Lesung des Wortes Gottes

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit

Das Evangelium nach Lukas 22,66-71

Als es Tag wurde, versammelten sich die Ältesten des Volkes, die Hohenpriester und die Schriftgelehrten, also der Hohe Rat, und sie ließen Jesus vorführen.
Sie sagten zu ihm: Wenn du der Messias bist, dann sag es uns! Er antwortete ihnen: Auch wenn ich es euch sage - ihr glaubt mir ja doch nicht;
und wenn ich euch etwas frage, antwortet ihr nicht.
Von nun an wird der Menschensohn zur Rechten des allmächtigen Gottes sitzen.
Da sagten alle: Du bist also der Sohn Gottes. Er antwortete ihnen: Ihr sagt es - ich bin es.
Da riefen sie: Was brauchen wir noch Zeugenaussagen? Wir haben es selbst aus seinem eigenen Mund gehört.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit


Die Geschichte des Prozesses Jesu verläuft in mehreren Phasen. Die erste Phase ist vor dem Rat der Ältesten des Volkes, die zusammen mit den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten versammelt waren. Es ist ein Kreuzweg zwischen den Palästen der Macht. Und schon im ersten Palast zeigt sich ein beschämendes Schauspiel. Diese Männer, die sich auch auf Gott berufen, suchen jede Möglichkeit, Jesus, den Immanuel, zu verurteilen. Der Evangelist gibt die einzige Frage wieder, bei der Jesus nicht anders kann als zu antworten. Sie fragen ihn, ob er der Christus sei, der Sohn Gottes. Für Jesus ist es unmöglich, bei dieser Frage zu schweigen. Diese Frage enthält das gesamte Evangelium, die gute Nachricht, die Jesus den Menschen seit Beginn seiner Predigt verkündet hatte. Er antwortet dem Hohenpriester: „Ihr sagt es – ich bin es.“ Diese hinterhältige Gruppe von religiösen Führern wollte genau das hören. Für sie ist es eine Gotteslästerung, während diese Worte für Jesus das Bekenntnis des Evangeliums Gottes sind. Die, die seinen Tod wollen, sind zufrieden und Jesus ist dem tödlichen Griff ihrer Hände ausgeliefert.