Tägliches Gebet

Gedenken an die Mutter des Herrn
Wort gottes jeden tag

Gedenken an die Mutter des Herrn

Das Volk der Sinti und Roma und auch die Muslime unter ihnen feiern den heiligen Georg, der als Märtyrer starb, um die Kirche zu befreien. Erfahren sie mehr

Libretto DEL GIORNO
Gedenken an die Mutter des Herrn
Dienstag 6 Mai

Das Volk der Sinti und Roma und auch die Muslime unter ihnen feiern den heiligen Georg, der als Märtyrer starb, um die Kirche zu befreien.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Geist des Herren ruht auf dir,
der von dir geboren wird, wird heilig sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Johannes 6,30-35

Sie entgegneten ihm: Welches Zeichen tust du, damit wir es sehen und dir glauben? Was tust du?

Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie es in der Schrift heißt: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.

Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.

Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben.

Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot!

Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Hier sind, Herr, deine Diener,
uns geschehe nach deinem Wort.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Am Ende der vorhergehenden Evangelienstelle wird die Frage überliefert, die die Menschen an Jesus richteten: „Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?“ Jesus hatte sie getadelt, weil sie nur auf das eigene Wohlergehen bedacht waren. Auf ihre Frage antwortete Jesus: „Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.“ Es wird nicht verlangt, eine Vielzahl von Dingen zu tun, wie das die Pharisäer behaupten, sondern nur eines ist wichtig, nämlich an den zu glauben, den Gott gesandt hat. Doch die Menschen fragen weiter: „Welches Zeichen tust du, damit wir es sehen und dir glauben? Was tust du?“ Angesichts des großen Wunders der Brotvermehrung, das schon vollbracht wurde, erscheint eine solche Frage ungerechtfertigt und anmaßend. Tatsächlich aber wollen die Menschen, dass ein noch größeres Wunder geschehen soll, das Jesus als Gesandten Gottes beglaubigt. Vielleicht wollte die Menschenmenge, dass Jesus nicht nur das Problem der Verpflegung dieser 5000 Personen lösen sollte, die aus dem Wunder ihren Nutzen gezogen hatten, sondern dass er für die Speisung des ganzen Volkes Israel sorgen sollte, wie das zu Zeiten des Mannas geschehen war. Die Erinnerung an das Manna war tatsächlich sehr lebendig geblieben in der Überlieferung Israels, oft wird in den Büchern des Alten Testaments daran erinnert. Man erwartete, dass sich dieses Wunder beim Kommen des Messias wiederholen würde. Darin zeigte sich die Egozentrik der Menge, aber auch der geringe Glaube an Jesus: Man möchte nichts riskieren. Auf ihren Unglauben antwortet Jesus, dass nicht Mose es war, der das Brot gegeben hatte, das vom Himmel gekommen war, sondern: „Mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben.“ Indem Jesus „das wahre Brot“ sagt, deutet er das Manna als Zeichen des neuen Brotes. Dieses neue Brot, „das Brot Gottes“ das vom Himmel herabkommt, ist Jesus selbst. Herzenshärte und ein hartes Denken hatten aber die Zuhörer daran gehindert, die Worte Jesu in ihrer ganzen Tragweite zu verstehen und aufzugreifen. So deuten sie seine Worte ausgehend von sich selbst, von ihren Bedürfnissen und Instinkten. Sie verstehen nicht, was Jesus wirklich sagen will. Das geschieht auch bei uns, wenn wir den Worten des Evangeliums nicht auf den Grund gehen, weil wir sie nur in Bezug auf uns selbst hören und uns nicht bemühen zu verstehen, was sie uns wirklich sagen wollen. Um dies zu erfassen, brauchen wir die geistliche Schriftlesung oder das Gebet, und bei beidem ein bereitwilliges Herz. Die Heilige Schrift muss man mithilfe des Geistes und in der Kommunion mit Schwestern und Brüdern hören. Ohne das Gebet laufen wir Gefahr, vor uns nicht den Herrn zu haben, der zu uns spricht, sondern unser eigenes Ich, das uns im Wege steht. Ohne die Gemeinschaft der Brüder und Schwestern schließt unser eigenes Ich uns von dem weiten Dialog aus, für den die Bibel geschrieben wurde. Zu Recht bittet daher die Menge: „Herr, gib uns immer dieses Brot!“ Bei näherem Hinsehen aber hat die Frage doch einen falschen Unterton, wie das auch bei Nikodemus und der Samariterin am Jakobsbrunnen zu sehen ist. Jesus zieht sich nicht zurück. Noch klarer als zuvor, fast feierlich, erklärt er: „Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.“ Dieser feierliche Unterton ist eine typische Ausdrucksweise des Johannesevangeliums. Jesus zeigt darin seinen göttlichen Ursprung. Wenn wir die Seiten des vierten Evangeliums durchgehen, sehen wir, dass Jesus viele konkrete Bilder einsetzt, um seine große Liebe uns gegenüber zum Ausdruck zu bringen. Er ist das wahre Brot, das wahre Leben, die Wahrheit, das Licht, das Tor, der gute Hirte, der Weinstock, lebendiges Wasser …, er ist die Auferstehung.

Gebetsintentionen
Herr Jesus, der Unglaube der Welt hat Dich nicht aufgehalten: Schenke uns die Gnade der Beharrlichkeit, damit wir unaufhörlich das Gebot der Nächstenliebe und die Sendung des Evangeliums leben.

Herr, wir beten für die Kirche: Lass sie weltweit ein Volk von Propheten sein, die Hoffnung aussäen und die Arbeiter für das Gute unterstützen. Begleite unseren Papst Franziskus immer durch die Kraft Deines Geistes.

Herr, wir beten für alle, die ihr Leben für die Weitergabe des Evangeliums einsezten, für alle Verfolgten, für alle, die das Martyrium erleiden, dass sie bei Dir und im Zeugnis der alten Propheten Kraft schöpfen, um in Treue und Beharrlichkeit zu leben.

Herr Jesus, Du bist gütig und von Herzen demütig, Du bist gekommen, um Deinem Volk Frieden zu bringen: Gib, dass alle Konflikte bald ein Ende nehmen. Gedenke aller, die entführt und überall auf der Welt Gefahren ausgesetzt sind.

Herr, wir bitten Dich für alle, die fern sind von Dir und die Dich ablehnen, dass sie Deine heilende Kraft spüren und Dein Wort der Befreiung vernehmen können.
 
Besondere Intentionen:
- für den Frieden auf der Welt
- für die Kranken
- für die alten Menschen
- für Afrika