Comunità di S.Egidio


Chiesa di Sant'Egidio - Roma




















 

a cura di
Francesca Zuccari

 

Der Kampf, die eigene Würde zu erhalten

Die Tatsache, dass für Menschen auf der Straße einige Gewohnheiten des Alltagslebens nur schwierig zu erhalten oder sogar unmöglich sind, wirkt sich auf ihr Gleichgewicht aus. Die Wäsche wechseln, sich waschen oder sich rasieren wird nämlich zu einem großen Problem. Diese Dinge sind für alle das Symbol für die Würde der eigenen Person; wenn man schmutzig oder schlecht angezogen ist, heißt das gleichwie, dass man die eigene Würde verloren hat.

Manche Obdachlose führen einen täglichen Kampf mit den Zeiten der wenigen kostenlosen Duschmöglichkeiten und der Zentren, in denen Kleidung verteilt wird, um ein würdiges Aussehen zu erhalten. Einige stoßen bei diesem Wettlauf auf Hindernisse und lassen sich gehen. Je größer die Isolierung ist, desto eher verliert man die Motivation, die eigene Person zu pflegen; aber das bedeutet nicht, dass der Wunsch oder die Sehnsucht bleibt, es zu tun.

Hinter diesen Personen, die anscheinend verwildert sind und Gewohnheiten nicht pflegen, auf die wir nicht verzichten wollen, wird die Wirklichkeit einer gedemütigten Würde, von unausgesprochenen Wünschen und nicht erwarteten Hoffnungen sichtbar.