünder führt als Kehrseite der Medaille zum Ruhm der „Heiligen, Apostel und Propheten" – der Männer und Frauen bei Gott – und zum Triumph der Wahrheit und der Gerechtigkeit.
Ein gewaltiger Engel zeigt symbolisch das Ende des herrschaftlichen Babylons auf, indem er einen Mühlstein ins Meer wirft. Die Stadt – vielleicht das kaiserliche Rom – versinkt mit der gesamten Last ihrer Sünde in den Tiefen des Mittelmeers. Die große Metropole war auf ihren Götzendienst konzentriert und hatte die Schritte des obersten Richters und des Todesengels, die sich an ihren Toren niederließen, nicht gehört. Durch ihren Stolz erblindet, hatte die Stadt nämlich die grausamsten Verbrechen begangen: „In ihr war das Blut von Propheten und Heiligen und von allen, die auf der Erde hingeschlachtet worden sind" (18,24). Die symbolische Handlung des Engels erinnert an jene des Jeremias, der aus einer Buchrolle Vorwürfe gegen Babylon verlas und sie mit folgenden Rufen in den Eufrat warf: „So soll Babel versinken und nicht wieder hochkommen ..." (Jer 51,60–64). Auch Jesus verwendete das Bild des um den Hals gebundenen und ins Meer geworfenen Mühlsteins, um so auf das Schicksal der Verführer zum Bösen hinzuweisen (Mt 18,6). Die Stadt Babylon hatte nämlich mit ihrem Stolz wirklich bei vielen Völkern Anstoß erregt und viele Nationen verdorben. Somit erleidet sie dasselbe Schicksal wie der satanische Drachen (12,9.10.13), die beiden Tiere (19,20), der Teufel (20,10), der Tod (20,15) und all jene, die nicht im „Buch des Lebens" Gottes verzeichnet sind (20,15). Alle sind in die Tiefen des Nichts, der Hölle und des Schweigens hinabgestoßen. Wenn man den Bund mit dem Bösen nicht bricht, läuft man Gefahr, in dessen Netzen verstrickt zu bleiben und sogar dasselbe Todesschicksal teilen zu müssen. Ein letzter auf Babylon geworfener Blick zeigt eine extreme Verwüstung. Jene Stadt, die einst blühend und voller Leben war, wurde ausgelöscht. Sechsmal zählt der Engel das Schweigen des Todes auf, das die Stadt wie mit einem Schleier völlig einhüllt: die Musik, die Geräusche, die fröhlichen Stimmen sind für immer erloschen.


24/11/2016
Gedenken an die Kirche


Veranstaltungen der woche
DEZ
4
Sonntag 4 Dezember
Liturgie des Sonntags
DEZ
5
Montag 5 Dezember
Gebet für die Kranken
DEZ
6
Dienstag 6 Dezember
Gedenken an die Mutter des Herrn
DEZ
7
Mittwoch 7 Dezember
Gedenken an die Heiligen und die Propheten
DEZ
8
Donnerstag 8 Dezember
Fest der unbefleckten Empfängnis Mariens
DEZ
9
Freitag 9 Dezember
Gedenken an den gekreuzigten Jesus
DEZ
10
Samstag 10 Dezember
Vorabend des Sonntags
DEZ
11
Sonntag 11 Dezember
Liturgie des Sonntags

Per Natale, regala il Natale! Aiutaci a preparare un vero pranzo in famiglia per i nostri amici più poveri