Gedenken an den Apostel Andreas.

Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn wir mit ihm sterben,
werden wir mit ihm leben,
wenn wir mit ihm ausharren,
werden wir mit ihm herrschen.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jesaja 1,21-26

Ach, sie ist zur Dirne geworden, die treue Stadt. Einst war dort das Recht in voller Geltung, die Gerechtigkeit war dort zu Hause, jetzt aber herrschen die Mörder.
Dein Silber wurde zu Schlacke, dein Wein ist verwässert.
Deine Fürsten sind Aufrührer und eine Bande von Dieben, alle lassen sich gerne bestechen und jagen Geschenken nach. Sie verschaffen den Waisen kein Recht, die Sache der Witwen gelangt nicht vor sie.
Darum - Spruch Gottes, des Herrn der Heere, des Starken Israels: Weh meinen Gegnern, ich will Rache nehmen an ihnen, mich rächen an meinen Feinden.
Ich will meine Hand gegen dich wenden, deine Schlacken will ich mit Lauge ausschmelzen, all dein Blei schmelze ich aus.
Ich will dir wieder Richter geben wie am Anfang und Ratsherrn wie zu Beginn. Dann wird man dich die Burg der Gerechtigkeit nennen, die treue Stadt.
 

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn wir mit ihm sterben,
werden wir mit ihm leben,
wenn wir mit ihm ausharren,
werden wir mit ihm herrschen.

Halleluja, halleluja, halleluja.


Welch eine Wandlung hat Jerusalem erfahren, das nach den Plänen Gottes eine Stadt des Friedens und der Gerechtigkeit sein sollte! Stattdessen hat es durch Ungerechtigkeit und Gewalt die Liebe Gottes wie eine Dirne verraten. Es hat sogar seinen Wert als Wohnstatt verloren wie Silber, das zu Schlacke wird, oder Wein, der verwässert. Nur ein machtvolles Eingreifen Gottes könnte den ursprünglichen Zustand dieser Stadt wieder herstellen. Diese Worte des Propheten weisen auf viele Städte und Länder unserer Welt hin, die durch Krieg, Gewalt und Ungerechtigkeit trostlos geworden sind wie Jerusalem, von dem der Prophet spricht. Unter den bitteren Folgen haben vor allem die Armen und Schwachen zu leiden, die Jesaja in den Waisen und Witwen erkennt. Gott überlässt Jerusalem trotzdem nicht einem Leben ohne Zukunft und Sinn. Er kommt der Welt bald zu Hilfe, nicht um sie zu verurteilen, sondern um ihr Leben und Herz zu erneuern. Das ist der Sinn dieser Adventszeit, die uns alle mit Hoffnung auf eine neue Zukunft für die Welt erfüllt. Unser Gebet soll daher inständiger, ausdauernder und einträchtiger werden, damit Jesus, der Herr, der Fürst des Friedens, kommt.